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Mittwoch, 6. September 2023

Gorilla - Wanderungen in Uganda - Wie deine Begegnung mit wilden Affen dabei hilft, sie zu schützen

Im Laufe der letzten zweieinhalb Jahrzehnte hat sich die Berggorillapopulation von Uganda, Ruanda und dem Kongo zusammen von 620 auf fast 900 erhöht. Wie wirkt sich verantwortungsvoller Tourismus – wenn überhaupt – auf diesen Aufwärtstrend aus? Wir bieten ein paar Anregungen und Tipps, die auf unsere eigene Berggorilla - Wanderung in Uganda zurückgehen.

„Wenn die Gorillas aus dem Wald kommen und den Fluss, die inoffizielle Grenze mit dem Dorf, überqueren, wissen die Dorfbewohner, dass sie uns – den Nationalpark – rufen sollen, um die Gorillas von ihrem Grund und Boden zu vertreiben“, erklärte uns unser Guide für die Gorilla - Wanderung. „Sie wissen jetzt, dass sie den Gorillas nichts tun sollen. Wenn die Gorillas Teile der Ernte zerstören, werden die Dorfbewohner von uns entschädigt. Wir haben jetzt ein gutes Verhältnis zu der Gemeinde.“

Das sind die Regeln für den Umgang mit Gorillas in Uganda. Aber das war nicht immer so.

Auf dem Weg zum Rand des Walds im Bwindi Impenetrable Nationalpark in Uganda sind wir einfach durch Getreidefelder neben einem Dorf gewandert. Es existiert keine Absperrung oder physische Grenze zwischen der Welt der Berggorillas und der der lokalen Dorfbewohner, die versuchen, ihren Lebensunterhalt mit dem Land in dieser üppigen Region zu bestreiten. Den Anforderungen sowohl der Gorillas als auch der Dorfbewohner gerecht zu werden, ist ein heikler Balanceakt. Bei ihrer Arbeit mit Schimpansen und anderen Primaten erkannte Dr. Jane Goodall, dass „wir das Leben der Menschen, Tiere und die Umwelt verbessern, wenn wir lokale Gemeinden ins Zentrum der Bemühungen für den Artenerhalt stellen“. Mit seinen strengen Regeln für Reisende, die an einer Berggorilla - Wanderung in Uganda teilnehmen, zielt der Bwindi Impenetrable Nationalpark genau darauf ab.

Wie verantwortungsvoller Tourismus die Kreuzungspunkte von Gorillapopulationen und menschlicher Entwicklung miteinander in Einklang bringt

Gemäß dem World Wildlife Fund For Nature und der African Wildlife Federation sind die Berggorillapopulationen hauptsächlich durch Jagd oder Wilderei, Verlust des Lebensraums aufgrund von Abholzung und landwirtschaftlicher Entwicklung und die Suche nach und den Abbau von natürlichen Ressourcen in den Lebensräumen von Gorillas bedroht. Berggorillapopulationen sind in jedem der drei Länder, in denen die Tiere leben, mit Herausforderungen konfrontiert, einschließlich Uganda, wo etwa 400 Berggorillas im Bwindi Impenetrable Nationalpark beheimatet sind.

In Uganda haben die steigende Anzahl an Gorilla - Wanderungen und der zunehmende Tourismus dazu beigetragen, die Gorillas durch einen transparenten, mehrschrittigen Prozess zu schützen. Da die Regierung finanzielle Mittel für den Artenschutz erhält, ist sie bemüht, Richtlinien und Prozesse zu entwickeln, um die Tiere und ihren Lebensraum zu schützen. Es besteht ein erheblicher wirtschaftlicher Vorteil – für einzelne Einheimische und das Land insgesamt– darin, die Gorillas und den Wald - Nationalpark, in dem sie leben, zu schützen. Die Gebühren, die Reisende für Genehmigungen für Gorilla - Wanderungen bezahlen, helfen nicht nur dabei, Mitarbeiter zu finanzieren, die den Wald patrouillieren und die Gorillas vor Wilderern und Jägern schützen, sondern es können damit auch die Bildung und Entwicklung in den Gemeinden, die an den Lebensraum der Gorillas grenzen, gefördert werden.

Diese Art von Beziehung hebt eine häufig fehlende Komponente von Programmen zum Artenerhalt hervor. Ohne die Einbindung und Kooperation von Einheimischen, sind Programme zum Artenerhalt zum Scheitern verurteilt. Auf der anderen Seite, wenn die Einheimischen die Initiativen zum Artenerhalt als eine Win - Win - Situation für sich selbst und für die Umwelt sehen, können solche Initiativen wirklich zukunftsfähig sein.

Dieser systematische Ansatz im Hinblick auf die Anforderungen aller Beteiligten steht in Einklang mit Dr. Goodalls Philosophie, dass „menschliche Bedürfnisse berücksichtigt werden müssen, um einen dauerhaften Schutz der Natur zu erreichen“.

Im Falle der Gorilla - Wanderungen in Uganda gibt es das wirtschaftliche Bestreben, durch Tourismus die Gorillas und ihren Lebensraum davor zu bewahren, sich auf lokal erschlossenes Land und Farmen auszubreiten und umgekehrt. Dies geschieht zum Teil dadurch, dass die Parkgebühren anteilmäßig an lokale Gemeinden verteilt werden, um sie für zerstörte Ernten zu entschädigen und eine Umwelterziehung zu ermöglichen.

Es gibt auch Beschäftigungsmöglichkeiten im Bwindi Impenetrable Nationalpark, wo Einheimische lernen können, bei Gorilla - Wanderungen als Guides, Fährtenleser und Scouts zu arbeiten. Außerdem ergeben sich durch zunehmendes touristisches Aufkommen auch ein Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität und mehr lokale Beschäftigungsmöglichkeiten in Hotels, Restaurants und bei anderen Dienstleistungsunternehmen in der Gegend. Die wirtschaftlichen Auswirkungen, die auf ein Tourismusprodukt zurückzuführen sind, das auf Artenschutz basiert, werden nicht nur in der Theorie deutlich, sondern auch in der Praxis und im Alltag der Einheimischen, die in der Nähe leben.

Letztlich ist das Ergebnis, dass dank der richtigen Umsetzung von Tourismus, ein lebender Gorilla jetzt viel mehr wert ist als ein toter und dementsprechend die Wahrscheinlichkeit viel geringer ist, dass sich die Einheimischen an der Jagd und Wilderei von Gorillas beteiligen. Die Auswirkungen für die Zukunft des Tourismus, die Gesundheit der lokalen Gorillapopulationen und die menschlichen Gemeinden in der Region sind weitreichend.

Respektvolle Begegnungen mit Berggorillas

Die Bürokratie und hohen Gebühren in Zusammenhang mit den Genehmigungen für Gorilla - Wanderungen helfen dabei, die Anzahl der Menschen, die sich jeden Tag im Nationalpark aufhalten, zu begrenzen. Dadurch wird wiederum sichergestellt, dass die Berggorillas täglich nicht übermäßig vielen ungeduldigen, mit Kameras ausgestatteten Touristen ausgesetzt sind. Der ganze Prozess ist darauf ausgelegt, die „Wildheit“ der Gorillas zu bewahren und gleichzeitig eine ausreichende Einnahmequelle durch eine hinreichende Anzahl von Reisenden zu gewährleisten, die für eine Gorillabegegnung bezahlen.

Dazu wird jede Gruppe von Reisenden einer anderen Gorillafamilie zugewiesen, um zu verhindern, dass eine einzige Familie überfordert wird. Die Gruppe darf maximal eine Stunde bei der Gorillafamilie verbringen und muss einen sicheren und respektvollen Abstand einhalten. Darüber hinaus unterstützt der Nationalpark einen Workshop vor der Wanderung, der Besuchern dabei hilft zu verstehen, wie wichtig der Schutz der Berggorillas für das größere Ökosystem ist.

Unsere Erfahrung mit Berggorillas in Uganda

Während unserer Berggorilla - Wanderung in Uganda war die erforderliche Koordination hinter den Kulissen zwischen Guide, Fährtenlesern und Scouts klar geregelt. Die Fährtenleser brachen am frühen Morgen auf, um die Spur der Gorillafamilie zu verfolgen, sodass sie zu dem Zeitpunkt, als wir unsere Wanderung begannen, die Gorillas ausfindig gemacht hatten, die sich nicht allzu weit vom Waldrand entfernt ihr Frühstück schmecken ließen.

Wie lange es dauert, bis Reisende die ihnen zugewiesene Gorillafamilie finden, ist unterschiedlich. Bei uns hat es nur 30 Minuten gedauert, während andere Gruppen, die am selben Tag unterwegs waren, drei Stunden benötigten, um ihre Gorillas zu finden. Wir haben auch mit anderen gesprochen, die sechs Stunden mit Suchen verbracht haben. Das ist das Besondere von Begegnungen mit wilden Tieren: Es gibt keinen Zeitplan und keine Garantie, Erwartungsmanagement ist also von entscheidender Bedeutung.

Das Wandern durch den Wald kann auch einige Zeit kosten, da es in der üppigen, feuchten und dunstigen Umgebung keine richtigen Wege gibt. Manchmal mussten wir uns selbst an Ästen, Pflanzenwurzeln und Büschen steile Dschungelanstiege hinaufziehen. Letztlich ist dieses Terrain für Berggorillas gemacht, und nicht für Menschen.

Sobald wir uns der Gorillafamilie näherten, gaben uns unsere Guides geräuschlos ein Zeichen, dass sie sich in der Nähe befinden, und wir begannen, uns langsamer und leiser zu bewegen. Obwohl wir wussten, dass die Familie in der Nähe ist, waren wir trotzdem geschockt, als wir um eine Ecke bogen und uns – wortwörtlich – einem riesigen männlichen Silberrücken gegenübersahen. Seine ruhigen, bedächtigen Bewegungen standen im Widerspruch zu seiner Größe und Stärke. Er fraß langsam und beobachtete uns dabei, wie wir ihn beobachteten.

Dieses Verhalten ist, wenn auch einfach, absolut faszinierend. Es ist schwer, bei deiner ersten Begegnung nicht verzaubert zu werden: Du schließt für einen kurzen Moment die Augen, und es entsteht ein unbestreitbares Gefühl der Verbindung.

Es stimmt, dass Besuche von Menschen eine unnatürliche Begegnung für diese Gorillafamilien sind – stell dir vor, es käme jeden Tag für eine Stunde ein Haufen Fotografen und Besucher zu dir nach Hause. Aber, wie zuvor erwähnt, sorgen die Gorilla - Wanderungen in Uganda für die Motivation und finanzielle Mittel zum Schutz der Gorillas selbst und ihres Lebensraums. Bei der Erfahrung kommt es nicht nur auf die Momente an, die die einzelnen Gruppen von Reisenden in der Gegenwart dieser Tiere verbringen, sondern es geht auch darum, welche Rolle Reisende bei den nachhaltigen Bemühungen zum Artenerhalt dieser Berggorillas spielen.

Ein Reisebericht von Daniel Noll und Audrey Scott

Dienstag, 5. September 2023

Die 4 wichtigsten Trainingstipps zur Vorbereitung für die Besteigung des Kilimandscharo

Ich bin bereits sechs Marathons gelaufen und ich weiß eigentlich, wie ich mich darauf vorbereiten kann; ich befolge dafür einen 12 - bis 16 - Wochen - Plan bei dem allmählich die Laufleistung aufgebaut wird, so dass ich am Tag des Rennens die 42 km bewältigen kann.

Sich auf das Besteigen des Kilimandscharo vorzubereiten ist jedoch ein komplett anderes Monster.

Es mag selbstverständlich klingen, aber ich empfehle euch, dass ihr bei der Anmeldung fit und gesund seid, um den Aufstieg in Angriff nehmen zu können, und genügend Zeit habt, in eure tägliche Routine Trainingseinheiten einzubauen. Alternativ, wenn die Besteigung des Daches von Afrika ein lebenslanger Traum war, solltet ihr euch genügend Zeit nehmen, um eine „Top - Kondition“ zu erreichen; je besser vorbereitet ihr seid, desto angenehmer ist die Wanderung.

Hier sind einige meiner Tipps, wie ihr Kili - Fit werden könnt!

1. Kardio

Je nach Tempo und Route wandert ihr sieben bis zehn Stunden am Tag. Das Kardiotraining trägt dazu bei, euer Herz - Kreislauf - System und eure Fitness zu verbessern, damit euer Körper den Sauerstoff effizienter nutzen kann. Laufen, Radfahren und Schwimmen sind großartige aerobe Trainingsmöglichkeiten. Zielt darauf ab, eure Ausdauer ein paar Monate vor eurer Reise aufzubauen. Sucht euch ein paar Hügel zum Laufen oder Radfahren, oder kurbelt die Steigung auf einem Laufband hoch, um die Anstrengung des Anstiegs zu simulieren, die euch auf dem Kilimandscharo erwartet.

Es ist auch eine gute Idee, ein - und mehrtägige Wanderungen zu unternehmen, umso besser, wenn ihr mit den Freunden oder der Familie gehen könnt, mit der ihr den Kili in Angriff nehmen wollt.

2. Muskelkraft

Habe ich erwähnt, dass ihr bis zu 10 Stunden am Tag wandern werdet? Die Route führt meist bergauf, allerdings schlängeln sich die Wege, und ihr werdet euren Tagesrucksack tragen – zum Glück gibt es die Träger, die unsere Übernachtungstaschen, Zelte und Essen für uns tragen! Für diese Strecke benötigt man eine ordentliche Portion Kraft im Unterkörper, so dass es hilfreich ist, Training für die Beine sowie die Rumpfstabilität und das Armtraining in eure Fitnessstudio - Routine einzubauen.

Trainingskurse wie BodyPump, wo man in die Hocke geht, Ausfallschritte macht, Boxsprünge und Step - ups absolviert, sind eine gute Vorbereitung (sowohl mit extra Gewichten als auch mit dem eigenen Körpergewicht - je nachdem, was ihr bevorzugt und auf welchem Trainingsniveau ihr euch befindet). Planks, Pallof Press und Renegade Rows trainieren Rumpf, Arme und Schultern.

3. Höhenlage

Der Effekt der Höhe ist der demütigste Teil der Besteigung des Kilimandscharo. Die Auswirkungen der Höhe machen keine Unterschiede zwischen Alter, Geschlecht oder Fitnessniveau und können oft eintreten, wenn man es am wenigsten erwartet. Es gibt mehrere Möglichkeiten, sich auf die Höhe vorzubereiten: erstens, indem man an seiner kardiovaskulären Fitness arbeitet und zweitens, indem man in der Höhe trainiert und dem Körper die Möglichkeit gibt, sich an den niedrigeren Sauerstoffgehalt zu gewöhnen.

Weltweit kann man in Großstätten in sogenannten Höhenzentren trainieren, wie z.B. dem Altitude Centre in London, wo man auf 2.750 m über dem Meeresspiegel ein Training absolvieren kann, entweder allein auf dem Fahrrad, auf dem Laufband oder in Gruppen. Dies ist eine gute Vorbereitung für eure Tour und regelmäßiges Training sollte helfen, die Auswirkungen der Höhenlage zu minimieren, wenn ihr euch am Ausgangspunkt der Wanderung auf dem Kilimandscharo befindet

4. Mentale Stärke

Ich will nicht lügen, ich habe in der Nacht des Aufstiegs zum Gipfel viel geweint. Ich weinte vor Erschöpfung, ich weinte wegen der Kälte, ich weinte, weil ich dachte, ich würde nie den Gipfel erreichen. Aber ich weinte auch aus Erleichterung, aus Freude und Stolz und mit überwältigender Dankbarkeit für unsere Träger und den Rest meiner Gruppe.

Ich glaube, dass die mentale Stärke und Entschlossenheit, die ich im Laufe der Jahre beim Laufen aufgebaut habe, dazu beigetragen hat, mich auf den Gipfel des Berges zu bringen. Wenn ihr jedoch keine Erfahrung mit Ausdauersportarten habt, könnt ihr eure eigene mentale Belastbarkeit durch Achtsamkeit und Meditationspraxis sowie Yoga während des Trainings verbessern.

Dieser oft übersehene Aspekt der Herausforderung ist meiner Meinung nach von grundlegender Bedeutung und der Schlüssel dazu, den Gipfel mit einem Lächeln im Gesicht zu erreichen!

Ein Reisebericht von Charlie Watson

Montag, 4. September 2023

5 Wahrheiten und eine Lüge über die Besteigung des Kilimandscharo

Wenn man seinen Freunden und seiner Familie mitteilt, dass man die einzigartige Kilimandscharo - Wanderung in Tansania in Angriff nehmen will, scheint es plötzlich, dass jeder zum Experten wird, der einem Tipps und wohlmeinende Ratschläge gibt – egal, ob er den Aufstieg selbst gemeistert hat oder nicht. Wie immer sind einige dieser Ratschläge nützlich, viele aber auch nicht.

Der beste Rat, der mir gegeben wurde und den ich weitergeben möchte, ist, den mächtigen Berg zu respektieren. Aber bei so vielen Meinungen, die zirkulieren, ist es schwer zu wissen, welche man sich zu Herzen nehmen sollte. Ich möchte hier ein paar Mythen mit einigen der Wahrheiten (und einer Lüge) über den Aufstieg auf den Gipfel des höchsten Bergs in Afrika zerstreuen.

Die Höhe wirkt sich auf alle Personen unterschiedlich aus

Die Auswirkungen der Höhe schleichen sich auf grausame Weise an einen heran, wenn man am wenigsten darauf vorbereitet ist und treffen auf Leute in der Gruppe, von denen man es am wenigsten erwarten würde. Selbst die Fittesten unter euch werden sich den Auswirkungen nicht entziehen können, zu denen Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Delirium gehören. All dies wurde in unserer Gruppe festgestellt. Das bedeutet jedoch nicht, dass ihr es nicht auf den Gipfel schaffen werdet. Seid vernünftig, respektiert die Höhe und achtet darauf, wie ihr euch fühlt. Sprecht mit eurem Hausarzt über Medikamente und nehmt natürliche Ingwer - und Koka - Präparate ein, um die Auswirkungen zu lindern.

Ihr werdet fantastisch essen

Ich brachte eine Fülle von Snacks mit und aß sie alle, ebenso wie die zweimal täglich servierten Drei - Gänge - Menüs. Man verbrennt jeden Tag eine Menge Kalorien – obwohl man diese schnell wieder nachfüllen kann. Freunde haben darüber gesprochen, dass sei beim Besteigen des Kilimandscharo abgenommen haben – hier ist das anders! Mit frischer Suppe, Pfannkuchen, Ananaspuffern, Muffins, heißer Schokolade und Popcorn, die uns serviert wurden, wurde der Küchenchef schnell zu unserer Lieblingsperson. Der fantastische Mann, der uns unseren Morgenkaffee oder Tee ins Bett brachte, erreichte knapp dahinter den zweiten Platz.

Mitternachts - Toilettengänge sind furchtbar

Stimmt. Es ist wirklich kalt und sehr dunkel im Camp, und mit der Menge Wasser, die man tagsüber trinken muss, um ausreichend hydriert zu bleiben (3 - 5 Liter), ist der nächtliche Gang zur Toilette unvermeidlich. Obwohl die Plumpsklos nicht allzu schlecht sind, war die Wahl einer tragbaren Toilette für unsere nächtlichen „Wohlfühl - Pausen“ ausschlaggebend. Der Trick beim Toilettengang? Haltet eure Stirnlampe, eure Jacke und eure Schuhe immer griffbereit neben eurem Schlafsack und stellt sicher, dass ihr das Camp auskundschaften könnt, bevor ihr ins Bett geht. Viele der Zelte sehen gleich aus und man will sich nicht versehentlich in das falsche Zelt kuscheln.

Schichten zu tragen ist das A und O...

In der Gipfelnacht trug ich acht Oberteile und vier Hosen, und es war mir immer noch etwas kalt. Schichten sind der beste Freund auf dem Kilimandscharo. Mit ihnen kann man sich während der Temperaturschwankungen den ganzen Tag über wohlfühlen, während man nachts warm und kuschelig bleibt. Ich empfehle auch eine Metall - Wasserflasche, die nachts als Wärmflasche verwendet werden kann. Tragt die technischeren Schichten (Thermokleidung, Merino und Seide) näher an eurem Körper, wodurch Schweiß abgeleitet und Wärme gespeichert wird, und die dickeren, schwereren Schichten nach außen.

Ihr werdet unglaublich langsam gehen

Stockeinsatz! Stockeinsatz! Ganz langsam und gleichmäßig. Dies wird euch auf dem Weg nach oben Kraft sparen, also hört auf eure Führer, wenn sie euch sagen, ihr sollt es langsam angehen. Unsere Gruppe ging tatsächlich so langsam, dass wir am Ende länger brauchten, um zu jedem Campingplatz zu gelangen, als der Durchschnitt, aber wir schafften es alle auf den Gipfel! Leider wurde die täglich vorhergesagte Wanderzeit nicht auf das langsame Tempo angepasst, was zu einigen entmutigenden Momenten führte. Wir mussten jedoch bedenken, dass man auch bei sehr langsamem Tempo vorwärtskommt. Man geht langsam, um dem Körper zu helfen, sich an die Höhe zu gewöhnen. Vermeidet Überanstrengung um jeden Preis. Die niedrigste Erfolgsrate zum Erreichen des Gipfels liegt bei Männern im Alter von 20 - 30 Jahren, weil sie sich zu sehr anstrengen und aufgrund ihrer guten Fitness nicht voraussehen, wie viel Sauerstoff sie benötigen, um dieses Tempo beizubehalten. In diesem Fall gewinnt langsam und stetig das Rennen.

Es lohnt sich nur, wenn man es auf den Gipfel schafft

Richtig geraten. Das ist eine Lüge.

Natürlich ist es fantastisch, zum Dach Afrikas zu gelangen und dieses berühmte Schild auf 5.895 m zu erreichen, aber der Aufstieg umfasst so viel mehr, als nur den Gipfel zu erreichen oder nicht. Jeder Tag ist hier eine Leistung, also genießt die Momente und die täglichen Erfolge.

Ihr werdet unterwegs großartige Freundschaften schließen; nicht nur mit euren Mitwanderern, sondern auch mit euren Führern und Trägern (ich weinte, als mein Träger David anderthalb Stunden lang zusätzlich ging, nur um mir beim Tragen meines Tagesrucksacks zu helfen). Abgesehen von den Beziehungen zu eurer Gruppe habt ihr während der über 6 Tage dauernden Wanderung durch die tansanische Tundra viel Zeit, euch selbst besser kennenzulernen. Und man kann sich von der Außenwelt abkoppeln – keine Sozialen Medien, keine Arbeits - E - Mails und keinen Stress, nur das Wandern von einem Camp zum nächsten.

Genießt das Abenteuer, es ist eine lebensverändernde Erfahrung.

Ein Reisebericht von Charlie Watson

Sonntag, 3. September 2023

Kilimandscharo Erfahrungsbericht - Unsere Reise auf das Dach Afrikas

Er ist der Herrscher über den Himmel – Kilimandscharo, der höchsten Berg Afrikas mit seinen drei markanten, unverwechselbaren Vulkankegeln. Seit Hans Meyer und Ludwig Purtscheller den Berg im Jahr 1889 zum ersten Mal eroberten lockt er Abenteurer zu seiner Basis – und genau dort fand sich Sarah Manion wieder – am Anfang eines großen Abenteuers. Dies ist ihre Geschichte, wie sie das sagenumwobene „Dach Afrikas“ bezwang.

Erst auf dem Flug von Amsterdam nach Arusha dämmerte es uns so langsam, was für ein Abenteuer uns bevorstand. Ich schaute aus dem Fenster über den Wolken und wiederholte immer wieder den Namen in meinem Kopf: Kilimandscharo.

Niemals zuvor hatten wir uns auch nur annähernd auf ein Abenteuer diesen Ausmaßes begeben. Ich hatte Europa bereist, mein Verlobter, JP, war auf dem Fahhrad durch Mittelamerika gefahren und wir beide zusammen hatten ein paar Strände in Südostasien erkundet. Aber das hier war eine völlig andere Ebene. Wir hatten es bis dahin noch nicht laut ausgesprochen, aber es war nicht schwer, die Korrelation zu sehen: zwischen diesem großartigen Abenteuer zum Dach Afrikas und der Tatsache, dass wir heiraten würden.

Eine wirklich bedeutungsvolle Metapher!

Wir trafen unsere Gruppe und Kenny, unseren CEO, in der malerischen Stadt Moshi. Was im Flugzeug gerade zum ersten Mal wirklich erschien, äußerte sich jetzt plötzlich als ein Ziehen in meinem Magen, ausgelöst durch unseren ersten Blick auf den Berg: so hoch und breit, dass er selbst eine eigene Landschaft war – sein eigener Planet.

Wir hatten uns für den Trek auf der Marangu Route entschieden - sie ist mit fünf Tagen die kürzeste der verfügbaren Optionen. Unsere Wanderung führte uns über Felder und anderes Gelände, welches Kenny „Moorlandschaft“ nannte. Wir wanderten über steinige Pässe und sogar durch einen Regenwald, fast immer bergauf. Ehrlich gesagt, ich hatte nicht erwartet, am Kilimandscharo einem Regenwald zu begegnen, aber es war wohl der angenehmste Eintritt auf den Berg und seine Umgebung. Wenige Minuten bevor wir in das Grün der Bäume eintauchten, fing es an leicht zu regnen und unsere Gruppe verbrachte die nächsten fünf Stunden der Wanderung damit, sich zu unterhalten und sich kennenzulernen, geschützt unter einem wunderschönen grünen Dach, während der Sturm über uns hinwegzog. Auf unserer Route stürzt der Kilimandscharo auf einmal auf einen ein. Als wir den Regenwald durchquert hatten, wanderten wir um eine Kurve und plötzlich – bumm: Da war er, angestrahlt durch die Sonne, die durch die Wolken brach. Dieser erste Anblick hat sich in meinem Kopf wie eine geistige Postkarte eingebrannt. Man sieht den Berg aus der Ferne und das erste, was man denkt ist: „Ich werde den besteigen.“ Das zweite, was einem durch den Kopf geht ist: „Heiliger Bimbam. Wie soll ich es nur jemals dort hinauf schaffen?“

Die erste Nacht war magisch, aber das hatte nichts mit dem Berg zu tun. Wir schlugen unsere Zelte in der Dunkelheit auf (die Crew rüstete uns mit Stirnleuchten aus und verschwand dann). Ein paar Minuten später kehrten sie mit unserem Abendessen zurück – köstlich, warm und sättigend nach einem langen Tag zu Fuß. Und reichlich. Das Essen wollte einfach nicht enden und wir fragten uns, wie sie denn all diese Dinge mit sich tragen konnten.

Auf einem Trek wie diesem ist die eigene Erfahrung nur so gut wie die Menschen, die einen dabei unterstützen, das Ziel zu erreichen. In unserem Fall waren wir mit einem Team von charmanten, erfahrenen CEOs und Trägern gesegnet, die es als ihre Pflicht ansahen, uns in der bestmöglichen Stimmung auf den Gipfel zu bringen. Sie legten ein Tempo für uns vor, das entspannt und komfortabel war und stellten sicher, dass wir als Gruppe zusammenblieben und niemand zurückfiel. Dies diente sowohl der Sicherheit als auch dem Zusammengehörigkeitsgefühl. Das langsame Tempo half uns dabei, uns zu akklimatisieren und uns die Zeit mit Gesprächen und Umherscherzen zu vertreiben. Was wäre der Sinn einer solchen Erfahrung, wenn man dabei keinen Spaß hätte?

Die größte Herausforderung für mich war nicht das Gelände oder die Höhe, sondern das Unbekannte, was vor mir lag. Nichts war konsistent. Die Sonne schien für eine Weile dann zogen Wolken auf. Dann regnete es. Dann war es neblig. Die Temperatur. Das Gelände. Manchmal hungrig und manchmal ängstlich. Aber nach einer Weile gewöhnt man sich an all diese Dinge und akzeptiert sie als Teil des Erlebnisses. Wenn es einfach wäre einen der Seven Summits der Welt zu besteigen, wäre es keine persönliche Errungenschaft, richtig? JP und ich gingen fast immer zusammen, aber ich habe gelernt, dass es, während man sich einer so schwierigen Herausforderung wie dieser konfrontiert sieht, Zeiten gibt, in denen man einfach ganz alleine ist und mit seinen Gedanken beschäftigt ist. Kenny sorgte sich wirklich toll um uns, er widmete sich in regelmäßigen Abständen jedem von uns in der Gruppe, um zu sehen, wie wir uns fühlten und ermutigte uns, nicht aufzugeben. Auch unsere Träger waren inspirierend, sie trugen alles, was die Gruppe brauchte auf fast mühelos wirkende Art und Weise.

Wie beschreibt man den Moment, wenn man den Sonnenaufgang vom höchsten Punkt eines Kontinents aus beobachtet? Das kann man einfach nicht beschreiben. Man kann sich Fotos anschauen und Bücher lesen, aber nichts – gar nichts – bereitet einen darauf vor, wie es wirklich ist, dort oben zu stehen und darüber zu staunen, wie weit man gekommen sind.

Ein Reisebericht von Sarah Manion

Freitag, 1. September 2023

Überlandreisen in Afrika - Das größte Abenteuer deines Lebens

Es gibt Abenteuer und es gibt ABENTEUER. Und bei einem Overland - Camping - Trip in Afrika wird ABENTEUER großgeschrieben. Hier fährst du durch die Savanne, inmitten von Herden von Tieren, die du bislang nur aus dem Fernsehen kanntest. Hier besuchst du kleine Dörfer und lernst die Einheimischen persönlich kennen. Das ist die Art ABENTEUER, bei dem du draußen unter einem Sternenhimmel schläfst, wie du ihn zuhause niemals zu Gesicht bekommst.

Overland - Camping in Afrika klingt vielleicht nach einer großen Herausforderung, aber wenn du ein wenig Einsatz und Energie investierst, wirst du das beste und größte Abenteuer deines Lebens erleben. Wie sieht es also genau aus?

Camping

Zunächst mal solltest du wissen, dass dich diese Camping - Reisen durch einige der schönsten Landschaften der Welt führen werden. Wir übernachten praktisch immer auf offiziellen Campingplätzen, entweder innerhalb oder direkt am Rand von Nationalparks. Wir schlagen unsere Zelte in Kratern und Savannen, im Schatten gewaltiger Bäume und natürlich in der Nähe von Wildreservaten auf. Du musst nur Schlafsack und Polster mitbringen – den Rest, wie Zelte, Stühle, Esstisch usw., bekommst du von uns. Auf den meisten Campingplätzen, die wir besuchen, gibt es fließendes Wasser, Toiletten und Duschen – bei manchen auch Bars, Läden und WLAN. Das ist Camping mit Stil.

Unterwegs

Überlandreisen bringen gleichgesinnte Reisende zusammen, denen es nichts ausmacht, etwas weiter zu reisen und auf ein wenig Komfort zu verzichten, um die abgelegenen Naturschönheiten und fantastischen Tiere dieses großartigen Kontinents hautnah zu erleben. Die Trucks, in denen ihr unterwegs seid, wurden speziell dafür gebaut, eine kleine Gruppe von Reisenden durch diese fantastischen Landschaften zu kutschieren.

Diese Overland - Abenteuer - Vehikel (OAV) gibt es exklusiv auf ausgewählten Overland - Reisen in Afrika. Sie wurden speziell dafür gemacht, dich an Orte zu führen, an die du mit keinem anderen Fahrzeug hinkommst – und das auf unvergleichlich komfortable Weise. Die Trucks sind super - bequem und bieten dank der großen Fenster beste Sicht von jedem Platz aus. Die Leute sagen uns immer wieder, wie sehr sie diese Trucks lieben. Sieh sie dir hier genauer an!

Pack mit an

Eine weitere Besonderheit dieser Reisen ist, dass alle mit anpacken, wo sie können. Wir nennen das „Mitmach - Camping“. Aber keine Sorge: Das artet nicht in Schwerstarbeit aus, sondern bedeutet lediglich, dass die Reisenden vielleicht ab und zu beim Aufstellen der Zelte oder beim Kochen des Abendessens mithelfen. Jede Reise wird von zwei CEOs begleitet, von denen einer fährt und der andere für das Essen zuständig ist und dafür sorgt, dass alle eine unglaubliche Reise erleben.

Und dann ist da natürlich noch das Sahnehäubchen: Du bist in Afrika! Hier kannst du unglaubliche Erfahrungen machen, wie einen Spaziergang auf dem Tafelberg mit Ausblick über das kolossale Kapstadt. Oder bewundere den roten Sonnenuntergang über den Granitfelsen von Etosha in Namibia. Du kannst ebenso: Nach Löwen Ausschau halten. Die frische Luft am Fuße des Kilimandscharo atmen. Massai in einem kleinen Dorf in Kenia besuchen. Und dich am Sprühregen der Victoriafälle erfrischen. Ja, all das kannst du hier erleben.

Nur wenige Reisen bieten ein vergleichbares Abenteuer wie ein Overland - Camping - Trip in Afrika. Wenn du den Wunsch und den Willen mitbringst, mal etwas ganz anderes zu machen, wird diese Reise buchstäblich dein Leben verändern.

Ein Reisebericht von Jason Allen

Donnerstag, 31. August 2023

Ruanda - Wissenswertes und Überraschendes

Wir haben Ruanda nach dem Völkermord von 1994 besucht. Wenn wir mit anderen über unsere Reisepläne gesprochen haben, sorgte das für einiges Aufsehen. Oft wurden wir gefragt: „Aber was ist mit den Völkermord? Ist das nicht gefährlich?“

Von außen betrachtet, ist das eine berechtigte Frage. Bei unseren Reisen durch Länder, die von Unruhen und Gewalt erschüttert wurden, haben wir jedoch die Erfahrung gemacht, dass Gesellschaften, Menschen und Kulturen nicht statisch sind – gerade im Angesicht von entsetzlichen Ereignissen und oft als Reaktion darauf können sie sich völlig neu erfinden.

Ruanda ist so ein Land, das die Chance genutzt hat, sich nach der schwärzesten Stunde seiner Geschichte neu zu erfinden. Besucher des Landes werden eine Überraschung nach der anderen erleben – manchmal in Form kleiner Details, manchmal in Form weitreichender politischer Entscheidungen.

Hier ist ein kleiner Einblick darin, was wir auf unserer Reise in Ruanda Wissenswertes und Überraschendes entdeckt haben.

Ruanda: Die Schweiz oder das Singapur Afrikas?

Zunächst hat uns in Ruanda erstaunt, wie sauber, ruhig und organisiert alles wirkte, von den Straßen bis zu den Märkten. Nachdem wir die Wochen zuvor im chaotischen und lauten Uganda verbracht hatten, fühlte es sich an, als wären wir in die Schweiz oder das Singapur Afrikas gereist.

Das Leben in Ruanda verläuft gemächlicher und bewusster. Es gibt nicht nur Regeln, sondern diese scheinen auch tatsächlich befolgt, respektiert und durchgesetzt zu werden. Das Außergewöhnlichste war noch nicht mal, dass die Motorradtaxis in Ruanda mit zwei Helmen ausgestattet waren – einen für den Fahrer, einen für den Fahrgast –, sondern dass die Helme tatsächlich benutzt wurden, was in anderen Ländern Ostafrikas, die wir besucht haben, unvorstellbar ist.

Zugegeben, das ist ein völlig anderes Bild von Ruanda als jenes, mit dem wir in das Land gekommen sind. Diese Organisation und Ordnung überrascht die meisten, denen wir davon erzählen. Doch in unseren Gesprächen mit Ruandern und Ausländern, die hier leben, begannen wir, den Sinn dahinter zu erkennen. Denn nach dem Völkermord brauchte das Land nichts so sehr wie ein Gefühl von Sicherheit und Stabilität. Wie sollten die Menschen sonst in der Lage sein, weiterzumachen und das Land wieder aufzubauen?

Heute sind Ordnung und Organisation bestimmende Merkmale der Identität des Landes und seines Lebensgefühls im 21. Jahrhundert.

Das erste Land, das Plastiktüten verboten hat

Bevor wir in den Bus von Uganda in die ruandische Hauptstadt Kigali stiegen, warnten uns andere Reisende: „Nehmt keine Plastiktüten mit. Die nehmen sie euch an der Grenze weg.“

Wir dachten, die machen Witze.

Wir haben bereits so einige Grenzen überquert und Grenzkontrollen erlebt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass Grenzschutzbeamte dein Gepäck bei der Einreise nach Dingen wie Alkohol, Drogen und verbotenen Lebensmitteln durchsuchen. Die ruandischen Beamten konzentrierten sich dagegen auf die Jagd nach Plastiktüten. Und sie meinten es ernst.

Wenn eine Grenzbeamtin eine Plastiktüte mit einem Snack oder Schmutzwäsche in unserem Rucksack fand, forderte sie uns auf, den Inhalt herauszunehmen und ihr die Tüte zur Entsorgung zu übergeben. Das war eine ungewöhnliche Erfahrung und auch ein wenig unpraktisch, aber wir leisteten ihren Anweisungen gerne Folge, vor allem als wir begriffen, dass Ruanda diese Maßnahmen ergreift, um die von weggeworfenen Plastiktüten übersäten Landstriche zu verhindern, die es in so vielen anderen Entwicklungsländern gibt. Plastikeimer statt Plastiktüten heißt es in Ruanda.

Ruanda war 2006 das erste Land der Welt, das Plastiktüten verboten hat. Der Effekt ist augenscheinlich: Das Land und die Städte sind erstaunlich und erfreulich sauber und frei von Plasttüten. Es ist wirklich ein toller Anblick. Dieses landesweite Verbot von Plastiktüten ist etwas, das der Rest der Welt sich gerne zum Vorbild nehmen und nachmachen könnte.

Die Landessprache: Von Französisch zu Englisch über Nacht

Wenn ich in Ruanda jemanden ansprechen oder eine Frage stellen wollte, begann ich gewöhnlich mit: „Parlez - vous français? Do you speak English?“ Die älteren Bewohner Ruandas antworteten mir oft auf Französisch, die jüngeren auf Englisch. Dafür gibt es einen Grund.

Die Sprache, in der sich die meisten Ruander untereinander verständigen, heißt Kinyarwanda. Als ehemalige belgische Kolonie war Ruanda jedoch auch frankophon und Französisch war die Sprache in Bildung, Wirtschaft und Verwaltung. In den 1990er Jahren, nach dem Völkermord, kam Englisch als dritte Amtssprache hinzu, doch Französisch blieb die Sprache in Klassenzimmern und Schulen.

Doch 2008 erklärte die Regierung über Nacht Englisch zur offiziellen Schulsprache. Mit einem Federstrich wurde das gesamte Bildungssystem des Landes umgestellt, einfach so.

Was war der Grund dafür? Englisch ist wohl die universellere Geschäftssprache und Ruanda ist von englischsprachigen Nachbarländern umgeben. Eine gemeinsame Sprache fördert den Handel und Austausch in Afrika ebenso wie mit dem Rest der Welt. Zudem möchte sich das Land als Technologie - und IT - Zentrum positionieren, und in diesem Wettbewerbsumfeld ist Englisch die dominierende Sprache.

Eine Zeit lang führte das zu Sprachverwirrungen in den Schulen, da es an ausgebildeten Englischlehrern mangelte. Wir haben jedoch erlebt, dass viele junge Menschen in Ruanda Englisch schnell erlernen. Mit der Zeit wird sich das Sprachniveau im ganzen Land verbessern. Bis dahin lohnt es sich, vor der Reise die Französischkenntnisse aufzufrischen.

Ruandas monatlicher Tag der ehrenamtlichen sozialen Tätigkeit

Jeden Monat gibt es für alle Ruander einen Tag des obligatorischen Dienstes an der Gemeinschaft, der Umaganda genannt wird („Beitrag“ in Kinyarwanda). An diesem Tag kommen Menschen zusammen, um bei öffentlichen Projekten wie der Renovierung von Schulen, Straßenreinigung, öffentlichem Wohnungsbau und sonstigen gemeinschaftlichen Unternehmungen mitzuhelfen. Wer sich am Umaganda nicht beteiligt, riskiert eine Geldstrafe.

Diese Tage der sozialen Tätigkeit tragen nicht nur zu Sauberkeit und Ordnung im Land bei, sondern sollen auch Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft und allen sozioökonomischen Gruppen zusammenbringen, um gemeinsam an öffentlichen Projekten zu arbeiten. Das Ziel ist, seine Nachbarn und Vertreter des Staates besser kennenzulernen und eine Verbindung zu ihnen aufzubauen.

Stell dir mal vor, was passieren würde, wenn deine Gemeinde einen Tag der ehrenamtlichen Tätigkeit für das allgemeine Wohl einführen würde. Würde das überhaupt funktionieren?

Die jährliche Taufzeremonie für neugeborene Gorillas

Die meisten Reisenden besuchen Ruanda wegen der wilden Berggorillas im Vulkan - Nationalpark. Dies ist eine der wenigen Erfolgsgeschichten, bei denen staatliche Maßnahmen wohl tatsächlich dazu beigetragen haben, dass die Population einer vom Aussterben bedrohten Tierart sich wieder erholt hat. Seit 2003 gibt es über 26 % mehr Berggorillas, trotz der weiterhin bestehenden Herausforderungen durch Wilderer und Unruhen in der Region.

Ruanda feiert seine neugeborenen Gorillababys jedes Jahr mit einer offiziellen Taufzeremonie, die kwita izina genannt wird und in deren Rahmen ausgewählte Einheimische und ausländische Gäste allen im Vorjahr geborenen Gorillas Namen geben. Die Wurzeln dieser Zeremonie gehen darauf zurück, wie in Ruanda traditionell menschliche Babys ihren Namen erhalten haben. Und sie wurde eingeführt, um die Tiere zu ehren und die allgemeine Unterstützung für die Bemühungen zu ihrem Schutz zu demonstrieren.

Jetzt kommt die große Frage: Welchen Namen würdest du einem Gorillababy geben?

Beim Reisen geht es darum, ganz persönlich Land und Leute hinter der vielschichtigen Geschichte und Kultur deines Reiseziels kennenzulernen. In Ruanda war das nicht anders.

Ein Reisebericht von Daniel Noll und Audrey Scott

Mittwoch, 30. August 2023

Aktivitäten In Sambia - Jetzt wird‘s Wild!

Sambia, das einzige Land der Welt, dass die Olympischen Spiele unter einem Namen begonnen und unter einem Namen anderen beendet hat, ist vermutlich der Ort für Abenteuer in Afrika schlechthin. Möglichkeiten für Safaris gibt es auf dem Kontinent reichlich, aber was adrenalinreiche Aktivitäten betrifft, kann kaum etwas mit der Region um die Victoriafälle mithalten.

Klingt das nach etwas für dich? Hier stelle ich die besten Aktivitäten in Sambia vor – von gemütlich bis haarsträubend! Schnall dich an für unsere Reise von den entspannteren Aktivitäten bis zu jenen, die dir den ultimativen Adrenalinkick verpassen werden.

Gemütlich: Wandern rund um die Fälle

Mit einer Breite von 1.700 m und einer Höhe von 108 m ist es kein Wunder, dass das Rauschen der Fälle noch in über 40 km Entfernung zu hören ist. Die Victoriafälle sind schlichtweg atemberaubend. Wer sie einmal live gesehen hat, bleibt lebenslang ein Fan. Der Besuch der Fälle ist nicht besonders abenteuerlich, aber diese hinabstürzenden Wassermassen live zu erleben ist wirklich unglaublich. Rund um die Fälle herrscht ein permanenter Sprühregen, sodass Wege und Brücken selbst an trockenen Tagen nass und rutschig sind. Wenn du hier in der Region bist, musst du dir dieses Naturspektakel unbedingt ansehen. Achte nur auf richtiges Schuhwerk. Nasse Flipflops sind es nicht – glaub mir, ich spreche aus Erfahrung.

Hoch hinaus: Hubschrauberrundflug

Sambias atemberaubende Landschaft macht sich aus der Luft gesehen besonders gut. In Livingstone und Umgebung gibt es jede Menge Anbieter von Hubschrauberrundflügen, also schau vorbei und mache einen Flug über die Fälle oder wenn du Lust hast sogar eine Hubschrauber - Safari. Die Panoramafenster, die viele Helikopter heute haben, geben dir beste Sicht – allerdings solltest du besser keine Höhenangst haben.

Rasant: Rafting

Wo kommt eigentlich all das Wasser her, das die mächtigen Victoriafälle hinabstürzt? Vom ebenso mächtigen Sambesi. Wenn du Weltklasse - Rafting suchst, bist du hier genau richtig. Nicht umsonst listet National Geographic diesen Abschnitt des Flusses als Nummer 10 auf seiner Liste der besten Stromschnellen. Wenn der Sambesi zwischen Mitte Februar und Ende Juni Hochwasser führt, haben fast die Hälfte der Stromschnellen die Klasse 5. Einige der Touren hier bieten die perfekte Kombination von Weltklasse - Rafting und atemberaubender Tierwelt. Wenn du nicht gerade wie wild am Paddeln bist, kannst du vielleicht einige von Sambias tierischen Bewohnern beim Chillen am Flussufer beobachten.

Besonders heftig: Bungee - Jumping

Schau: Du weißt, worum es geht, und ob du es dir zutraust oder nicht. Wenn ja, dann ist Sambia genau der richtige Ort, um deine Ängste zu überwinden und dich fallen zu lassen. Buchstäblich. Eine Besonderheit hier ist, dass du von der Brücke zwischen Sambia und Simbabwe springst und entsprechend deinen Reisepass dabei haben musst, damit du die „Grenzzone“ betreten kannst. Die Grenzposten haben übrigens Verständnis dafür, wenn du vor dem großen Moment nicht besonders gesprächig bist! Der Fall dauert ca. vier Sekunden und wenn du es schaffst, dabei tatsächlich auch noch die Aussicht zu genießen, bist du eine Million Mal cooler als ich.

Ein Reisebericht von Phil Wild

Dienstag, 29. August 2023

Kilimandscharo Besteigung - Erwartung vs. Realität

Alle in unserer Gruppe hatten sich Gedanken darüber gemacht, wie es auf dem Kilimandscharo wohl sein würde. Als wir zusammensaßen, ließen wir unsere Erwartungen an unsere Expedition Revue passieren. Wie man sich vorstellen kann, haben sich die Reisenden ganz unterschiedlich intensiv vorab über die Wanderung informiert: Es gab „Einser - Schüler“, die fleißig Reiseführer und Reiseblogs studiert haben, aber auch Leute, die über das bevorstehende Abenteuer nur dann nachgedacht haben, wenn sie die nötige Ausrüstung kauften. Es war jedoch klar, dass wir alle gewisse Vorstellungen davon hatten, wie es auf dem Berg sein würde. Und während manche dieser Erwartungen sich erfüllt haben, war die Wirklichkeit oft (erfreulicherweise) ganz anders.

Die Truppe

Erwartungen: Es wird zwei Guides und ein paar Träger geben. 

Realität: Wir waren 38 Leute.

Ich wusste, dass uns ein Team unterstützen würde, aber ich hatte keine Ahnung, wie viel Ausrüstung mitgeschleppt werden musste. Das normale Verhältnis zwischen Trägern und Wanderern ist hier 3:1 – das heißt, unsere Gruppe von 11 Wanderern hatte ein Begleit - Team von fünf Guides und 33 Trägern. Wir waren definitiv eine bunte Truppe mit einem dynamischen Spirit.

Das Essen

Erwartungen: Nach dem ersten Tag wird's notgedrungen vegetarisch. 

Realität: Wir haben fast jeden Tag Hähnchenkeule genossen.

Die Leute sagen, ich wäre ein Foodie, aber wenn ich wandern gehe, denke ich kaum darüber nach, was mich kulinarisch erwartet. Ich weiß, dass das Essen in der Reise inbegriffen ist und denke nicht weiter darüber nach.

Das Essen am Berg war himmlisch. Die Mahlzeiten wurden mit großer Sorgfalt speziell für die Wanderer zusammengestellt. Zum Frühstück gab es Eier, Hirsebrei, Wurst und Toast. Ein typisches Mittagessen bestand aus einer gebratenen Hähnchenkeule mit einem harten Ei, dem unvergesslichen „Fleisch im Schlafrock“, Obst und einem Keks oder Kuchen. Ab und zu gab es unterwegs auch einen traditionellen Eintopf aus Rindfleisch, Kartoffeln und Wurzelgemüse, der Matoke genannt wird.

Das Musik

Erwartungen: In Tansania hört man Bongo Flava. 

Realität: In Tansania lieben sie Céline Dion.

Ich habe erwartet, dass die Musik lokaler Künstler unser Soundtrack in Tansania sein würde. Nie hätte ich mir träumen lassen, dass mich die Stimme von Kanadas beliebtestem Exportschlager den Berg hinauf begleiten würde. Ich wünschte, ich würde Witze machen, aber Songs wie The Power of Love oder Because You Loved Me wurden während unserer Wanderung buchstäblich auf und ab gespielt.

Die Ausrüstung

Erwartungen: Wir werden Frisbee spielen. 

Realität: Wir haben nie Frisbee gespielt.

Ich habe einmal gelesen, dass jeder Wanderer mindestens einen nutzlosen Gegenstand mit sich herumschleppt – was meiner Meinung nach auch eine ziemlich gute Analogie auf das Leben an sich ist. Auf dem Kilimandscharo betrug das Höchstgewicht pro Träger ca. 30 Pfund. Belaste das Team nicht unnötig mit sinnlosem Gepäck. Packe clever. Hier sind fünf Dinge, die du berücksichtigen solltest:

Tropfen sind für die Wasserreinigung praktischer als Tabletten.

Zusätzliche Schnellverschlussbeutel werden immer gebraucht.

Reinigungstücher für den Körper können nach einer siebenstündigen Wanderung in der Sonne in großer Höhe der reinste Luxus sein.

Wirst du den Hardcover - Roman wirklich auf dem Berg lesen?

Nimm Extrasocken mit – deine Füße werden es dir danken.

Erwartungen: Eine Wasserflasche wird unterwegs praktisch sein. 

Realität: Eine Flasche mit heißem Wasser ist in kühlen Nächten unbezahlbar.

Zusätzlich zur Wasserflasche auch eine Trinkblase mitzunehmen war eine wirklich gute Idee. Die Trinkblase ermöglichte es, schnell und bequem einen Schluck zu trinken, wenn ich Flüssigkeit brauchte, und die Wasserflasche war ideal für entspannte, längere Züge. Wir haben schnell entdeckt, dass wir unsere Wasserflaschen zu effektiven Wärmflaschen für unsere Schlafsäcke umfunktionieren können, wenn wir sie abends mit heißem Wasser füllen. Außerdem tat in kühlen Nächten ein Schluck heißes Wasser richtig gut.

Der Aufstieg auf den Gipfel

Erwartungen: Es wird kalt werden.

Realität: Mein Wasser war nach 45 Minuten gefroren.

Als ich bemerkte, dass das Wasser im Schlauch meiner Trinkblase gefroren war, fiel mir der alte Spruch meiner Mutter wieder ein: „Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Ausrüstung“. Es war 1 Uhr früh. Vor 45 Minuten hatten wir den letzten Abschnitt des Aufstiegs begonnen. Hätte ich daran denken sollen, eine isolierte Wasserflasche mitzubringen? Wahrscheinlich.

Die Vorbereitung

Erwartungen: Ich bin jung und habe schon einige mehrtägige Wanderungen gemacht. Ich muss nicht extra trainieren. 

Realität: Kilimandscharo ist ein echter Test für deinen Kreislauf.

Alle, die den Kilimandscharo besteigen wollen, sollten trainieren, damit sie es nicht nur auf den Gipfel schaffen, sondern die Wanderung auch genießen können. Die für den erfolgreichen Gipfelsturm nötige Kraft und Ausdauer holst du dir nicht, indem du nur /über den Aufstieg sinnierst. Unsere Guides haben erzählt, dass selbst sie noch trainieren. Ob Krafttraining oder Langstreckenläufe, alle haben irgendein Trainingsprogramm, um sich für den Berg fit zu halten.

Das Motto

Erwartungen: Du schaffst es!

Realität: Ushindi daima!

Ich habe beim Wandern meist irgendwelche inspirierenden Worte im Hinterkopf – eine kleine Weisheit oder zwei, die mir helfen, mich zu überwinden. Ich hatte erwartet, dass ich mich auf dem Kili selbst motivieren müsste. Doch auf dieser Wanderung spornen dich die Guides und Träger jeden Tag mit den Worten ushindi daima an – übersetzt „ein Sieg für die Ewigkeit“. Was für ein schöner Gedanke, um dir zu helfen, den Aufstieg zu schaffen. Dieses Motto hat mich zum Gipfel des Kilimandscharo getragen.

Ein Reisebericht von Stephanie Lipton

Montag, 28. August 2023

Kilimandscharo - Vorbereitung - Fünf Essenzielle Tipps für Gipfelstürmer

Ich könnte sagen die beste Philosophie, um eine Wanderung auf den Kilimandscharo zu genießen, ist die alte Weisheit „Der Weg ist das Ziel.“ Aber das wäre gelogen. Wenn du einen Aufstieg auf den Kilimandscharo gebucht hast, dann ist das Wichtigste, dein Ziel zu erreichen: Den Uhuru Peak. Es ist durchaus möglich, den Kilimandscharo ohne Vorbereitung zu besteigen, und leider tun Leute das jeden Tag (und beklagen dann jede Minute davon). Dein Urlaub ist jedoch viel zu kostbar, um dir einfach einen Rucksack umzuschnallen und das Beste zu hoffen. Der Kilimandscharo ist ein so wunderbarer Ort, du solltest deine Zeit dort nicht mit Schmerzen oder Beschwerden vergeuden. Um sicherzustellen, dass du den Aufstieg deines Lebens auch voll genießen kannst, solltest du dich einige Wochen darauf vorbereiten. Du, deine Guides und die anderen in deiner Gruppe werden dir dafür dankbar sein. Ich habe den Gipfel erreicht und hier sind meine Top 5 Tipps für die Kilimandscharo - Vorbereitung.

1. Immer mit der Ruhe

Die Swahili sagen pole pole („langsam, langsam“), dies ist das Mantra am Kilimandscharo. Bei jedem Schritt wird dich dein Guide ermutigen und daran erinnern, pole pole zu laufen. Es lohnt sich, die tansanische Definition des langsamen Gehens vor der Reise zu trainieren, um Krämpfe und Frustration in den ersten Tagen des Aufstiegs zu vermeiden. Auf dem Berg entspricht „langsam“ einem Schritt pro Sekunde – ein Mississippi, Schritt, zwei Mississippi, Schritt. In den Straßen oder Parks einer hektischen Stadt wirkst du so vielleicht wie ein Verrückter, der in Zeitlupe zu gehen versucht, aber dies zu trainieren ist essenziell und du solltest es auf jeden Fall machen. In der Theorie mag pole pole zu laufen einfach klingen, aber du wirst überrascht sein, wie viel Übung und körperliche und geistige Disziplin nötig sind, um entspannt in diesem Tempo zu gehen. Ich sollte auch erwähnen, dass pole pole noch viel mehr Bedeutungen hat als nur die empfohlene Gehgeschwindigkeit: Es steht für Achtsamkeit, Beherrschung und Bewusstsein. Schließlich laufen wir langsam, weil wir so die Schönheit der Landschaft und die mit gleichmäßigen rhythmischen Bewegungen einhergehende Freiheit richtig genießen können.

2. Richtig Luft holen

Das Atmen am Kilimandscharo ist alles anderes als trivial. Tiefe, kontrollierte Atemzüge sind die Grundlage für den Erfolg. Fünf bis sechs Sekunden langes Einatmen durch die Nase und ebensolanges Ausatmen ist während des Aufstiegs ein Muss und wird auch in den Tagen davor empfohlen. Fünf Minuten Atemübungen am Tag (egal ob stehend oder liegend) vor der Wanderung machen einen Riesenunterschied. Flache Atemzüge, die in geringerer Höhe okay sind, versorgen das Herz - Kreislauf - System nicht mit ausreichend Sauerstoff. Die weitverbreitete Mundatmung führt zu unzureichenden Atemzügen und dazu, dass du Luft schluckst, anstatt sie einzuatmen. (Außerdem ist es wirklich unattraktiv, aber das ist hier nicht der Punkt.) Tiefe Zwerchfellatmung versorgt den Körper mit reichlich Sauerstoff und senkt die Herzfrequenz. Auf dem Kilimandscharo gilt das Motto „pole pole“ nicht nur für deine Schritte, sondern auch für deine Atmung. Alle, die regelmäßig Yoga praktizieren, werden mit dieser konstanten und kontrollierten Atmung bereits vertraut sein und entsprechend reichlich Praxis für den Aufstieg haben.

3. Cardio, cardio, cardio

Ja, das ist eine weitere Anpreisung von Cardio - Training. Laufen, Radfahren, Schwimmen, oder welchen Sport du auch sonst gerne machst – wenn es die Herzfrequenz in Schwung bringt, solltest du es tun. Wegen des geringeren Sauerstoffgehalts ist die Besteigung des Kilimandscharo mit einem mehrtägigen Cardio - Training vergleichbar. Daher gilt: Ein gutes Herz = ein guter Aufstieg. Die Höhenlage alleine ist bereits eine Belastung für das Herz - Kreislauf - System, doch je mehr du es vorher trainiert hast, desto weniger wirst du die Belastung spüren. Und keine Sorge, deine Gesundheit wird genau beobachtet: Jeden Abend messen die Guides Puls und Sauerstoffsättigung. Wer eine gefährlich hohe oder niedrige Herzfrequenz hat, wird sofort in niedrigere Lagen gebracht.

4. Sixpack trainieren

Mache Unterarmstütze (Planks), Bergstellung (Yoga), Sit - ups – alles, was wehtut, aber deine Bauchmuskulatur stärkt. Warum? Eine gute Körperhaltung erlaubt tiefere Atemzüge und bessere Muskelkontrolle für langsame, gleichmäßige Schritte und verringert die Gefahr von Rücken - und Schulterschmerzen. Gehe aufrecht und mit stolzgeschwellter Brust.

5. Rüste dich aus.

Gute Vorbereitung führt zu Erfolg. Langsame Aufstiege mit all deiner Ausrüstung zu üben mag wie ein überflüssiger Tipp klingen, weil es so offensichtlich ist, aber leider werden die selbstverständlichsten Dinge oft genug nicht gemacht. Überprüfe deine Packliste bereits ein paar Monate vor deiner Wanderung, damit du genug Zeit hast, um alles Notwendige zu besorgen. Ein Abenteuer wie der Aufstieg auf den Kilimandscharo ist eine ausgezeichnete Gelegenheit, um neues Zeug zu kaufen. Allerdings solltest du dich vor dem ersten Tag deiner Wanderung mit deiner neuen Ausrüstung vertraut gemacht haben. Hast du alles beisammen? Toll. Packe einen Tagesrucksack, wie du es für einen Tag am Kilimandscharo tun würdest, und marschiere pole pole ein paar Berge hoch. Wenn du mit Stöcken wanderst (Bravo! Ich bin eine begeisterte Anhängerin von Wanderstöcken), solltest du verschiedene Techniken ausprobieren, um deinen bevorzugten Bergauf - Stil zu finden. Das Letzte, was du bei einem schwierigen Aufstieg in einem ungewohnten Klima und einer fremden Kultur tun willst, ist, dich mit neuer oder selten verwendeter Ausrüstung herumzuplagen.

Ein Reisebericht von Stephanie Lipton

Sonntag, 27. August 2023

Die Top 5 meiner Erlebnisse in Äthiopien

Äthiopien war nicht so, wie ich es erwartet hatte. Daran angelehnt, was ich in den Nachrichten über dieses nordafrikanische Land gesehen hatte, hatte ich mir weite, dürre Landschaften und unterernährte Kinder mit aufgeblähten Bäuchen vorgestellt. Äthiopien war ganz im Gegenteil aber grün, die Vegetation üppig und die Kinder strotzten vor Energie und Neugierde. Die Kultur ist tief in einer langen Geschichte verwurzelt, und ich stellte fest, dass es so viel mehr zu entdecken gab, als ich mir hätte ausmalen können. Hier folgen die Top 5 meiner Erlebnisse in Äthiopien:

1. “Lucy”

Fangen wir einmal am Anfang an – möglicherweise am Beginn der Menschheitsgeschichte. Im äthiopischen Nationalmuseum in Addis Abeba haben wir bei „Lucy“ vorbeigeschaut, die mit einem Alter von 3,5 Millionen Jahren das älteste Hominiden - Skelett ist, das jemals gefunden wurde. Ihre zerbrechlichen Knochen zu sehen machte uns bewusst, dass wir uns in einem der ältesten Länder der Menschheitsgeschichte befanden.

2. Die Kirchen von Lalibela

In der Stadt Lalibela wanderten wir über die schmalen Pfade von einer Felsenkirche zur nächsten durch die Schlucht. Insgesamt gibt es 11 Kirchen, die im 12. und 13. Jahrhundert errichtet wurden. Einige von ihnen wurden in den Fels hineingemeißelt, der die Wände oder das Dach der Kirche bildet. Andere wurden vollkommen herausgehauen, sodass alle vier Wände vom Fels getrennt sind. Jede von ihnen ruft aber Bewunderung für die Leistung einer Gesellschaft hervor, die mit weitaus weniger entwickelten Werkzeugen arbeitete, als wir sie heute haben.

3. Das Essen

Die traditionelle äthiopische Küche ist für manche gewöhnungsbedürftig, andere kommen gleich auf den Geschmack. Die typischsten Gerichte sind verschiedene vegetarische oder Fleischeintöpfe, die auf Injera serviert werden, einem weichen gesäuerten Brot, das ein bisschen an Pfannkuchen erinnert. Injera liebt man oder hasst man. Ein Reiseführer hat es mit einem feuchten Geschirrtuch verglichen. Aber was auch immer du von Injera halten magst, die unglaublich aromatischen Rindfleisch -, Linsen -, Okra - und Kichererbsencurrys sind unbestritten lecker. Für diejenigen, die beim Essen nicht so experimentierfreudig sind, ist es vielleicht eine angenehme Überraschung, dass als Folge der italienischen Besetzung Äthiopiens während des Zweiten Weltkriegs auf den meisten Speisekarten auch Pastagerichte zu finden sind.

4. Das Sämen - Gebirge

Die Sämen - Bergkette im Norden von Äthiopien – die zum UNESCO - Weltnaturerbe gehört – ist ein Paradies für Wanderer. Die Berge, der höchste von ihnen 4550m hoch, ermöglichten uns spektakuläre Ausblicke auf grüne Plateaus und Wasserfälle. Die Dscheladas oder Blutbrustpaviane, unsere charmanten Gastgeber im Park, grasten ruhig weiter, als wir mit nur ein paar Metern Abstand an ihnen vorbeigingen. Wir hatten auch das Glück, den wendigen Steinbock zu Gesicht zu bekommen, der an einer gefährlich steilen Felswand stand, und wir hörten den schwer zu entdeckenden Äthiopischen Wolf, sahen ihn aber nicht.

5. Kaffee

Äthiopischer Kaffee ist weltweit für seine Qualität bekannt. Wo könnte man also besser eine Tasse frisch gebrühten Kaffee trinken als in Äthiopien selbst? Jeden Morgen bin ich mit einer Tasse starkem, kräftigem Kaffee gut in den Tag gestartet, und nachmittags habe ich mir oft einen vollmundig-cremigen Cappuccino gegönnt.

Ein Reisebericht von Kathy Meresz

Freitag, 25. August 2023

Fünf durch und durch südafrikanische Erfahrungen

Es gibt einige Erfahrungen, die man überall machen kann – am Strand sitzen, an einer Seilrutsche entlangflitzen, und so weiter. Einige Erfahrungen kann man jedoch nur an bestimmten Orten sammeln, und Südafrika ist da keine Ausnahme.

1) Eine Fahrt mit dem Blue Train von Kapstadt nach Johannesburg

Das wahrscheinlich ultimativste Luxus - Erlebnis, das man in Südafrika haben kann, ist der Blue Train. Dieser Zug verkehrt über Nacht von Kapstadt nach Johannesburg und ist wahrscheinlich das luxuriöseste Verkehrsmittel auf dem gesamten Kontinent. Hier kannst du auf edlem Porzellangeschirr dinieren, in einem Schlafwagen übernachten und am nächsten Tag in einer neuen Stadt aufwachen.

2) Mit Haien tauchen

Weiße Haie sind seit der Veröffentlichung des Films „Der weiße Hai“ ein Schreckgespenst für die Menschheit. Obwohl es durch sie weniger Todesopfer als durch Blitzeinschläge gibt, ist die Angst vor Haien in den meisten Menschen tief verwurzelt. In Südafrika kannst du in einen Käfig steigen und eine Erfahrung aus nächster Nähe mit einem der größten Raubtiere der Welt machen. Ich habe es getan und war nur einen Meter vom offenen Maul eines Weißen Hais entfernt!

3) Auf Fotosafari gehen

Was seine prächtige Mega - Fauna angeht, so ist Afrika zweifellos der Mittelpunkt der Welt. Hier kannst du einige der größten und bekanntesten Tiere der Welt bestaunen. Löwen, Elefanten, Wasserbüffel und Nashörner sind einige der Big Five, die die meisten Leute auf einer Fotosafari sehen werden, aber es gibt auch noch viele andere Tiere, darunter viele Arten von Antilopen, Giraffen und Zebras.

4) Das „Big Hole“ besuchen

Südafrika ist die Welthauptstadt des Diamantenbergbaus. Was heute ein Industriebetrieb ist, begann im 19. Jahrhundert mit Goldsuchern, die mit Spitzhacken und Schaufeln gruben. Die Zeugnisse ihrer schweren manuellen Arbeit sind in der Stadt Kimberly zu sehen, dem Hauptsitz des DeBeers Diamantenkartells und Heimat der weltweit größten handgegrabenen Grube: Das Big Hole. Ein großes Loch im Boden ist überraschend faszinierend, und während du im Big Hole bist, kannst du zudem etwas über die Geschichte des Diamantenbergbaus in Südafrika erfahren.

5) Ein Township besuchen

Townships, die ursprünglich eine Folge der Apartheid waren, entstanden, da es schwarzen Südafrikanern nicht erlaubt war, in Städten zu leben. Im Laufe der Zeit haben sie sich zu eigenständigen Städten mit ihrer ganz eigenen Kultur und Atmosphäre entwickelt. Auf meiner diesjährigen Fotoreise werde ich das Township Soweto außerhalb von Johannesburg besuchen, um die Menschen zu treffen und die Geschichte von Soweto kennenzulernen.

Ein Reisebericht von Gary Arndt


Dienstag, 22. August 2023

Kilimandscharo - Bilder von jedem Tag der Besteigung - Eine Bildergalerie

Wenn man den Kilimandscharo besteigt, ist es natürlich das Ziel, zum Gipfel zu kommen. Vor allem auch dort zu sein, wenn die Sonne über den Gletschern und Tansanias Ebenen aufgeht, was du auch auf unseren Kilimandscharo - Bildern siehst.

Aber wie verläuft die Reise zum Gipfel? Was sieht und fühlt man dabei? Um diese Frage zu beantworten, zeigen wir dir hier Kilimandscharo - Bilder von der Marangu - Route in einer tagebuchartigen Bildergalerie vom Ausgangspunkt bis zum Uhuru Peak, dem Gipfel des Kilimandscharo.

Über die Marangu - Route Die fünftägige Marangu - Route trägt den Spitznamen „Coca - Cola - Route“, weil es die einzige Kilimandscharo - Route ist, auf der man wählen kann, ob man in Hütten schlafen möchte, statt zu campen. Diese Route ist auch die schnellste: Vom Betreten des Parks bis zum Gipfel braucht man weniger als 70 Stunden. Das bedeutet, es ist hier noch wichtiger als auf anderen Routen, langsam zu gehen, sehr viel Wasser zu trinken und Akklimatisierungsspaziergänge zu machen. Auf anderen Routen hast du mehr Zeit, dich an die Höhe und ihre Auswirkungen auf deinen Körper zu gewöhnen. Vor der Wanderung hatten wir gehört, die Marangu - Route sei langweilig, was die Landschaft betrifft. Wie du auf unseren Kilimandscharo - Bildern sehen kannst, ist sie aber sowohl schön als auch abwechslungsreich, was uns jeden Tag aufs Neue positiv überraschte. Abgesehen von einem herausfordernden letzten Aufstieg war die Geschwindigkeit in Ordnung. Damit du dir vorstellen kannst, wie schnell wir den Kilimandscharo bestiegen haben, haben wir jeden Tag aufgeschrieben, wie weit wir gewandert sind und wie viele Höhenmeter die Etappe umfasst hat.

Tag 1: Marangu Gate zu Mandara Hut:
Beginn: Marangu Gate 1.840m Ende: Mandara Hut 2.720m Höhenmeter: 880m Distanz: 8km

Die Wanderung beginnt wie ein Spaziergang im Park. Sehr leicht. Fast schon zu leicht. Dünnes Moos hängt von den Bäumen, Wasserfälle rauschen in der Ferne. Roter Lehm und Wald: Das ist eine der schönsten Kombinationen von Komplementärfarben in der Natur, wie du auch auf unseren Kilimandscharo - Bildern sehen kannst. Obwohl diese Etappe leicht ist, solltest du nicht vergessen, pole pole (langsam, langsam) zu gehen, um deinen Körper zu schonen und Energie für härtere Abschnitte aufzusparen.

Tag 2: Mandara Hut zur Horombo Hut
Beginn: Mandara Hut 2.720m Ende: Horombo Hut 3.720m Höhenmeter: 1.000m Distanz: 12 km

Die Landschaft verändert sich; Weiden und Regenwälder weichen Sträuchern, Heide und Moorland. Das Land wird strukturierter, perfekt zum Wandern. Gipfel tauchen auf. Zuerst der Mawenzi Peak und dann der schneebedeckte Uhuru Peak in der Ferne. Das Ziel unserer Wanderung ist in Sichtweite. Auf dem Bild in unserer Kilimandscharo - Bildergalerie sieht es nicht mehr so weit aus, oder?

Tag 3: Horombo Hut zur Kibo Hut
Beginn: Horombo Hut 3.720m Ende: Kibo Hut 4.703m Höhenmeter: 983m Distanz: 12km

Als wir die Horombo Hut verlassen, führt uns der Weg durch eine Graslandschaft, die mit Dendrosenecio kilimanjari bedeckt ist, den unverkennbar geformten Bäumen, die typisch für die Gegend sind und die du auch auf unseren Kilimandscharo - Bildern sehen kannst. Immer wieder kommen der Gipfel und die Gletscher in Sicht, was uns daran erinnert, wie weit wir gekommen sind... und wie weit wir noch gehen müssen.

Wie du in unserer Kilimandscharo - Bildergalerie siehst, wird die Wanderung nach dem Mittagessen langweiliger und monotoner. Um uns herum ist alles karg und braun, und der Weg scheint endlos. Wir fangen an, zu singen und Spiele zu spielen, um die Zeit bis zur Kibo Hut herumzubringen.

Tag 4: Kibo Hut zum Gipfel zur Horombo Hut
Aufstieg: Kibo Hut 4.703m zum Uhuru Peak 5.895m (über Gilman Point und Stella Point) Höhenmeter bis zum Gipfel (Uhuru Peak): 1.192m Distanz: 10km Abstieg: Uhuru Peak zur Horombo Hut: 2.175m Distanz: 22km

(Ja, du hast richtig gerechnet – wir sind an einem Tag insgesamt 32 km gewandert!) Um 23:00 Uhr werden wir nach ein paar Stunden nicht sehr erholsamem Schlaf in der Höhe geweckt. Unsere Guides begrüßen uns mit Schüsseln wässrigem Porridge. Das Ziel: so viel wie möglich zu essen, um Energie für das zu tanken, was kommt.

Wir gehen los und stapfen über Geröllserpentinen. Du siehst die Stirnlampen der Menschen, die vor dir den Berg hochwandern. Es ist gleichzeitig ermunternd und entmutigend. „Pole, pole“, erinnern unsere Guides uns ständig. So geht es fünf oder sechs Stunden lang weiter, bis wir Gilman Point erreichen (5.681m), was schon eine Leistung ist. Hier machen wir auf dem Weg zum Uhuru Peak eine Rast.

Nach weiteren 90 Minuten erreichen wir Stella Point (5.730m), und die Sonne zeichnet sich am Horizont über den Wolken ab. Hier kannst du das erste Mal einen Blick auf die Gletscher werfen, wenn sie im Morgenlicht leuchten, wie du auch auf unseren Kilimandscharo - Bildern sehen kannst.

Dann endlich der Gipfel, Uhuru Peak (5.895m). Die Erschöpfung ist vergessen und Adrenalin gewinnt die Oberhand. Vor einem Holzschild für ein Foto zu posieren hat sich noch nie so befriedigend angefühlt. Auch dieses Bild durfte in unserer Kilimandscharo - Bildergalerie nicht fehlen.

Die Aussicht ist noch beeindruckender, als wir sie uns vorgestellt haben. Es ist allerdings gefährlich, zu lange auf dem Gipfel zu bleiben, weil das Wetter schnell umschlagen kann. Daher raten unsere Guides uns, mit dem Abstieg zu beginnen. Das Ziel ist es, so schnell wie möglich zur Kibo Hut zurückzukehren. Deshalb „schlittern“ wir auf dem Geröll hinter Gilman Point hinunter. Nach einem ausgiebigen Frühstück und einer kurzen Pause machen wir uns auf den Weg zur Horombo Hut, wo wir ein letztes Mal übernachten. Und atmen.

Tag 5: Horombo Hut zum Marangu Gate
Beginn: Horombo Hut 3720m/12,204ft Ende: Marangu Gate 1840m Negative Höhenmeter: 1,880m/6170ft Distanz: 20 km/12.5mi

Der Abstieg ist lang, also gehen wir früh los. Wir fühlen uns alle ganz gut. Wir sind nicht so oft aufgewacht, weil wir auf die Toilette mussten. Wir haben geschlafen. Langsam kommt auch der Appetit zurück. Beim Wandern genießen wir das Licht und die Wolken am frühen Morgen. Diese Gegend sehen wir nun zum zweiten Mal, aber diesmal sieht sie anders aus. Sie liegt im Schatten des Gipfels – eines Ortes, von dem wir sagen können: „Da waren wir schon.“

Ein Reisebericht von Daniel Noll und Audrey Scott

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