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Montag, 27. Juli 2026

Zypern - Orient trifft Okzident - Zypern total

Zypern - Wo Geschichte auf Postkartenmotive trifft! Eine Reise, die die Seele berührt
Stellen Sie sich vor: die warme Mittelmeersonne auf Ihrer Haut, der Duft von wilden Kräutern in der Luft und um Sie herum eine Landschaft, die Geschichten aus tausenden von Jahren erzählt. Genau das habe ich auf meiner unglaublichen Reise nach Zypern erlebt, und ich kann Ihnen versichern: Dieses kleine Juwel im Mittelmeer wird Sie verzaubern!

Ich erinnere mich noch gut, wie ich nach einem angenehmen Flug in Larnaca landete und die Spannung auf das, was vor mir lag, in mir aufstieg. Schon die Fahrt in den faszinierenden Norden der Insel, hinauf nach Girne, war wie ein Eintauchen in eine andere Welt. Die Ankunft in dieser charmanten Küstenstadt, mit ihrem malerischen Hafen, war wie ein erster Kuss des Mittelmeers.

Die Tage vergingen wie im Flug, jeder einzelne gefüllt mit neuen Eindrücken und unvergesslichen Momenten. Ich stand ehrfürchtig vor den gotischen Bögen des Klosters von Bellapais, das sich wie ein verwunschenes Schloss in die Hügel schmiegt. Auch wenn die Zeiten sich geändert haben, spürt man hier noch die Aura der Kreuzritter, ein faszinierender Kontrast zur muslimischen Umgebung. Die anschließende Erkundung von Girne, mit seiner mächtigen Zitadelle und den verwinkelten Gassen, die sich bis zum lebhaften Hafen schlängeln, war wie ein Spaziergang durch die Zeit.

Doch die wahren Schätze Zyperns offenbarten sich oft dort, wo man sie am wenigsten vermutet. Eine Wanderung durch das Besparmak (Fünf-Finger)-Gebirge führte mich auf verschlungenen Pfaden zu vergessenen Waldklöstern. Die stillen Reste des Klosters Plataniotissa und das von armenischen Christen verlassene Sourp Magar strahlten eine ganz besondere, melancholische Schönheit aus. Man konnte sich fast vorstellen, wie die Mönche hier einst ihr beschauliches Leben führten.

Und dann die Burgen! Eine Wanderung zum märchenhaften Bergdorf Karaman, das zu den schönsten Nordzyperns zählt, war der Auftakt zu einem Aufstieg, der sich mehr als gelohnt hat. Die Burg Hilarion, majestätisch auf einem Felsvorsprung thronend, entpuppte sich als ein wahres architektonisches Meisterwerk. Ich erkundete ihre verschiedenen Ebenen, von der Vorburg bis zur Oberburg, und genoss die atemberaubenden Panoramablicke, die sich mir von dort oben boten. Man fühlt sich wie ein König, der über sein Reich wacht.

Manchmal sehnte ich mich nach purer Entspannung, und die bot sich auf vielfältige Weise. Ein Schiffsausflug mit Bade- und Schnorchelmöglichkeit im türkisblauen Meer war Balsam für die Seele. Wer lieber aktiv sein wollte, hatte die Wahl zwischen Wanderungen zu weiteren faszinierenden Burgen oder Ausflügen zu abgelegenen Stauseen und charmanten maronitischen Dörfern.

Der Osten der Insel lockte mit den beeindruckenden Ruinen des antiken Salamis, einer Ausgrabungsstätte, die direkt an langen Sandstränden liegt. Hier spürt man das pulsierende Leben der römischen Zeit, wenn man durch das Gymnasium mit seinen Säulengängen oder das gut erhaltene Theater wandelt. Ein Besuch der Lala-Mustafa-Paşa-Moschee in Famagusta, einer ehemaligen gotischen Kathedrale, war ein weiterer bewegender Moment, der die wechselvolle Geschichte der Insel eindrucksvoll widerspiegelte.

Besonders magisch waren die Wanderungen auf den Kämmen des Besparmak-Gebirges. Kurz vor dem verlassenen Kloster Antiphonitis, das hoch über dem Meer thront, begann ein Weg, der mich zu unglaublichen Ausblicken über die waldreiche Landschaft führte. Jeder Schritt wurde mit einer neuen, atemberaubenden Perspektive belohnt – ein wahres Paradies für Naturliebhaber und Fotografen.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der Besuch der geteilten Hauptstadt Nicosia. Die Atmosphäre in den unterschiedlichen Stadtvierteln ist faszinierend. Der orientalisch geprägte Nordteil mit seinem quirligen Basar und der renovierten Karawanserei steht im spannenden Kontrast zur gepflegten Altstadt und den bedeutenden Museen im Süden. Die Möglichkeit, diese einzigartige Stadt zu Fuß zu erkunden und die kulturellen Unterschiede hautnah zu erleben, war unvergesslich.

Anschließend ging die Reise weiter zur idyllischen Akamas-Halbinsel im Süden Zyperns. Hier fand ich meinen perfekten Rückzugsort. Die Zeit zur freien Verfügung nutzte ich, um durch die hoteleigenen Gemüse- und Kräutergärten zu schlendern, die duftenden Orangenplantagen zu erkunden und die Seele am weitläufigen Strand baumeln zu lassen.

Das westliche Troodos-Gebirge zog mich mit seinen malerischen Bergdörfern in seinen Bann. In Pano Panagia, dem Geburtsort von Erzbischof Makarios, begann eine Wanderung durch Mandelhaine und Weinberge, die mit einem phänomenalen Ausblick über die gesamte Berglandschaft belohnt wurde. Der Abstieg zum Kloster Chrysorogiatissa mit seiner wunderschönen Kirche und dem bezaubernden Kreuzgang fühlte sich an wie eine Reise in die Vergangenheit.

Die antiken Schätze von Paphos waren ein weiteres Highlight. Die Königsgräber, beeindruckende unterirdische Kammern, und der Archäologische Park mit seinen gut erhaltenen Villenmosaiken, die Geschichten aus der griechischen Mythologie erzählen, ließen mich staunen. Die Vorstellung, wie die Menschen hier vor Jahrhunderten lebten, war faszinierend.

Die Akamas-Halbinsel selbst ist ein Naturwunder. Auf dem Aphrodite Trail wanderte ich durch Wälder und entlang von Steilküsten zu kleinen Buchten, bis ich schließlich eine Grotte erreichte. Hier, so erzählt die Legende, bewahrte die Göttin Aphrodite ihre ewige Jugend. Man kann sich gut vorstellen, wie diese göttliche Gestalt hier gewandelt ist.

Und natürlich durfte ein Besuch der heiligen Stätten Zyperns nicht fehlen. Das einst bedeutende Heiligtum des Aphrodite-Kults, obwohl heute nur noch in Teilen erhalten, strahlt eine tiefe spirituelle Energie aus. Die Fahrt durch britisches Hoheitsgebiet zum Apollo-Tempel und weiter zur antiken Ausgrabungsstätte Kourion war ein weiterer Streifzug durch die reiche Geschichte der Insel. Die Ruinen oberhalb des Meeres, mit ihren Villen, Badeanlagen und dem restaurierten Theater, sind schlichtweg atemberaubend. Ein entspannter Moment an einem schönen Sandstrand unterhalb der Akropolis mit der Möglichkeit zum Baden und Mittagessen rundete diesen Tag ab. Der leichte Spaziergang nach Pétra tou Romioú, wo Aphrodite dem Meer entstieg, fühlte sich an wie eine Krönung dieser mythologischen Reise.

Der letzte Tag bot nochmals die Gelegenheit, die Sonne und das Meer zu genießen, bevor die Rückreise anstand. Die Fahrt zurück nach Larnaca war erfüllt von den vielen Bildern und Erinnerungen dieser außergewöhnlichen Reise.

Zypern ist mehr als nur ein Reiseziel – es ist eine Erfahrung, die alle Sinne berührt. Es ist ein Ort, an dem man Geschichte atmet, Natur genießt und die Spuren von Mythen und Legenden auf Schritt und Tritt entdeckt. Wenn Sie auf der Suche nach einer Reise sind, die Sie verzaubert, inspiriert und mit unvergesslichen Momenten beschenkt, dann packen Sie Ihre Koffer – Zypern wartet auf Sie!

Ein Reisebericht von Mareike

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