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Donnerstag, 22. Juni 2023

Philippinen - Traumhaftes Palawan & Taucherparadies Coron

Über 7000 Inseln, weißer Sand, türkises Wasser, bunte Korallen und Palmen an jeder Ecke - das sind die Philippinen und noch viel mehr. Ein beliebtes und bekanntes Reiseziel ist die Region Palawan im Westen des Inselstaates. Wer die Unterwasserwelt, einzigartige Felslandschaften und versenkte Schiffe erkunden möchte, ist in der Region genau richtig. Ein anderes noch relativ ruhiges Reiseziel ist Coron, nördlich der Hauptinsel gelegen. Dort erwarten Reisende einmalige Unterwassererlebnisse beim Erkunden von 10 Schiffswracks, die vor der Küste versenkt worden sind.

Erreichbar sind beide Inseln per Flug von der Hauptstadt Manila aber auch von Cebu City aus. Coron City und El Nido im Norden von Palawan sind mit einer Fähre verbunden (Fahrzeit 3 - 4 Stunden). Beliebt sind aber auch mehrtägige Exkursionen zwischen den beiden Inseln. 

Traumhaftes Palawan

Palawan, die Hauptinsel der Region, im Westen der Philippinen ist größtenteils touristisch sehr erschlossen. Die Region ist bekannt für Ihre traumhaft weißen Strände und die idealen und einzigartigen Schnorchel - und Tauchmöglichkeiten. Hinzu kommt das bekannte Bacuit - Archipel im Norden und der Subterrabean River Nationalpark in Sabang, der zum UNESCO Weltkulturerbe gehört, die viele Besucher anziehen. Der touristische Hotspot der Insel ist El Nido, wo Reisende Restaurants, Hotels, Bars und Geldautomaten finden. Von hier aus starten auch täglich mehrere Exkursionen in das bekannte Bacuit - Archipel, wo Besucher versteckte Lagunen, traumhafte Strände und interessante Schnorchelgebiete erkunden können. Außerdem gibt es einige Tauchschulen mit denen man die Unterwasserwelt weiter entdecken kann. Rund um El Nido gibt es an privaten Stränden oder auch kleinen Inseln einige Unterkünfte, die Ihren Gästen Privatsphäre und Exklusivität bieten.

Ein kleiner Geheimtipp auf Palawan ist Port Barton an der Westküste der Insel. Von der Hauptstraße, die Palawan einmal von Norden in den Süden in zwei teilt, sind es weitere ca. 40 Minuten in den Küstenort. In Port Barton steht die Entwicklung des Tourismus noch ganz am Anfang. Einige günstige Unterkünfte und auch die ersten Restaurants und Bars haben sich den westlichen Reisenden angepasst. Einen Geldautomaten sucht man jedoch vergeblich. In Port Barton bietet es sich an einen Roller zu mieten, um die Umgebung weiter zu erkunden. Ein sehenswerter Ort sind die Pamuayan Wasserfälle. Am Eingang wird eine kleine Spende erwartet, jedoch kümmern sich die Einheimischen auch darum, dass die Umgebung frei von Abfall bleibt. Vom Eingang ist es eine 20 - minütige Wanderung durch den Wald vorbei an dem Bachlauf zu den Wasserfällen. Direkt an den Wasserfällen befinden sich zwei kleine Holzunterstände mit Tischen und Bänken, sodass sich ein Picknick vor Ort anbietet. In dem kleinen Pool kann man sich erfrischen. Bei trockenem Wetter kann man auch bis unter den Wasserfall schwimmen, bei Regen ist die Strömung jedoch zu stark und es bleibt nur die Erfrischung im Wasserbecken. 

Von Port Barten starten auch einige Exkursionen per Boot zu den vorgelegenen Inseln, Schnorchelgebieten und Sandbänken. Eine der Insel heißt sogar „German Island“ hat ein kleines Lokal, Hängematten und einen weißen Sandstrand. Beim Schnorcheln hat man auch die Möglichkeit Wasserschildkröten zu beobachten. Abends kann man an einem der Strandbars den Sonnenuntergang genießen. Empfehlenswert ist auch die „Reef Bar“ die nicht nur leckeres Essen anbietet, sondern auch Live - Musik am Abend. An den Straßengrills bekommt man außerdem köstliche Fleischspieße für einen kleinen Snack zwischendurch.

Weiße Sandstrände, Palmen und Abgeschiedenheit auf Palawan findet man außerdem rund um San Vincente, ca. 1 Stunde nördlich von Port Barton (per Boot).

Tauchhotspot Coron

Wer Palawan besucht und begeisterter Taucher oder auch Schnorchler ist, sollte sich Coron und seine versunkenen Schiffwracks nicht entgehen lassen. Das touristische Zentrum und auch Anlegepunkt der Fähre ist Coron Town im Südosten der Insel. Dort befinden sich die meisten Tauchschulen, Unterkünfte und Restaurants. Neben einem Aussichtspunkt auf dem Mt. Tapyas und belebten Straßen bietet Coron Town aber nicht viel. Viel schöner ist da die Unterwasserwelt rund um Coron. Unter Tauchern ist der Ort beliebt, da sich einige, gesunkene Schiffwracks mit über 100 Metern Länge in direkter Nähe der Insel befinden. Die japanischen Schiffe wurden während Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg versenkt und werden bei Tauchexkursionen besucht. Dabei kann man auch durch die Gänge und Kombüsen der Schiffe tauchen.

Wer nicht taucht und auch nicht seinen Tauchschein machen möchte, sollte sich die beliebten Exkursionen per Boot nicht entgehen lassen, wo weiße Strände, die bunte Unterwasserwelt und blaue Lagunen besucht werden. Besondere Highlights sind hier der Kayangan Lake, die Twin Lagoon und das Skeleton Wrack. Der Kayangan Lake ist ein beliebtes Ausflugsziel und sollte am frühen Morgen besucht werden. Die Bangka, das typische philippinische Boot, legt an dem langen Steg an. Danach geht es über einige Treppen erst an der Felswand hoch und dann wieder runter zum eigentlichen Kayangan Lake. Auf dieser kleinen Wanderung hat man auch atemberaubende Blicke über das blaue Wasser und die vielen kleinen Felsinseln. Die Twin Lagoon sind, wie der Name schon andeutet, zwei Lagunen. Diese sind umgeben von hohen Felsen und nur verbunden durch einen schmalen Durchgang. Dort kann man entweder über eine wackelige Treppe aus der vorderen Lagune raus und in die hintere wieder rein steigen. Einfacherer ist es, einfach unter den Felsen  hindurch zu tauchen. Wer keinen Tauchschein hat und die verschiedenen Wracks vor den Küsten Corons nicht entdecken kann, sollte das Skeleton Wrack besuchen. Das gesunkene Boot, welches nur ein paar Meter tief liegt, kann auch mit dem Schnorchel erkundet werden.

Der Westen von Coron ist weniger von Touristen frequentiert. Wer Ruhe und Abgeschiedenheit sucht, kommt hier voll auf seine Kosten. Jedoch gibt es auch nur wenige, einfache Unterkünfte. Während einer gemütlichen Tagestour kann man auf einem gemieteten Roller die Gegend weiter abfahren. Sehenswert ist z. B. der Wasserfall „Concepción“ in der Nähe des Ortes Sagrada. Hier lohnt es sich ein erfrischendes Bad in dem Wasserbecken zu nehmen. Relativ versteckt auf dem Reisfeld eines Bauers befinden sich die heißen „Maquinit“ Quellen. Diese sind relativ klein, aber es ist dennoch spannend diese mitten auf einem Reisfeld zu entdecken. Zum Mittagessen lohnt sich ein Stopp im „River Crab House“ im Dorf Old Busuanga. In dem einfachen Restaurant kann man sich mit lokalen philippinischen Gerichten verwöhnen lassen. Den Nachmittag kann man in Buluang verbringen. Dort gibt es einen weißen Sandstrand. Ein kleiner Geheimtipp ist die „Black Island“, welche auf Karten „Malojan Island“ heißt. Die Insel ist bekannt für ihre Schwalbennester und -eier, die in China eine Delikatesse sind. Nur das Volk der Tagbanua sind in der Lage diese auf den steilen Klippen zu finden. Des Weiteren hat die Insel einen unberührten, weißen Sandstrand und einige geheime Lagunen. Für einen Ausflug zur „Black Island“ bucht man am besten am Strand von Buluang ein Boot mit Guide. Alternativ kann man den Ausflug auch von Coron Town aus starten.

Fazit: Wer auf der Suche nach traumhaften, weißen Stränden ist, in einem der besten Tauchgebiete der Welt tauchen möchte oder auch nur beim Schnorcheln die einzigartige Unterwasserwelt entdecken möchte, ist auf Palawan und Coron genau richtig. Auf beiden Inseln gibt es Hotspots für Reisende wie Coron Town oder El Nido, jedoch findet man nicht weit entfernt auch ruhige Regionen, die vom Massentourismus gänzlich verschont geblieben sind. Die beiden Inseln lassen sich aufgrund Ihrer Nähe auch ideal miteinander verbinden!

Ein Reisebericht von ?

Mittwoch, 21. Juni 2023

Kyushu - heiße Quellen und Vulkane auf Kyushu

Japan stand als Reiseziel schon länger auf meiner persönlichen Bucketlist, weil ich u. a. japanisches Essen sehr mag und ich mich für die japanische Kultur sehr interessiere. 
Also machte ich mich mit meiner Reisegruppe auf die Reise, um die südwestlich gelegene Insel Kyushu, einem von größeren Touristenströmen eher weniger frequentierten Landesteil Japans, zu besuchen.

Nach der unkomplizierten Anreise von Frankfurt nach Haneda, den problemlosen Einreiseformalitäten (für deutsche Staatsbürger reicht der normale Reisepass) und einem kurzen Inlandsflug nach Oita wurden wir nachmittags von unserem Reiseleiter überaus zuvorkommend begrüßt. Gegen Abend kamen wir dann in Oita an, wo wir die erste Nacht in einem modernen, westlichen Hotel verbrachten.

Beppu Sea Hell

Am nächsten Morgen begaben wir uns auf eine Erkundungstour durch Beppu mit Mittagsessen in einem traditionellen Restaurant. Hier wurden die Speisen ganz traditionell im heißen Wasserdampf gegart, was sich geschmacklich unglaublich intensiv auswirkte.

Gestärkt machten wir uns auf, um die Beppu Sea Hell zu besichtigen. Eine aktive heiße Quelle. Beppu gilt als ein Zentrum der Onsen - Kultur und ist auch besonders bei Japanischen Gästen beliebt. Übernachtet wurde typisch japanisch im Ryokan. Hier schläft man traditionell auf einer entrollten Matratze, dem auch bei uns bekannten Futon und dem mit Tatami - Matten aus Reisstroh bedeckten Boden.

Besonders empfehlen möchte ich Ihnen ein sogenanntes Kaiseki - Dinner, was man in den Ryokans im Rahmen der Halbpension buchen kann. Dieses ist ein mehrgängiges Menu aus vielen kleinen Tellern und Schüsseln mit diversen japanischen Köstlichkeiten. Fester Bestandteil sind immer: Sashimi (rohe Fischfilets), Tempura (in einem Teigmantel Frittiertes), Tamago (Rührei), diverse marinierte und fermentierte Gemüsesorten sowie Reis und Miso - Suppe. Die Qualität, Frische und Präsentation der Speisen kann man nur als absolut außergewöhnlich bezeichnen. Die Sorgfalt, die japanische Köche beim Anrichten walten lassen, erinnert teilweise an exotische Gemälde. Fast erscheint es einem zu schade, die dargebotenen Köstlichkeiten einfach so aufzuessen.

Ahornbäume in Yufuin

Tags darauf ging es durch malerische Gebirgslandschaften nach Yufuin, ein besonders bei asiatischen Touristen bekannter Ort mit wunderschönen Ahornbäumen, die in den herrlichsten Farben leuchteten. Glücklicherweise hatten wir genau die zwei Wochen im November mit der intensivsten Laubfärbung erwischt.

Durch die Nähe Japans zum sogenannten pazifischen Feuerring gibt es in ganz Japan verteilt vulkanische Aktivitäten. In zahlreichenden Orten blubbert, dampft und zischt es aus dem heißen Erdinneren. Der wesentliche Teil der japanischen Onsen - Kultur besteht darin, diese naturgegebenen heißen Quellen zu Erholungs - und Heilzwecken zu nutzen. Oftmals sind diese Onsen an traditionell japanische Unterkünfte angeschlossen, den sogenannten Ryokans. Natürlich gibt es auch Unterkünfte für Reisende, die einen eher westlichen Stil bevorzugen. Auf meiner Tour konnte ich beides kennenlernen.

Wir waren zu Gast in diversen Kurorten wie Kurokawa Onsen, Tsutetate Onsen und Waita Onsen – jeweils mit Übernachtung und traditionellem Dinner. Unterwegs besuchten wir bekannte und beliebte Sehenswürdigkeiten wie die Nabegataki - Wasserfälle, den aktiven Vulkan Mt. Aso und die Kikuchi Gorge. Wenn man sich den Linksverkehr zutraut, kann man auch mit dem Mietwagen problemlos eine Tour machen. Es gibt aber auch die Möglichkeit, öffentliche Busse und Züge zu nutzen, da der Nahverkehr in Japan sehr gut ausgebaut ist und hervorragend funktioniert.

In den meisten Kurorten ist die Benutzung der heißen Bäder an einen Hotelaufenthalt gekoppelt, aber manche der Quellen sind auch öffentlich zugänglich. Einige Kurorte z. B. Kurokawa bieten ein sogenanntes Onsen - Hopping an, wo man für eine Tagespauschale verschiedene Bäder mit unterschiedlichen Heilwirkungen ausprobieren kann.

Die Wirkung dieser heißen Bäder lässt sich ganz gut mit einer Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens und des Verschwindens zahlreicher kleiner Wehwehchen umschreiben, was ich so erst mal nicht erwartet hätte. Selbst in der kurzen Zeit von fünf Tagen vor Ort war diese heilsame Wirkung für Jeden von uns spürbar. Ich konnte mir vorher kaum vorstellen, wie entspannend es sein kann, im heißen Quellwasser liegend in die zauberhafte Landschaft zu blicken und dabei alle Gedanken völlig loslassen zu können.

Leider war für uns schon die Zeit des Abschieds gekommen. Wir wurden von unseren überaus zuvorkommenden und höflichen Gastgebern verabschiedet und zum Flughafen Kumamoto begleitet. Jedoch nicht ohne uns vorher mit zahlreichen auf der Tour liebgewonnenen Lebensmitteln und Gewürzen einzudecken.

Mein Fazit: Eine für westliche Reisende vielleicht etwas ungewöhnliche Tour, da viele Touristen Japan ja eher mit den Mega - Cities wie Tokyo und den Hochgeschwindigkeitszügen verbinden. Kyushu ist mit seinen grünen Landschaften und dem ländlich - ruhigen Charme fernab jeder großstädtischen Hektik so ganz anders als der Rest von Japan. Die Landschaft ist hügelig und abwechslungsreich mit malerisch traumhaften Seen, Flüssen und Schluchten vor erloschenen und teilweise auch noch aktiven Vulkanen, umrahmt von Zypressen, Bambuswäldern und japanischem Zwergahornbäumen, die an den kanadischen Indian Summer erinnern.   

Ohne Wenn und Aber: Eine Reise wert!

Ein Reisebericht von Frank Eiseler

Dienstag, 20. Juni 2023

Stopover in Peking & Inselparadies Phuket

Wenn in Deutschland der Winter langsam anbricht, dann wird es Zeit, noch einmal in die Wärme zu fliegen. Nachdem ich im letzten Jahr schon meine ersten Eindrücke in Asien sammeln konnte, sollte es dieses Jahr wieder Richtung Osten gehen.

Bei Stopover - Zielen habe ich selber nie wirklich über Peking nachgedacht. Warum? Das kann ich auch nicht beantworten. So ging es für uns zunächst in die chinesische Hauptstadt und durch die „144 Stunden visafreie Einreise“ entfielen auch etliche aufwendige Visabeschaffungen vor der Reise. Man muss lediglich beim Check - In Bescheid geben, dass man dieses Visum in Anspruch nehmen möchte. Bei der Ankunft muss man dann der Beschilderung folgen und eine Einreisekarte ausfüllen, bevor man das Visum in seinen Pass bekommt und durch die Kontrolle gehen kann.

Unser Gepäck war auch schon da und wir nahmen einen Transfer in die Stadt. Unser Hotel für die nächsten Tage war das Sandalwood Boutique Hotel Beijing, welches in einem Hutong (einem traditionellen Stadtviertel) liegt. Uns gefiel die Ruhe des Hotels und auch das leckere chinesische Frühstück war sehr gut.

Stopover in Peking

Da wir sehr früh im Hotel ankamen, war unser Zimmer noch nicht bezugsfertig. Wir haben trotzdem bereits etwas zum Frühstück bekommen und konnten uns etwas stärken. Unsere Koffer haben wir im Hotel abgestellt und sind losgegangen - vorbei am schönen Houhai See zum Trommel - und Glockenturm. Die beiden Türme stehen gegenüber voneinander und werden durch einen Platz verbunden. Man kann beide über steile Treppen besteigen und hat einen schönen Blick auf die umliegenden Hutongs und die Stadt.

Auf dem Rückweg zum Hotel sind wir durch mehrere kleine Gassen gelaufen und haben uns in einem chinesischen Restaurant eine Kleinigkeit zu essen geholt. Unser Zimmer war nun fertig und wir haben uns zunächst ein wenig ausgeruht, bevor wir zur naheliegenden Bahnhaltestelle liefen, um die Stadt weiter zu erkunden. In Peking mit den U - Bahnen zu fahren ist wirklich unkompliziert. Wir haben uns eine Bahnkarte gekauft und mit 100 Yuan aufgeladen, das hat für 4 Tage vollkommen ausgereicht. Unsere erste Fahrt führte uns zum Himmelstempelpark, welcher sehr weitläufig ist und interessante Gebäude der Ming - Architektur bereithält. Laut dem chinesischen Glauben ist die Erde eckig und der Himmel rund, dies spiegelt sich auch in den Gebäuden (rund) und deren Fundamenten (eckig) wieder. 

Danach ging es für uns zur Wangfujing Street, eine große Einkaufsstraße mit vielen Geschäften und Restaurants. Dort haben wir unseren Abend verbracht, bevor es zurück ins Hotel ging.

Am nächsten Tag sind wir zu Fuß bis zum Beihai Park gelaufen. Dort kann man sich durchaus sehr lange aufhalten und viele Eindrücke sammeln. In dem Park befinden sich rund um den See Tempel und Pavillons, außerdem trifft man hier auf viele Einheimische, die sich dort zum Singen oder Tanzen treffen. Im Süden des Parks kommt man auf die Qiongdao Insel, auf der die weiße Pagode steht zu der man hinaufgehen kann und einen schönen Ausblick auf den ganzen Park hat. 

Weiter in Richtung Süden läuft man einmal an der Verbotenen Stadt vorbei und gelangt zum Tiananmen Platz, dem größten öffentlichen Platz. Angrenzend befindet sich das bekannte Tor des Himmlischen Friedens mit dem Porträt von Mao Zedong, der von dort aus die Volksrepublik bekannt gab. Durch das Tor gelangt man zur Verbotenen Stadt, die über 500 Jahre Residenz der Kaiser war und die größte Palastanlage der Welt ist. Circa die Hälfte der Anlage ist öffentlich zugänglich, jedoch kann man in die Hallen nur hineinschauen und sie nicht betreten. Die wichtigste Halle ist die Halle der höchsten Harmonie mit dem Drachenthron von dem der Kaiser regierte. Direkt hinter dem nördlichen Ausgang der Verbotenen Stadt befindet sich der Jingshan Park, welche aus der aufgeschütteten Erde aus dem Graben der verbotenen Stadt besteht. Von dem Höchsten Punkt hat man einen guten Blick über die Verbotene Stadt und die umliegenden Straßen.

Mein persönliches Highlight erwartete uns am nächsten Tag, und zwar außerhalb der Stadt. 

Mit dem Zug fuhren wir nach Badaling um die Chinesische Mauer zu sehen. Es ist empfehlenswert sich im Voraus über die Zeiten der Züge zu informieren, da man sonst lange warten muss. Auch diesen Zug kann man mit der erworbenen Bahnkarte nutzen und ist in circa 1,5 Stunden am Ziel. Die Mauer erstreckt sich über unendliche Weiten, die man sich kaum vorstellen kann. Wir sind ein gutes Stück über die Mauer gelaufen und konnten alle hundert Meter wieder über mehrere Hügel schauen und weitere Stücke der Mauer erblicken. Es ist einfach erstaunlich, wie weit dieses Bauwerk reicht und man sieht doch immer nur einen kleinen Teil.

Unseren letzten Abend verbrachten wir am Houhai See, dort gibt es viele Restaurants und kleine Geschäfte. Unter anderem kann man hier sehr gut die klassische Pekingente probieren oder andere leckere Gerichte testen.

Bevor es für uns wieder zum Flughafen ging, haben wir uns das Lama Kloster angesehen. Es ist einer der schönsten buddhistischen Tempel und besteht aus vielen Hallen, die man bestaunen kann. In jeder Halle befindet sich eine Buddha Statue, welche in jedem der Gebäude größer ist. Die letzte der Hallen beherbergt den 18 Meter hohen Maitreya - Bodhisattva.

Wenn man in Peking unterwegs ist, sollte man sich immer über die Öffnungszeiten der Sehenswürdigkeiten informieren. Die meisten Tempel schließen gegen 16 Uhr und vieles ist an einem Montag nicht zugänglich.

Der Airport Express brachte uns sehr unkompliziert wieder zum internationalen Flughafen Pekings und von dort aus nahmen wir die Air China weiter nach Phuket - endlich in die Wärme!

Phukets Norden

Zunächst haben wir 5 Nächte im Norden der Insel im Dewa Phuket Resort & Spa verbracht. 

Das Hotel liegt am Nai Yang Beach mit schönem Sandstrand und wenigen Touristen. Die Nähe zum Flughafen ist dabei kaum zu merken und wir verbrachten ein paar sehr ruhige Tage dort. Direkt an der Straße findet man einen 7 Eleven, um sich mit Getränken oder Snacks für den Abend auf dem Balkon einzudecken. Frische Kokosnuss darf natürlich auch nicht fehlen, diese haben wir uns täglich in einem kleinen lokalen Geschäft direkt gegenüber von unserem Hotel gekauft. Auch frische Früchte findet man an der Straße nicht weit entfernt. Das traditionelle Gericht Pad Thai kam bei unserem Aufenthalt selbstverständlich auch nicht zu kurz. In den Garküchen am Straßenrand findet man immer leckere thailändische Gerichte und das zu einem sehr guten Preis. Da das Dewa Phuket Resort nicht weit vom Flughafen entfernt liegt, haben wir einen Strandspaziergang unternommen um direkt an der Einflugschneise am Strand die Flugzeuge zu sehen.

Ausflugsziele in Phuket

Nachdem wir uns ein paar Tage entspannt haben, sind wir mit unserem Transfer in Richtung Süden aufgebrochen um noch weitere 5 Nächte am Kata Beach zu verbringen. 

Den Transfer haben wir mit einer kleinen Tour verbunden um etwas von der Insel zu sehen. Der erste Stopp war der Rang Hill View Point, von dem man einen Blick über die gesamte Stadt von Phuket bis zum Meer hat. Dort liefen uns auch die ersten kleinen Affen über den Weg, die man beobachten kann aber besser auf seine Sachen aufpasst. Ganz in der Nähe befindet sich der Wat Khao Rang Samakkhitham, eine schöne Tempelanlage mit einem großen Tempelwächter am Eingang und einem goldenen sitzenden Buddha. Weiter fuhren wir in die Stadt hinein, dort kann man schön durch die Straßen spazieren und in den lokalen Geschäften stöbern oder ein leckeres Mittagessen zu sich nehmen. Der nächste Tempel auf unserem Programm war der Wat Chalong, der größte und bekannteste Tempel der Insel. Die Anlage besteht aus mehreren Gebäuden darunter der Haupttempel mit Statuen der verehrten Mönche und ein großer Chedi, der viele Buddha Statuen beherbergt. Diesen kann man besteigen und hat von oben einen guten Blick über die ganze Anlage. Eine weitere Attraktion auf Phuket ist der Big Buddha, welcher auch auf unserer Tour nicht fehlen durfte. Der mit weißem Marmor überzogene Buddha sitzt im Süden der Insel auf dem Nakkerd Hill und thront somit über allem anderen. Von dort hat man zudem einen super Ausblick über die Chalong Bucht auf der einen Seite und über die Wälder im Landesinneren auf der anderen Seite. Für uns ging es mit wunderschönen Ausblicken auf das Meer, viele Buchten und vorgelagerten Inseln weiter. Dazu zählten für uns der Laem Promthep View Point, Windmill View Point und Karon View Point.

Angekommen in Kata ist uns sofort aufgefallen, dass hier deutlich mehr los ist. Für die nächsten Nächte sind wir im Kata Palm Resort & Spa unterkommen und haben uns auch hier sehr wohl gefühlt. An der Straße findet man zahlreiche Restaurants und kleinere Stände an denen man sich etwas zu Essen kaufen kann. Seien es Früchte, Pad Thai, Eis oder Kokosnüsse, hier findet man alles, was das Herz begehrt. Der Strand ist auch nur ein paar hundert Meter entfernt, sodass man sowohl dort als auch am Pool entspannen kann. Wir haben in der Zeit zwei Tage auf einem Tauchboot verbracht und sowohl die Inselwelt als auch die Unterwasserwelt vor Phuket und Phi Phi Island erkundet. Ob Traumhafte Strände, felsige Inseln, bunte Fischschwärme oder Schildkröten, ich kann es nur empfehlen so einen Ausflug zu unternehmen. Für mich war es die erste Erfahrung unter Wasser und ich habe mich sehr gefreut diese gemacht zu haben.

Mit unserem Transfer ging es dann zurück zum Flughafen und Air China brachte uns über Peking wieder in das kalte Deutschland zurück. Es war eine Reise mit vielen Eindrücken und schönen Erlebnissen, die ich so schnell nicht vergessen werde. Peking ist eine sehr interessante Stadt, hat einiges zu bieten und sollte als Ziel für einen Stopover nicht außen vor gelassen werden. Phuket hat mir mit den schönen Stränden, Tempelanlagen und nicht zuletzt super leckerem Essen sehr gut gefallen und es wird bestimmt nicht meine letzte Reise nach Thailand gewesen sein.

Ein Reisebericht von Jasmin Semp

Montag, 19. Juni 2023

Singapur & Malaysia – Metropolen, Regenwald & Korallenriffe

Es ist schwierig, Malaysia in wenigen Worten zu beschreiben. Für viele, augenblicklich auch für mich, ist Malaysia die große Unbekannte, die im Schatten Thailands liegt…

…doch zunächst brachte uns die Lufthansa nach Singapur.

Stopover in Singapur

Auch mein zweiter Besuch in Singapur war sehr eindrucksvoll. Im Vergleich zu vielen anderen asiatischen Metropolen glänzt Singapur mit ihrer Sauberkeit. Wer achtlos seinen Müll loswird, muss mit hohen Geldstrafen rechnen.

Wir verbrachten drei Nächte im Mittelklasse - Hotel Park Regis****. Die Zimmer waren etwas kleiner, jedoch immer noch geräumig genug – für einen kurzen Stopover genau das Richtige. Das ausschlaggebendste Verkaufsargument für das Park Regis war, neben dem guten Preis - Leistungs - Verhältnis, die tolle Lage. In nur zwei Gehminuten erreicht man das belebte und beliebte Unterhaltungsviertel „Clarke Quay“ am Singapore River. Hier gönnten wir uns am Abend in einer der unzähligen Bars, Restaurants, Clubs und Diskotheken einen Singapore Sling (Cocktail Klassiker seit 1915). Das Preisniveau in den Restaurants und Bars in Clarke Quay war recht hoch. Wer die Reisekasse schonen möchte, kann gut und günstig in Hawker Center (Garküchen) essen (ca. 3 - 5€/Gericht). Anders als in Thailand unterlaufen Garküchen in Singapur strengen Kontrollen, es kann also alles bedenkenlos verzehrt werden (ohne Gewähr). Empfehlenswert ist z. B. der Telok Ayer Market bzw. Lau Pa Sat. Wer in Singapur is(s)t, sollte unbedingt eines der Black Pepper Beef - oder Chili Crab - Gerichte probieren. Shoppingfreunde kommen auf der Orchard Road voll auf ihre Kosten. Auf Asiens beliebtester Einkaufsmeile reihen sich unzählige Geschäfte und Einkaufszentren namhafter Designer aneinander.

Auf keinen Fall sollte man einen Besuch in „Little India“ auslassen. Der quirlige Stadtteil duftet nach Gewürzen und Räucherstäbchen und orientalische Musik dröhnt aus den bunten Läden (Handeln erwünscht). Auch Chinatown leuchtet in kräftigen Farben. Neben gutem Essen findet man hier jede Menge herrlich kitschiger Souvenirs. Einen Teil des Abends verbrachten wir bei einem Wahrsager/Handleser. Es gehört sicher ein bisschen Aberglaube dazu, aber eine kuriose Erfahrung ist es allemal!

Unseren letzten Tag in Singapur verbrachten wir rund um die Marina Bay. Botanik - Fans sollten unbedingt den „Gardens by the Bay“ besuchen. Direkt nebenan befindet sich eines der wohl berühmtesten Hotels der Welt – das Marina Bay Sands Hotel. Leisten wollten wir uns die Kosten für die Übernachtungen nicht. Als Besucher kann man jedoch auf die Aussichtsplattform. Von hier hat man einen tollen Weitblick über die Stadt. Am Abend findet um die Marina gegen 20:00 und 21:00 Uhr eine spektakuläre Lichtshow statt.

Unser Aufenthalt in Singapur endete mit der Fahrt zum Flughafen, eine Flugstunde später erreichten wir Kuala Lumpur.

Malaysias Hauptstadt: Kuala Lumpur

In Malaysias Hauptstadt verbrachten wir zwei Nächte. Unsere Unterkunft, das Hotel Stripes Kuala Lumpur, Autograph Collection****+, gefiel uns ausgesprochen gut. Das Hotel war noch relativ neu und alles erstrahlte in neuem Glanz. Die Zimmer waren geschmackvoll und modern gestaltet. Besonders beeindruckend war die große Auswahl am Frühstücksbuffet. 
Auf dem Hoteldach befand sich eine Bar mit schönem Infinitypool, von dem man die Petronas Twin Towers sehen kann, die in zwei Kilometer Entfernung liegen (eingeschränkter Blick).

Wer noch nie in Kuala Lumpur war, sollte einen Spaziergang über den Markt der Petaling Street und die Petronas Twin Towers mit ihrer farbenfrohen Springbrunnenshow besuchen. Eines der größten Highlights um Kuala Lumpur sind die Batu Höhlen, die ca. 15 Kilometer außerhalb liegen. In den Kalksteinhöhlen befinden sich mehrere Hindutempel und Altare. Die größte Höhle, die Sie über eine steile Treppe mit fast 300 Stufen erreichen, hat eine beeindruckende Höhe von 100 Metern. Eine ganz besondere Szenerie den Hinduismus hier hautnah zu erleben. 

Im Vergleich zu Singapur hat Kuala Lumpur nicht ganz so viel zu bieten, was Attraktionen und Freizeitgestaltungen anbelangt. Trotzdem ist es für einen Stopp von zwei Übernachtungen sehr empfehlenswert.

Pangkor Laut – der ehemalige Piraten - Unterschlupf

Am frühen Morgen wurden wir von einem Fahrer unserer örtlichen Agentur abgeholt. Wir führten eine nette Unterhaltung über Familie, Religion und Kultur, so dass die 3,5 - stündige Fahrt nach Lumut (ca. 230 Kilometer nördlich) schnell verflog. Von Lumut setzten wir mit dem Speedboot nach Pankor Laut über (ca. 15 Minuten). Wo früher Piraten Unterschlupf fanden, befindet sich heute ein traumhaftes Resort inmitten tropischer Vegetation. Die Insel ist ausschließlich für Gäste des Pangkor Laut Resorts***** zugänglich. 

Wir freuten uns auf drei (ent - )spannende Nächte in einer der Sea Villen, die auf Holzpfählen im Meer lagen und über einen Steg erreicht werden konnten. 
Der Badestrand der Insel – Emerald Bay – bietet alles, was Strandliebhaber glücklich macht. Palmengesäumt, smaragdgrünes Meer, feinster weißer Sand... Wir liebten es hier und genossen die Insel und das Resort in vollen Zügen. Für Familien und Paare, die Entspannung, eine Priese Luxus und Ruhe suchen, ist dieses 5 - Sterne - Resort die richtige Adresse. Auch kulinarisch wurden wir sehr verwöhnt. Es gab mehrere Restaurants (chinesische, regionale und internationale Küche), zwischen denen ein Shuttle fährt. Besonders romantisch fanden wir unser Dinner im Fisherman´s Cove (Adults only, Männer sollten zum Abendessen lange Hosen tragen). 

Cameron Highlands

Unsere bisherige Reise machte Lust auf mehr – mehr von Malaysia. Wir machten uns auf in die Cameron Highlands. Auf über 1.500 Metern wird hier seit fast 100 Jahren Tee angebaut. Unsere hohen Erwartungen konnte die Region jedoch nicht treffen. Die Plastikgewächshäuser reichten bis zum Horizont, vom saftigen Grün des Tees war nicht mehr viel zu sehen. Wir nächtigten im Strawberry Park Resort****, wovon man einen tollen Ausblick über die Region hat. Das Hotel lag etwas außerhalb vom Ort Tanah Rata und war dementsprechend ruhig. Eine Anbindung zum Dorf gab es nicht wirklich. Die Unterkunft war etwas einfacher, die Zimmer jedoch sehr groß und geräumig und vollkommen ausreichend. Am Hotel wurden verschiedene Touren zur Erkundung der Region angeboten, die wir aus Zeitgründen leider nicht in Anspruch nehmen konnten. Am Nachmittag erkundeten wir die Gegend zu Fuß, nach einigen Fotostopps hatten wir jedoch das Gefühl, alle Highlights gesehen zu haben. Wir waren froh, nur eine Nacht eingeplant zu haben, ohnehin ist es uns viel zu kalt hier oben.

Taman Negara Nationalpark

Nach dem Frühstück wurden wir wieder abgeholt. Der Weg führte uns in einen der ältesten und artenreichsten Urwälder der Erde – den Taman Negara Nationalpark. Unser Fahrer ließ uns am Ufer des schlammfarbenen Sungai Tembeling raus. Für ca. 0,20 € wurden wir mit dem Longtailboot auf die andere Seite befördert. Hier begrüßte uns inmitten des Nationalparks das Eco - Resort Mutiara Taman Negara Resort***. Für Wanderungen, Tierbeobachtungen und Flussfahrten ist das Resort ein idealer Ausgangspunkt, die 130 Millionen Jahre alte Natur zu erleben. Am Abend unternahmen wir eine geführte Nachtwanderung (ca. eine Stunde). Wilde Tiger blieben leider aus, wir sahen jedoch Spinnen, Skorpione und nachtaktive Vögel. Auch am nächsten Tag zog uns der Dschungel bei einer vierstündigen Canopy - Walking - Tour in seinen Bann (festes Schuhwerk + kurze Hosen empfehlenswert). Am Nachmittag kühlten wir uns in einem glasklaren und eiskalten Nebenarm des Sungai Tembling ab. In den Baumkronen hangelten sich Affen von Ast zu Ast – eine einmalige Kulisse.

Tioman – Perle im südchinesischen Meer

Save the best for last... Die letzte Etappe unserer Malaysia Reise forderte etwas Ausdauer und Geduld. Fast sechs Stunden Autofahrt und eine zweistündige Fährfahrt galt es zu bestreiten. Doch die Strapazen der Anreise waren schnell vergessen, als wir Tioman erreichten. Ein Perle im Südchinesischen Meer! Ein traumhaftes Fleckchen Erde! Zu schön, um wahr zu sein! Laut Time Magazin zählt Tioman zu den zehn schönsten Inseln der Welt – wir haben keine Einwände. Auf Grund der kaum vorhandenen Infrastruktur sind die Touristenmassen noch fern geblieben. In unsere Unterkunft Minang Cove*** habe ich mich schnell verliebt. Die Zimmer waren etwas einfacher, TV und WLAN suchte man hier vergebens (Stichwort „digital detox“) – eine Ruhe, die man heutzutage nur noch selten erlebt. Außerdem hatten wir uneingeschränkte Sicht auf das Meer.

Vom Strand oder Steg kann man den tollen Korallengarten erschnorcheln. Die Korallenbleiche hat hier noch weitestgehend Halt gemacht, alles war schön bunt und artenreich. Ich freute mich über Riffhaie, Tropenfische aller Art, Anemonen und Schildkröten. Mich bekam hier keiner aus dem Wasser! Das Resort hat auch eine eigene Tauchbasis. Die Tauchspots zählen vielleicht nicht zu den spektakulärsten, jedoch kommen auch erfahrene Taucher auf ihre Kosten. Doch nicht nur zu Wasser, sondern auch zu Land hat Tioman einiges zu bieten. Zum Beispiel konnte man die üppige Pflanzenwelt zu Fuß erkunden. Nach ca. 45 Minuten erreichte man das authentische Fischerdorf Mukut. Wer körperlich an seine Grenzen stoßen möchte, kann die fast 800 Meter hohen Twin Peaks erklimmen (nur mit Guide). 

Sweet goodbye. Vor unserer Malaysia Reise hatten wir uns verschiedenste Meinungen vom Auswärtigen Amt, Freunden und Reiseblogs eingeholt. Wir hatten eine vielfältige und traumhafte Reise, die alle Vorurteile gegenüber Malaysia aus dem Weg räumen konnte. Wir denken gerne an diese zwei Wochen im zurück und kommen gerne wieder.

Ein Reisebericht von Christina

Sonntag, 18. Juni 2023

Bali - Facettenreich und wunderschön

Meine erste „richtige“ Asien Reise (abgesehen von ein paar Städtetrips nach Singapur & Kuala Lumpur) führte mich nun nach Bali. Vorstellungen zu dieser wunderschönen Insel in Indonesien hatte ich zuvor keine und bin daher auch sehr unbedarft an die Reise herangegangen. Nach einer entspannten Anreise nach Frankfurt mit der Bahn, haben wir uns alle vor dem Schalter der Thai Airways getroffen, um anschließend gemeinsam einzuchecken. Unsere erste Teilstrecke startet mit einer kleinen Verspätung Richtung Bangkok mit einem A380 und war dank der Sitzreihe direkt hinter dem Servicebereich sehr angenehm. Auch das Bord - Entertainment und die Verpflegung ließen keine Wünsche offen. Angekommen am modernen Suvarnabhumi Airport in Bangkok ging es dann nach einer kurzen Orientierung weiter zum nächsten Gate. Der Flughafen ist sehr übersichtlich, hat aber dennoch teils recht lange Wege, daher empfiehlt sich immer eine angenehme Umstiegszeit zu wählen, besonders wenn der Abflug in Deutschland auch leichte Verspätung hat wie bei uns. Der Weiterflug nach Denpasar lief dann vollständig reibungslos ab und wir kamen dem entsprechend ausgeruht an.

In Denpasar wurden wir von unserem sympathischen Reiseleiter in Empfang genommen und zu unserer ersten Unterkunft dem Legian Beach Hotel gebracht. Da der Verkehr im Süden der Insel rund um die Hauptstadt recht turbulent und zähflüssig ist, dauert die Strecke von nur ein paar Kilometern dennoch ca. eine halbe Stunde. Unser Reiseleiter nutzte daher die Zeit für einige nützlichen Bali Tipps, wie zum Beispiel Geld entweder direkt im Hotel zu wechseln oder an ausgewiesenen, seriösen Wechselstuben. Informationen zu diesen seriösen Stuben bekommt man in jedem Hotel an der Rezeption. Auch vom "selbst fahren" auf Bali hat er uns schnell abgeraten, wobei bei der Betrachtung des Verkehrs auch keine Lust dazu aufkam. Günstiger und sicherer ist es mit dem Taxi, selbst wenn man mal etwas längere Strecken auf der Insel zurücklegen möchte. Angekommen im wunderschönen Legian Beach Hotel, wo man das Treiben der Stadt nicht wirklich bemerkt, haben wir zunächst unsere Bungalows bezogen, um uns anschließend zu einem balinesischen Abendessen zu treffen mit traumhaftem Blick auf den Ozean. Bei einem Cocktail an der Bar haben wir den Abend dann ausklingen lassen und sind zufrieden in unsere Betten gefallen.

Der Südwesten Balis

Am nächsten Morgen nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns dann auf zu unserer ersten Tempelbesichtigung. Der Meerestempel Tanah Lot ist einer der bedeutendsten Tempel auf Bali und nur bei Ebbe trockenen Fußes zu erreichen, da er auf einer kleinen Insel liegt. Der Zugang zum eigentlichen Tempel ist nur den Gläubigen vorbehalten, man kann jedoch am Fuße des Tempelfelsens zu einer Süßwasserquelle gehen, welche ständig von Priestern bewacht ist. Gegenüber vom Tempelfelsen am Festland ist eine weitere Höhle in der die hochgiftige heilige Schlange lebt und ebenfalls von Priestern bewacht wird. Gegen eine kleine Spende haben sich ein paar Mutige von uns gefunden und die Höhle betreten. 
Im Anschluss haben wir noch einen kleinen Spaziergang an der Promenade mit vielen kleinen Souvenirständen gemacht, welche durch die Lage direkt an der Küste förmlich dazu einlädt, bevor wir uns dann zur Weiterfahrt Richtung Ubud aufgemacht haben. Auf unserem Weg machten wir noch einen kurzen Stopp in der Nähe von Tabanan im Waka Gangga Resort, um hier ein exzellentes Mittagessen zu genießen, was sogar das beste Essen auf der gesamten Reise gewesen ist, wie sich am Ende herausstellen sollte. Als wir am späten Nachmittag Ubud erreicht hatten, konnten wir direkt in unsere Zimmer im Maya Ubud Resort & Spa einchecken und relaxten ein paar Stunden bei einem kühlen Bierchen am Pool im Spa Bereich. Das Resort ist eine wahre Oase im Grünen und bietet optimale Möglichkeiten das kulturelle Zentrum Balis mit all seinen Künsten zu erkunden. Während unseres Abendessens gab es eine traditionelle balinesische Tanzvorführung, was den gesamten Tag abgerundet hat.

Kulturzentrum Bali

Nach einer guten Mütze Schlaf machten wir uns auf in Richtung Berge auf ca. 1200 Meter Höhe zu unserem nächsten Stopp dem Beratan Lake mit seiner Tempelanlage. Auf dem Weg kamen wir auch durch die Innenstadt von Ubud wo man neben vielen Bildern und Teppichen auch zahlreiche Schnitzereien und andere Handwerkskunst finden kann. Wer also authentische balinesische Kunst sucht, sollte hier eine kleine Shoppingtour einlegen. Angekommen am Beratan Lake merkte man sofort den Temperaturunterschied zur Küste und alle von uns haben daher eine dünne Jacke mitgenommen. Auf dem Parkplatz kam es dann zu einem etwas außergewöhnlichen Erlebnis. Der Sicherheitsbeamte des Parkplatzes hielt uns anscheinend für Prominente oder so, kam strahlend auf uns zu und wollte mehrere Fotos mit uns. Brav wie wir sind, haben wir seinen Wunsch erfüllt und konnten uns somit sicher sein, dass unser Bus eine besondere Bewachung genießen würde. Während wir durch die Tempelanlage liefen, hielt unser Reiseleiter zahlreiche Infos für uns bereit. Pura Bratan ist ein bedeutender Wassertempel auf Bali, der Shiva als Schöpfer geweiht ist. Der See ist ein Vulkansee, dessen Wasser den Balinesen heilig ist und zudem eine wichtige Quelle für die Bewässerung im zentralen Bali. Bei der anschließenden Weiterfahrt Richtung Lovina an der Nordküste erzählte uns unser Reiseleiter noch viele weitere kleine Geschichten und hatte auch stets einen Scherz auf den Lippen. Seither kenne ich daher nun auch den balinesischen BMW – Bauer mit Wasserbüffel.

Unberührte Natur im Norden & Westen Balis

Am Abend erreichten wir dann unser Domizil für die nächsten 2 Nächte das The LOVINA. Das Boutique Hotel liegt direkt an einem langen, schwarzen Strand im Norden von Bali und hat viele kleine Suiten, Villen und auch Apartments. Aufgrund unserer Gruppengröße wurde uns ein Apartment mit 3 Schlafzimmern, offenem Wohnbereich und eigenem Pool zugeteilt, wo wir die Abende gemeinsam, gemütlich verbracht haben. Da das Hotel auch einen kostenlosen Shuttle in die Stadt rund um die Uhr anbietet, nutzten wir die Chance zum nächsten Supermarkt zu fahren und ein paar Getränke einzukaufen. Der folgende Tag stand dann ganz im Zeichen des West Bali Nationalparks. Nach einer ca. zweistündigen Fahrt am Morgen erreichten wir das Naturreservat Bali Bart und unternahmen zunächst eine leichte Wanderung durch die – aufgrund der Jahreszeit recht trockenen – Wildnis. Tauchfans kommen auf der Insel Menjangan auf ihre Kosten, welche dem Festland vorgelagert ist. Hierfür reichte unsere Zeit jedoch nicht und nach einem leckeren Mittagessen und ein paar Minuten am unberührten Naturstrand, wo auch einige Rehe herum liefen, machten wir uns auf den Rückweg Richtung Lovina.

Tipp: Für alle diejenigen die das unberührte Bali erleben wollen und zudem das Tauchen lieben, empfehle ich die Unterkunft eher in Permuteran zu wählen, da man von dort deutlich kürze Entfernungen hat und es sehr gute Hotels mit Tauchbasis gibt.

Osten Balis

Bei unserer Weiterfahrt am nächsten Morgen entlang der Küste in Richtung Candi Dasa machten wir unseren ersten Stopp beim Kings Pool „Tirta Gangga“. Tirta Gangga bedeutet "Wasser des Ganges" und diese Stätte hat daher besonders große Bedeutung bei den balinesischen Hindus. Da Teile der Königspools auch mittlerweile gegen eine kleine Gebühr als Freibad genutzt werden können, sahen wir einige Jugendliche, die dieses Angebot gern annahmen, um im heiligen Wasser zu baden.

Im Anschluss sind wir dann noch zum Tenganan Village gefahren in dem die Bewohner bis heute nach den alten Traditionen der Bali Aga leben. Den Rest des Tages haben wir an unserem Ziel im Candi Beach Resort & Spa verbracht und auch mal wieder die Chance genutzt ins kühle Nasse zu springen. Unser letzter Tagestrip begann mit einem Ausflug nach Besakih, dem Muttertempel, einem zentralen Heiligtum Balis. Hier konnten wir glücklicherweise auch viele Zeremonien beobachten, da wir Sonntag hatten. Die Fortsetzung unserer Tour führte uns vorbei am Batur - Vulkan, der als Sitz der Götter gilt, zu einer tropischen Kaffee-Plantage wo wir den berühmten Luwak Kaffee kosten konnten. Die Kaffeebohnen durchwandern einmal den kompletten Verdauungstrakt der Luwak - Katze, bevor sie gereinigt und geröstet werden. Während unserer Verkostung fing es an wie aus Eimern zu schütten, weshalb wir dann völlig durchnässt wieder im Bus ankamen. Auf der Weiterfahrt konnten wir aufgrund des Wetters dann leider auch nicht an den berühmten grünen Reisterrassen in Tegallalang halt machen und nur einen kurzen flüchtigen Blick vom Bus aus erhaschen.

Entspannung & Heimreise

Am späten Nachmittag erreichen wir das Maya Sanur Resort & Spa, wo wir die letzte Nacht unserer Reise verbrachten. Einige von uns nutzen die Zeit, um an der Strandpromenade mit den zahlreichen Geschäften, Cafés & Bars zu spazieren und die Anderen entspannten am Pool. Da unser Heimflug am nächsten Tag erst am Nachmittag startete, gingen wir am Morgen nochmal auf Shoppingtour, um uns mit typischen Souvenirs wie Gewürzen, Tee, Kaffee und T - Shirts einzudecken. Die Koffer gefühlt mit Souvenirs und vielen atemberaubenden Eindrücken im Kopf machten wir uns dann auf den Heimweg.

Ein Reisebericht von ?

Samstag, 17. Juni 2023

Japan – „Japan ist anders und ganz besonders.“

Nachdem wir in Asien schon einiges gesehen haben, wollten wir uns diesmal einen ganz besonderen Traum erfüllen. So viel hatten wir im Vorfeld über Japan gehört, sowohl über das Gewusel in Tokyo, als auch über die Tempel in Kyoto, aber am neugierigsten waren wir auf die speziellen Sitten, Eigenheiten und auch Kuriositäten, die das Land ausmachen.

Und wir wurden nicht enttäuscht, Japan ist anders und ganz besonders. Im Gegensatz zu vielen Rundreisen wollten wir uns allerdings bei unserer ersten Reise erst einmal auf zwei Städte als Ausgangspunkte beschränken und diese dafür ganz ausgiebig erkunden und erleben. Tokyo und Kyoto sind natürlich auch DIE Städte in Japan und ein absolutes Muss.

Metropole Tokyo – „Jeder Stadtteil eine Stadt für sich“

Mit All Nippon Airlines ging es nonstop in 11,5 Stunden von Düsseldorf nach Tokyo Narita. Am Flughafen angekommen, holten wir zunächst unser mobiles WLAN - Gerät ab, das wir bereits in Deutschland vorbestellt hatten. Dieses stellte sich als sehr hilfreich heraus, denn so konnten wir uns ganz einfach inklusive der Bahnstationen und Strecken durch die Städte navigieren lassen. Denn anders als bei uns bestehen japanische Adressen meist nicht aus einem Ort, einer Straße und einer Hausnummer. Dieses System zu durchschauen und das gewünschte Ziel zu finden stellt selbst für Japaner häufig ein Problem dar – Zudem sich viele Restaurants auch im 6. Stockwerk eines Gebäudes befinden können. Zusätzlich besorgten wir uns gleich eine Sucia Karte, die man mit einem Guthaben aufladen und für öffentliche Verkehrsmittel nutzen kann. Zudem kann man mit dieser Karte auch in vielen Shops und Cafés bezahlen. Mit dem Narita Express fuhren wir anschließend zum Stadtteil Shinjuku, wo sich unser Hotel befand. Dieser Bahnhof ist berühmt - berüchtigt, denn schließlich handelt es sich hier mit über 3 Mio. Passagieren pro Tag um einen der verkehrsreichsten Bahnhöfe der Welt. Hier den richtigen Ausgang zu finden (schließlich gibt es über 200) und sich in dieser unterirdischen Stadt nicht zu verlaufen, ist wirklich nicht ganz einfach. Nach dem Einchecken im Hotel beendeten wir unseren Abend mit einem Essen in einer Izakaya, einer typisch japanischen Kneipe, in der man auch essen kann. Da es hier möglich ist, kleine Gerichte zu bestellen, kann man sich problemlos durch die japanische Küche probieren.

An unserem ersten Morgen mussten wir natürlich erst einmal die Gegend erkunden. In Shinjuku gibt es unzählige (Hoch) - häuser mit bunter Leuchtreklame, Kaufhäuser und zahlreiche kleine Viertel mit Bars und Restaurants. Auch das bekannte Robot Restaurant ist hier zu finden, welches wir uns aber gespart haben. In Shinjuku befindet sich auch das Rathaus von Tokyo mit zwei kostenlosen Aussichtsplattformen, so dass wir von hier aus die Stadt zum ersten Mal von oben sehen konnten. Und das tollste war, wir konnten von dort aus bei schönstem Wetter auch gleich den Fuji sehen, der im Herbst schon schneebedeckt ist. Jetzt waren wir richtig angekommen! Wenn man vom Trubel genug hat, lohnt sich auch ein Abstecher in einen der größten Parks, den Shinjuku - Gyoen, der im Herbst besonders schön ist.

Für den Nachmittag hatten wir bereits von Deutschland aus eine kleine Tour mit einem japanischen Guide organisiert. Mit ihm zusammen hatten wir schon im Vorfeld ein Programm nach unseren Wünschen zusammengestellt. Zunächst ging es zum Meiji - Schrein, der 1920 zu Ehren des Meiji - Kaisers und seiner Frau errichtet wurde. Am Eingang eines Schreins befindet sich üblicherweise ein großes Tor („Torii“), das man möglichst nicht durch die Mitte durchschreiten sollte, da die Mitte den Göttern vorbehalten ist. Unser Guide zeigte uns auch die „Reinigungszeremonie“ vor dem Gebet, die in einer ganz bestimmten Reihenfolge zu erfolgen hat. Das Schönste für uns war jedoch, dass wir bereits hier wie auch später auf unserer Reise viele kleine Kinder in Kimonos sehen durften, denn es war die Zeit des 3 - 5 - 7 Festes für Kinder in diesem Alter.

Anschließend ging es mit der Metro nach Shibuya. Kaum kamen wir aus der Metrostation, wurden wir schon von blinkender Werbung, einer Masse an Menschen und japanischer Musik aus Lautsprechern empfangen. Keine Frage, „unser“ Stadtteil Shinjuku wurde hier an Lautstärke und Trubel nochmals um einiges übertroffen. Besonders interessant ist es, die bekannte Kreuzung Shibuya Crossing von einem der Cafés von oben zu beobachten. Es ist wirklich Wahnsinn, wie viele Menschen hier gleichzeitig die Straße überqueren, zu Stoßzeiten angeblich bis zu 15.000! Anschließend ging es mit unserem Guide in eine Izakaya, wo wir bei leckerem Essen und Sake noch viele interessante Informationen über die Japaner und ihren Alltag bekamen.

In den nächsten Tagen nahmen wir uns immer einen anderen Stadtteil vor. Dazu muss man sagen, jeder Stadtteil ist eigentlich eine Stadt für sich, schließlich hat Tokyo über 9 Mio. Einwohner. Besonders interessant ist Yanaka, wo man noch Spuren vom alten Tokyo findet. Es ist kaum zu glauben, dass es sich hierbei um die gleiche Stadt handelt. Sehr gut gefallen hat uns auch Asakusa mit dem Tempel Sensō - ji, dem ältesten und bedeutendsten buddhistischen Tempel in Tokyo. Der Weg zum Tempel führt zunächst durch das Donnertor mit einer riesigen Laterne entlang an einer Einkaufsstraße mit zahlreichen Läden, wo man sich mit Souvenirs und Süßigkeiten eindecken kann. Eine Besonderheit bei den Tempeln und Schreinbesuchen ist jedoch, dass man in der Regel das Hauptgebäude nur von außen besichtigen kann. Es gibt meist die Möglichkeit hineinzuschauen und wir hatten mehrmals das Glück, von außen Teile einer „Zeremonie“ oder eines Gottesdienstes sehen zu können. Wenn man dann noch wissen möchte, wie es um das eigene Glück steht, kann man für einen kleinen Betrag aus einer Box einen Stift mit einer Nummer schütteln. Mit dieser Nummer zieht man sich dann aus der passenden Schublade seine Zukunftsvorhersage. Sollte diese schlecht sein, bindet man den Zettel einfach an einen Baum oder eine Wand, um das Übel abzuwenden. Wenn man nach der Tempelbesichtigung noch Zeit hat, lohnt sich in Asakusa ein Bummel durch die Gassen, um den Tempelbezirk, wo sich nicht nur nette Läden, sondern auch zahlreiche kleine Lokale befinden. Bei uns wurde die Zeit tatsächlich ein wenig knapp, denn wir wollten pünktlich zum Sonnenuntergang auf den nahe gelegenen Skytree. Der Eintritt für beide Plattformen ist nicht gerade ein Schnäppchen, aber es lohnt sich auf jeden Fall! Der Rundumblick auf Tokyo ist wirklich unglaublich.

Fuji & Nikko

Doch wir wollten uns nicht nur Tokyo anschauen, sondern zumindest etwas von der näheren Umgebung sehen. Bei unserem organisierten Tagesausflug nach Fuji und Hakone wurde uns jedoch aufgrund des schlechten Wetters an diesem Tag der Blick auf den Berg verwehrt. Und das, obwohl wir während unserer Reise ansonsten fast immer schönes Herbstwetter hatten! Ein absolutes Highlight war unser Ausflug nach Nikko, den wir auf eigene Faust mit dem Zug unternahmen. Hier befindet sich der Toshogu, ein berühmter Shinto - Schrein aus dem Jahr 1617. Auf dem dazugehörigen Stall befindet sich das berühmte Bild von den drei Affen (Nichts sehen, nichts hören und nichts sagen).

Alte Kaiserstadt Kyoto

Nach acht aufregenden Nächten in Tokyo ging es für uns weiter nach Kyoto. Und zwar pünktlich auf die Minute, denn Verspätungen kennen die Schnellzüge (Shinkansen) nicht. Kyoto ist bedeutend kleiner als Tokyo, allerdings besuchen diese Stadt fast genauso viele Touristen. Dies macht sich vor allem in den Bussen bemerkbar, auf die man doch angewiesen ist. Viele der berühmten Tempel liegen etwas außerhalb und nur wenige Ziele sind komplett mit dem Zug zu erreichen. Bei den Busfahrten muss man häufig Geduld und Stehvermögen mitbringen, denn es ist oft sehr voll und die Sitze sind nicht für europäische Beine ausgelegt. Davon ließen wir uns jedoch nicht aufhalten, sondern starteten fröhlich unser Tempelprogramm. Davon hat die alte Kaiserstadt Kyoto reichlich zu bieten. Viele der Tempel sind zudem Weltkulturerbe. Am besten gefallen haben uns die die beiden Tempel, die wir gleich am ersten Tag anschauten. Der Nanzen - ji und der Tempel Ginkaku - ji. Besonders traumhaft wirken diese Anlagen und Gärten durch die Laubfärbung. Zwischen den beiden Tempeln liegt der Philosophenweg, angenehmen ruhig mit kleinen Cafés und Läden.

Am nächsten Tag ging es zum Fushimi Inari - Taisha Schrein, einer der ältesten und bekanntesten Shintō - Schreine in Kyōto. Hier war von Ruhe keine Spur mehr, denn wie wir später erfuhren, war in Japan aufgrund eines Feiertages langes Wochenende und entsprechend groß war der Ansturm.
Der Tempel ist berühmt durch die zahlreichen Fuchsfiguren und die Alleen aus Tausenden von scharlachroten Torii. Wenn man sich die Mühe macht und den kleinen Berg hinaufsteigt, findet man tatsächlich etwas Ruhe und hat die Chance auf ein schönes Foto ohne Menschenmassen. Hat man genug von Tempel Besuchen, lohnt es sich, auch den Bahnhof in Kyōto anzuschauen, der ganz modern und fast futuristisch wirkt. Von der Terrasse und dem Skywalk, der durch den Bahnhof führt, hat man einen guten Blick auf die Stadt. Ganz in der Nähe entdeckten wir dann noch einen sehr schönen Tempel, den Higashi Hongan - ji. Hier war es wunderbar ruhig und man durfte sogar in das prächtige Hauptgebäude und sich den dortigen „Gottesdienst“ anschauen. Am Abend ging es für uns häufiger in das Ponto - chō Viertel, wo man sich in den mit Laternen beleuchteten schmalen Gassen mit kleinen Bars und Restaurants ins alte Japan zurückversetzt fühlt. Ähnlich ist es in den alten Vierteln Gion und Higashiyama, wo man mit ein bisschen Glück auch mal eine Geisha sieht. Hier verbrachten wir unseren letzten Tag bei einem Bummel durch unzählige Läden, aber auch zahlreichen kleinen Tempeln. Diese sind zum Teil weniger bekannt, dafür aber auch nicht so überlaufen und mit einer besonders schönen Atmosphäre. Im Anschluss an unseren Aufenthalt in Kyoto ging es mit dem Zug zum Flughafen Oasaka, wo wir noch eine letzte Nacht vor unserem Rückflug verbrachten.

Fazit: Alles in allem kann man sagen, dieser Urlaub hat unsere Erwartungen mehr als übertroffen. Es ist richtig, Japan hat neben all den Sehenswürdigkeiten eine Menge Kuriositäten zu bieten. Neben den Maid - und Eulen - Cafés werden uns vor allem die zahlreichen Getränke - und sonstigen Automaten in Erinnerung bleiben. Es gibt wirklich fast nichts, was man nicht aus einem Automaten ziehen kann. Am besten gefallen hat uns die unglaubliche Auswahl an kleinen Restaurants, Gaststätten und Izakayas. Dabei haben wir festgestellt, Japan muss überhaupt nicht teurer sein. Und die Menschen, die trotz all der Hektik immer ihre Ruhe und Freundlichkeit bewahren. Japan ist definitiv mehr als eine Reise wert!

Ein Reisebericht von Kerstin

Freitag, 16. Juni 2023

Nepal - Annapurna Umrundung

Gesamtkilometer: 291 Kilometer
Gesamtanstieg: 12.584 Meter
Gesamtabstieg: 12.106 Meter

Meine Nepal Reise begann mit dem Flug mit Air India von Frankfurt über Delhi nach Kathmandu.

Wir wurden vom Flughafen abgeholt und zum Hotel International Guest House in Thamel, dem Touristengebiet Kathmandus mit asphaltierten Straßen, vielen Shops und Restaurants, gebracht. Der Rest der Stadt verfügte über so gut wie keine Infrastruktur und versank im Müll, Dreck und Staub. Die Armut war erschreckend. Das Atmen fiel uns schwer - da war Bangkok ein Luftkurort verglichen mit Kathmandu.

Es gab einige wenige buddhistische und hinduistische Tempel, die man besichtigen konnte.

Besisahar – Bhulbule

Unsere Trekkingtour startete am übernächsten Tag. Mit dem öffentlichen Bus fuhren wir von Kathmandu über Dumre nach Besisahar (823 Meter), dem Ausgangspunkt des „Round the Annapurna Trek“. Insgesamt sieben Stunden dauerte die Abenteuerfahrt mit dem Minibus über die einzige, teilweise asphaltierte und total von LKWs verstopfte Serpentinen - Staubstraße.

Noch am selben Tag starteten wir zur etwa 4,5-stündigen Trekkingetappe nach Bhulbule. Schon am ersten Tag unserer Wanderung hatten wir, bei klarem Wetter, herrliche Blicke auf den Himalchuli und den Manaslu (8.163 Meter).

Ghermu – Tal – Chame

Vorbei an Ngadi und Bahundanda (1.300 Meter) erreichten wir am nächsten Tag nach einer etwa fünfstündigen Wanderung den kleinen Ort Ghermu. Die Landschaft war, mit seinen grünen Reisterrassen und den kleinen Dörfern, noch recht tropisch.

Nach zwei eher einfachen Wandertagen stand uns am dritten Tag der erste langgezogene Anstieg bevor. Ich überließ meinen 16 Kilogramm schweren Rucksack einem unserer Träger namens Sharki und war die restlichen Tage mit einem Tagesrucksack unterwegs. Tashi, unsere Guide, war ein sehr freundlicher und kompetenter Nepali, der die Region wie seine Westentasche kennt. Wir haben uns mit ihm immer sicher und sehr gut betreut gefühlt. Insgesamt zwei Träger haben uns begleitet, Sharki und Karsan, sehr liebenswerte Menschen, mit denen wir viel Spass hatten. Über zwei, den Fluss Marsyangdi überspannende, Hängebrücken erreichten wir am Ende eines eher anstrengenden Lauftages den schön gelegenen Ort Tal (1.700 Meter).

Am nächsten Tag marschierten wir den Trek von Tal nach Danakyu (2.300 Meter).

Nun wurde es langsam ernst: Auf unserem Weg nach Chame (2.685 Meter), dem Hauptort des Bezirks Manang, gewannen wir langsam an Höhe. Die wildromantischen Landschaften mit ihren Flüssen und Wäldern verändern sich. Die Vegetation wird immer karger, und es zeigen sich nun immer mehr Jak Rinder, die nur in bestimmten Höhen leben. Unterwegs ergaben sich uns schöne Blicke auf den Manaslu, die Annapurna II (7.957 Meter) und den Lamjung Himal (6.931 Meter).

Pisang – Manang

Zwischen Chame und unserem nächsten Etappenziel Pisang (3.200 Meter) durchbricht der Marsyangdi Fluss den Himalaya Hauptkamm und bahnt sich seinen Weg zur Gangesebene. Bei schönem Wetter verließen wir den "normalen" Weg und stiegen steil hinauf nach Ghyaru (3.600 Meter). Auf einem wenig frequentierten Höhenweg hatten wir bei günstigen Witterungsbedingungen fantastische Sicht auf die Berge der Annapurna-Gruppe, den Manaslu, den Pisang Peak und später auf den Gangapurna (7.485 Meter).

Nächstes Tagesziel war das Dorf Manang (3.550 Meter). Wir begaben uns in immer höhere Regionen, die Luft wurde immer dünner, und die Strapazen und Anstrengungen zehrten von Tag zu Tag mehr an unseren Kräften. Wir verweilten einen Tag in Manang und unternahmen einen Akklimatisierungslauf, um uns langsam an die steigende Höhe zu gewöhnen und nicht höhenkrank zu werden. Dieser führte uns über 1.000 Höhenmeter zum malerisch gelegenen Ice Lake.

Aufstieg zum Thorong La Pass

Von Manang führte der Anstieg über nahezu 2.000 Metern hinauf zum Thorong La Pass. Auf zwei Etappen tasteten wir uns vor nach Thorong Phedi (4.550 Meter), dem Ausgangspunkt für die Überquerung des 5.416 Meter hohen Passes. Zur besseren Akklimatisierung übernachteten wir unterwegs in Yak Kharka (4.013 Meter).

Bei Einbruch der Dämmerung brachen wir auf zur Königsetappe, der sehr langen, kräfteraubenden Überquerung des Thorong La Passes (5.416 Meter) auf. Nicht nur der steile Aufstieg sondern auch die dünne Luft forderte uns alles ab. Unter großen Anstrengungen und Selbstbeherrschung, und immer um Luft ringend, erreichten wir nach fünf Stunden, oben angelangt, den Pass. Gegen 03.00 Uhr nachts marschierten wir die Königsetappe im Schneckentempo und höchster Konzentration. Überwältigt und weinend fielen wir uns in die Arme, und konnten unser Gelingen noch gar nicht begreifen. Zur Belohnung boten sich uns großartige Ausblicke auf den Dhampus (6.012 Meter), Nilgiri (7.061 Meter) und Dhaulagiri (8.167 Meter).

Muktinath – Marpha

Es folgte der lange Abstieg in das knapp 1.600 Meter tiefer gelegene Muktinath. Nach diesem harten Tag ließen wir es an diesem Tag ruhig angehen. Wir besuchten die Klosteranlage des Pilgerorts Muktinath, der für Hindus und Buddhisten gleichsam bedeutend ist.

In einer weltentrückten Landschaft, die zum Transhimalaya gehört, boten sich in der dünnen, klaren Luft unglaubliche Ausblicke. Nach etwa zwei Stunden erreichten wir das mittelalterlich anmutende Dorf Kagbeni, das Tor nach Mustang. An Jomsom (hier gibt es sogar einen Mini-Flughafen!) vorbei gelangten wir zu dem schönen Dorf Marpha (2.661 Meter), unserem heutigen Endpunkt.

Ghasa – Tatopani

Am nächsten Tag brachen wir schon früh auf, um den am Vormittag heftig einsetzenden Winden, die den Flusslauf des Kali Gandaki herauf bliesen, so gut wie möglich zu entgehen. Unterwegs tolle Blicke unter anderem auf den Dhaulagiri und den Tukuche Peak. Endpunkt des heutigen Tages war Ghasa (2.010 Meter).

Auf Wunsch der Gruppe und in Absprache mit dem Guide wollten wir den Abschnitt zwischen Marpha und Tatopani per Bus/Jeep zurücklegen. Durch den eingesparten Tag hätte man dann eine wunderschöne Alternativroute von Ghorepani über Gandruk marschieren können. Leider war dem nicht so, da an diesem Tag die Busse streikten und so mussten wir den klassischen Weg weiterwandern, der leider sehr staubig und dreckig war, weil derzeit neue Straßen gebaut wurden.

Ghorepani – Nayapul – Pokhara

Wer dachte, mit der Überquerung des Thorong La Passes wäre der Trek gelaufen, wurde getäuscht. Fast 1.700 Höhenmeter stiegen wir am nächsten Tag hinauf nach Ghorepani auf 2.853 Metern. Noch bei Dunkelheit starteten wir am darauffolgenden Morgen um 05.00 Uhr, um auf dem Poon Hill (3.100 Meter) zum Sonnenaufgang grandiose Blicke auf Dhaulagiri, Annapurna und Machapuchare werfen zu können. Zum Sonnenaufgang wurden die 8.000er - Berge erleuchtet, aufgereiht wie eine Perlenkette. Das Szenario war wunderschön und sehr ergreifend. Ich bin voller Demut und Dankbarkeit, dass ich das Dach der Welt in seiner Pracht gesund erleben und sehen darf. Wie klein und unbedeutend komme ich mir vor, wenn ich diese wunderschönen und respekteinflößenden Riesen betrachte.

Bald mussten wir wieder hinabsteigen, 1.500 Meter nach Nayapul, eine lange und ermüdende Abwärtsetappe.

Von da aus fuhren wir mit dem Jeep zum touristischen Pokhara, wo wir zwei Nächte das normale Touristendasein genossen – mit viel schlafen, ständig essen und am schönen See flanieren.

Danach fuhren wir mit dem Minibus über Schotterpisten wieder nach Kathmandu. Die Fahrt dauerte etwa acht Stunden. Von dort flogen wir schließlich wieder zurück nach Good Old Germany.

Durch das Durchbruchtal zwischen Annapurna und Dhaulagiri gelangten wir am nächsten Tag ins Dorf Tatopani (1.159 Meter), berühmt für seine heißen Quellen. Leider konnte ich nicht in den heißen Quellen baden, da meine Füße verletzt waren. Sehr schade, da man sich dort nach den vielen kalten Nächten schön aufwärmen konnte.

Unterkünfte während der Annapurna Umrundung

Übernachtet haben wir immer in sehr einfachen Gästehäusern. Abends gab es einen Gemeinschaftsraum, wo für zwei Stunden der Ofen angezündet wurde und man sich aufwärmen konnte. Die Zimmer bestanden immer aus 2 Betten und waren ohne Heizung. Einige wenige Male hatten die Zimmer sogar ein eigenes Bad. Leider war das Wasser zum Duschen meistens eiskalt. Die Stehklos und eine Dusche befanden sich größtenteils im Freien.

Klima und Wetterverhältnisse

Im November beginnt der Winter in Nepal. In den Bergen und Höhen ist es eiskalt. Sobald die Sonne untergeht, sinken die Temperaturen auf 0 bis -15° C (Thorong Pass sogar bis -25° C). Und egal, ob man im Freien oder in einer Hütte übernachtet, es ist immer zum Erfrieren kalt – gutes Equipment ist also unabdingbar! Gottseidank hatte ich einen Schlafsack dabei, der bis zu -15° C warm gehalten hat.

Mein Fazit

Die Annapurna Umrundung ist ein sehr anstrengender, aber wunderschöner und lohnenswerter Wanderweg. Nicht umsonst zählt er zu den schönsten der Welt. Man sollte aber über eine gute Kondition und Trittsicherheit verfügen. Nepal ist ein wunderschönes Land mit grandiosen Landschaften, unterschiedlichen Vegetationszonen und liebenswerten Menschen. Aber: Nepal ist auch bitterarm. Die Menschen besitzen fast nichts, sie leben, egal ob Stadt oder vor allem Berge, in Bretterverschlägen, haben nicht wirklich Strom, kein fließend Wasser und die hygienischen Verhältnisse sind deutlich verbesserungsfähig.

Mit einem lachenden, aber auch mit einem weinenden Auge bin ich nach Deutschland zurückgekehrt. Lachend, weil ich mich auf meine schöne, warme und saubere Wohnung sehr gefreut habe. Weinend, weil ich Menschen kennengelernt und lieb gewonnen habe. Vor ihnen habe ich großen Respekt, wie sie trotz den Verhältnissen versuchen, das Beste aus ihrem Leben zu machen, und dabei freundlich, humorvoll und ehrlich bleiben.

Meine nächste Reise nach Nepal ist schon registriert!

Ein Reisebericht von Patricia Borgongino

Donnerstag, 15. Juni 2023

Vietnam - Was man gesehen haben muss

Hanoi

Unsere Reise begann in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. Nach der Ankunft ging es in unser Hotel Church Boutique Hang Trong, welches mitten in der Altstadt liegt.

Durch die zentrale Lage waren viele Geschäfte, Restaurants, Cafés und mehr in der Nähe. Überall sind kleine Gassen, die zum Teil nach Waren benannt sind. Früher wurden hier vorwiegend beispielsweise nur Silberwaren, Schuhe und so weiter in dieser Gasse verkauft. Heute mischt sich das aber mit vielen Restaurants, Cafés und Souvenirshops.

Zur ersten Orientierung haben wir eine Cyclo Tour (Fahrradrikscha) durch die Altstadt gemacht. Neben den vielen Fußgängern waren sehr viele Mopeds auf den Straßen.

Wenn einem der Trubel zu viel wird, kann man zum Hoan - Kiem - See gehen und sich dort entspannen. Am Morgen kann man dort die Einheimischen beim Tai Chi und joggen beobachten.

Ansonsten kann man noch verschiedene Tempel oder Museen besuchen oder in einem der vielen Cafés einen vietnamesischen Kaffee trinken.

Halong Bay

Unsere Reise führte uns weiter in die Halong Bay. Die Fahrt von Hanoi bis zur Halong Bay dauerte ca. vier Stunden mit Pause. Dort angekommen, haben wir im Emeraude Café eingecheckt und sind danach auf unser Schiff die "Emeraude" gegangen.

Das Schiff legte ab und wir fuhren durch die schöne Landschaft, vorbei an den vielen Karstbergen und kleinen Inseln. Nach dem Mittagessen legte das Schiff an und wir machten einen Ausflug zur Grotte Sung Sot. Man geht über viele Treppen nach oben zum Einstieg der Höhle und hat dort einen schönen Ausblick auf die Bucht und umliegenden Inseln. Drinnen gelangt man in eine große Halle mit riesigen Stalaktiten und Stalakmiten, die bunt angeleuchtet werden.

Danach ging es mit dem Beiboot wieder zurück auf das Schiff und wir hatten noch Zeit, schwimmen zu gehen und zum Relaxen an Deck. Außerdem fand eine Vorführung auf dem Sonnendeck statt, bei der gezeigt wurde, wie man die vietnamesischen Frühlingsrollen zubereitet. Später gab es dann noch ein Buffet - Abendessen. Zum Ausklang des Tages wurde noch ein Film an Deck gezeigt. Wer wollte, konnte auch zum Tintenfischangeln gehen.

Über Nacht legte das Schiff dann in einer ruhigen Bucht an. Am nächsten Morgen wurde an Deck noch ein Tai Chi Kurs angeboten, bevor es zum Frühstück ging und das Schiff wieder zurück zur Anlegestelle fuhr.

Fazit: Die Halong Bay ist eines der Highlights Vietnams, auch wenn mittlerweile viele Touristen hierhin kommen.

Hoi An

Als nächstes führte unsere Reise per Inlandsflug nach Da Nang und weiter mit einem Transfer nach Hoi An zu unserem Hotel Thanh Binh Riverside in der Nähe der Altstadt.

Die Altstadt wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt und ist wirklich sehr schön. Touristen zahlen eine einmalige Eintrittsgebühr und können dann für den gesamten Aufenthalt mit dem Ticket die Altstadt erkunden. Der Altstadtbereich ist verkehrsberuhigt und überall hat man kleine Geschäfte und Restaurants. Neben der Japanischen Brücke, die das Wahrzeichen der Altstadt ist, kann man sich beispielsweise den Quan - Cong - Tempel ansehen. Außerdem kann man über den Markt mit Gemüse, Obst, Fisch, Fleisch, Kleidung und, was der vietnamesische Haushalt sonst noch so benötigt, bummeln.  

Bekannt ist Hoi An für seine bunten Laternen und besonders stimmungsvoll ist es deshalb am Abend, wenn die Altstadt mit Lichterketten und Laternen beleuchtet wird. In den vielen Restaurants werden leckere vietnamesische Gerichte und internationale Küche angeboten. Oder man probiert etwas am Flussufer an den kleinen Streetfood - Restaurants.

Tagsüber kann man sich auch Fahrräder ausleihen und so die Gegend erkunden. Dabei lohnt sich ein Stopp im Red Bridge Restaurant, welches mitten im Grünen am Fluss liegt. Das Restaurant kann man auch von der Altstadt aus mit dem Boot erreichen und es werden hier Kochkurse angeboten.

Hoi An hat auch schöne Strände. Von der Altstadt aus ist der Strand in ca. 10 - 15 Minuten Fahrtzeit zu erreichen. Wer lieber am Strand wohnen möchte, dem empfehle ich das Boutique Hoi An Resort. Das schöne Hotel im Kolonialstil liegt direkt am Strand mit palmenbewachsenem Gartenbereich und Pool.

Es lohnt sich auf jeden Fall, ein paar Tage in Hoi An zu bleiben. Die Mischung aus Altstadt und Strand hat mir sehr gut gefallen. 

Ho Chi Minh City

Unsere zweitletzte Etappe führte uns nach Ho Chi Minh City, der größten Stadt Vietnams. Die Stadt wird auch noch häufig unter ihren alten Namen Saigon aufgeführt, wie sie von den Einheimischen oft auch noch so genannt.

Wie in Hanoi gibt es auch hier wieder sehr viele Mopeds auf den Straßen. Es ist alles nochmal viel größer und hektischer.

Um einen Überblick zu bekommen, fuhren wir zum Bitexco Financial Tower. In der 49. Etage befindet sich der Skydeck, wo man eine tolle 360 - Grad - Aussicht auf die Stadt hat.

Eines der Anziehungspunkte der Stadt ist der Benh Thanh Market. Hier kommen täglich viele Besucher hin, um über diesen überdachten Markt zu bummeln. Neben Kleidung, Schmuck und Souvenirs kann man auch Lebensmittel und Haushaltsgegenstände kaufen. Und vor dem Kauf das Handeln nicht vergessen! Um den Markt herum sind außerhalb auch noch viele kleine Geschäfte und Obststände.

In der Innenstadt sind auch noch ein paar Gebäude im Kolonialstil wie die City Hall (Rathaus) oder das Opernhaus zu sehen. Vor dem Rathaus steht die Statue von Ho Chi Minh. Man kann sich das schöne Gebäude aber nur von außen ansehen.

Sehenswert ist ansonsten noch das alte Postamt, wo sich im Innenbereich die große Schalterhalle befindet, die an alte Zeiten erinnert. Neben dem Postbereich sind hier auch kleine Geschäfte untergebracht.

Auf der anderen Straßenseite vom alten Postamt befindet sich die Kathedrale Notre Dame, wo wir auch kurz hineingegangen sind.

Mekong Delta

Von Ho Chi Minh City aus machten wir einen Tagesausflug ins Mekong Delta. Man erreicht das Mekong Delta in ca. 1,5 Stunden Fahrt.

Das Land am Delta ist sehr fruchtbar und so fuhren wir an vielen Obstplantagen vorbei. Es wurden beispielsweise Bananen, Mangos, Ananas und noch weitere Obstsorten sowie Gemüse angebaut.

Weiter ging es mit einer Flussfahrt durch einen der zahlreichen Flussarme des Deltas.

Die anschließende Fahrradtour hat mir auch sehr gut gefallen. Wir fuhren durch die grüne Landschaft an vielen Obstplantagen vorbei. Auf der Fahrradtour legten wir dann noch verschiedene Stopps ein. Wir schauten uns eine Ziegelei an und besuchten einen Familienbetrieb zur Verarbeitung von Kokosnüssen. Sehr interessant zu sehen, wie vielseitig die Kokosnuss ist und was man alles daraus produzieren kann. Einen weiteren Stopp legten wir dann noch in einem kleinen Betrieb ein, wo auf traditioneller Weise Reisenudeln hergestellt wurden.

Zum Schluss ging es nochmal auf ein Boot, um eine letzte Fahrt auf dem Fluss zu unternehmen, bevor es zurück nach Ho Chi Minh City ging.

Insgesamt war es eine schöne Reise und die Mischung aus Stadt, Strand, Kultur und Natur hat mir sehr gut gefallen. 

Ein Reisebericht von Ying Yi

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