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Sonntag, 20. August 2023

Madagaskars Tierwelt und Pflanzen - Vom Lemur zu den Baobabs

Der Name Madagaskar ist auf der ganzen Welt berühmt – und doch bleibt dieses Land weitgehend unerkundet. All jene, die neugierig genug sind, um unter seine Oberfläche zu tauchen, werden gebührend belohnt – mit märchenhaften Landschaften, herzlichen Menschen, großer Artenvielfalt und einer beeindruckenden Sammlung von wilden Tier - und Pflanzenarten, die es nirgendwo sonst auf der Welt gibt.

La Grand Île, die viertgrößte Insel der Welt – nach Grönland, Papua Neuguinea und Borneo – liegt im Indischen Ozean, durch die Straße von Mosambik abgetrennt vom afrikanischen Kontinent. Über 5.000 km mit breiten Stränden und Korallenriffen säumen seine Küste, während sich im Landesinneren die unterschiedlichsten Landschaften erstrecken – von vulkanischen Bergketten in der Mitte, zu feuchten Regenwäldern im Osten, trockenen Sandsteinfelsen im Westen und bizarren Karstwäldern im Norden des Landes.

Madagaskars Isolation vom afrikanischen Kontinent vor 165 Millionen Jahren führte zur Evolution seiner Tiere und Pflanzen, die heute dort zu finden sind. Heutzutage leben mehr als 70 Arten und Unterarten von Lemuren auf der Roten Insel. Jedoch wurden seit der Ankunft der Menschen auf der Insel bereits 16 Arten ausgelöscht. Madagaskar beheimatet außerdem über 346 Reptilienarten, die nirgendwo sonst auf der Welt zu finden sind – darunter auch das weltweit größte und kleinste Chamäleon. Die Pflanzenwelt ist ebenso beeindruckend – mit mehr als 6.000 endemischen Pflanzenarten, darunter die bizarren, stacheligen oktopusartigen Bäume und die flaschenförmigen Baobab - Bäume.

Während unserer mehr als drei Wochen in Madagaskar reisten wir durch das wilde, unberührte Hinterland und erkundeten dabei so viel wie nur möglich – wir wanderten im Wald von Kirindy durch die Dunkelheit, um den Sonnenuntergang an der Baobab - Allee zu erleben, erklommen die kantigen Karststeingipfel im Nationalpark Tsingy de Bemaraha und ließen uns im Einkaumkanu auf dem Tsiribihina flussabwärts treiben.

Sieben Kontinente und hunderte Länder später ist Madagaskar nach wie vor einer meiner Lieblingsorte auf der Welt. Um euch zu zeigen warum, lass ich einfach unsere Fotos sprechen.

Ein Reisebericht von Nellie Huang

Mittwoch, 16. August 2023

Die Besteigung des Kilimandscharo - Eine tiefgreifende Herausforderung

Wenn das Leben eine Reise ist, muss es Stationen und Kontrollpunkte geben, an denen wir herausgefordert werden, Dinge zu tun, die jenseits unserer Fähigkeiten zu liegen scheinen – Orte, an denen wir eine Bestandsaufnahme darüber machen, wo wir uns befinden, was uns ausmacht und wohin uns unsere Reise als nächstes führen wird.

Mount Kilimanjaro ist so ein Ort.

Es ist mehr als nur ein Aufstieg. Es ist mehr als Mensch gegen Berg. Es geht um mehr als nur um sich selbst. Und oft ist es mehr, als man fähig zu sein glaubt.

Dies sind nur einige wenige der geheimen Zutaten für eine lebensverändernde Erfahrung. Unser eigener Aufstieg auf den Kilimandscharo war gigantisch, mehr noch, als wir uns das damals vorgestellt hatten, und überraschenderweise noch gigantischer, wenn wir jetzt daran zurückdenken.

Wenn wir heute über das Reisen und persönliches Wachstum nachdenken, liefert uns dieser Berg eine großzügige Portion an Erinnerungen und Erkenntnissen – jener Ort, an dem wir zusammen mit einer Gruppe von Menschen, die wir heute Freunde nennen, einen Fuß vor den anderen setzen, um den Gipfel Afrikas zu erreichen.

Ein Reisebericht von  Daniel Noll und Audrey Scott

Dienstag, 15. August 2023

Die letzten 100 Meter des Aufstiegs zum Gipfel des Kilimandscharo

100 Meter vom Gipfel entfernt, sah ich langsam zu einer kleinen Gruppe von Menschen hinauf, die dort standen, jubelten und sich High - Fives gaben. Sie waren da, sie hatten es geschafft. Mein Kopf senkte sich in Richtung Boden und ich atmete lange aus. Beinahe am Ziel, Mann, ein Schritt nach dem anderen, atmen. Mein Herz fühlte sich an, als würde es aus meiner Brust schlagen. Ich konnte es durch fünf Schichten spüren und wartete ein paar Sekunden, um zu sehen, ob es sich beruhigen würde. Das tat es nicht. Auf 5.800 Metern über dem Meeresspiegel ging ich im Tempo einer Amazonas - Schnecke. Einen Schritt nach dem anderen schleppte ich mich weiter in Richtung Gipfel. Es war 6:30 Uhr und die Sonne begann gerade erst, den Horizont zu durchbrechen. Mein Kopf hämmerte. Ich konnte buchstäblich spüren, wie das Blut durch meine Venen pulsierte und versuchte, meinen Körper und mein Gehirn mit Sauerstoff zu versorgen. Beinahe am Ziel, ein Schritt nach dem anderen, atmen. Mit den Augen nach unten gerichtet, setzte ich mein Tempo in Richtung der vor mir liegenden Stimmen fort. Schritt, Schritt, Stopp, Stopp, Schauen. Ich kam meinem Ziel näher.

Paul blickte auf und hielt inne, während er meinen Ruf zur Kenntnis nahm, dann stand er nach etwa zwanzig langen Schritten mit Javi und Kilian direkt hinter mir an meiner Seite. „Wir haben es geschafft, Mann.“ sagte ich, und er strahlte mit einem breiten Lächeln der Erleichterung. „Jawohl.“ Wir vier hatten den Gipfel am Morgen als Team erreicht. Paul, Javi, Kilian und ich. Insgesamt bestand unsere G Adventures Gruppe aus sechs Personen, die alle an diesem Morgen den Kili bestiegen, aber nach dem langen 7 - stündigen Aufstieg wurden wir auf Grund von Höhenkrankheit in verschiedene Gruppen aufgeteilt. Alle gingen an diesem Tag bis an die Grenzen und erreichten etwas Spektakuläres. Derartige Errungenschaften bringen mich zu dem Schluss, dass unsere Welt wirklich voller außergewöhnlicher Orte und außergewöhnlicher Menschen ist. Reisen bedeutet, diese Erkenntnis zu berücksichtigen und das Leben jeden Tag in vollen Zügen zu genießen. Den Gipfel des Kilimandscharo zu erreichen, war eine wahrhaft lebensverändernde Erfahrung.

Unsere G Adventures Mt.Kilimanjaro Crew umfasste fünf Briten, einen Kanadier, zwei Tansanianische Haupt - Bergführer, einen Assistenzführer, einen Koch, und zwölf Träger. Die Träger trugen alles; Ausrüstung, Schlafsäcke, Essen, Kochausrüstung, zusätzliche Ausrüstung, und so weiter und so fort. Diese Jungs sind Helden. Unsere Träger waren super freundlich, auch wenn wir sie nicht so oft sahen, sie lächelten und übten ihr rudimentäres Englisch. Die meisten Guides beginnen als Träger auf dem Berg. Nach ein paar Jahren (und vielen Aufstiegen) werden sie in der Regel Assistenzführer und nach einem Jahr vollwertige, zertifizierte tansanische Bergführer, die den Leuten helfen, den Gipfel des Kili, aber oft auch des Mt. Meru und manchmal sogar des Mt. Kenia zu erreichen. Weltklasse - Bergsteiger.

Der Koch war fantastisch und wir aßen täglich drei Zwei - Gänge Mahlzeiten, auch wenn wir nicht so hungrig waren. Insgesamt war das Essen großartig. Es gab Haferbrei, Toast, Würstchen, Kaffee, Eier und Tee zum Frühstück. Ein Lunchpaket an den meisten Tagen, aber in einem Fall ein warmes Mittagessen mit Kartoffeln, Nudeln und gedünstetem Gemüse. Das Abendessen war jeden Tag anders, wobei der Schwerpunkt meist auf Kohlenhydraten lag, um uns für den nächsten Tag mit Energie zu versorgen. Es gab immer mehr als genug Wasser und man kann an den meisten Stationen entlang der Strecke Wasser auffüllen. Hut ab vor allen Kilimandscharo - Köchen, die diesen Beitrag lesen, ihr seid Rockstars und vielen Dank!

Um genau 07:00 Uhr, erreichte ich den Gipfel des höchsten freistehenden Berges der Welt und verwirklichte ein weiteres Lebensziel. Ich stand auf dem Gipfel des Kilimandscharo und dem Dach Afrika. Ich atmete tief durch und lächelte vor mich hin: Du hast es geschafft.

Als ich langsam in den Augenblick zurückkehrte, sah ich zwei meiner Teamkollegen, die hinter mir, mit unserem tansanischen Reiseleiter direkt hinter ihnen, auftauchten. Ich konnte die Qualen des Aufstiegs in ihren Bewegungen sehen.

"Kommt schon Leute, wir sind hier, wir haben es geschafft!"

Unsere Wanderung dauerte insgesamt fünf Tage und vier Nächte. Die Route heißt Marangu und ist, da sie eine der schnellsten ist, bei allen, die mit dem Berg vertraut sind, unter dem Spitznamen Coca - Cola bekannt. Die Erfolgsquote liegt bei 75% und ist die niedrigste für alle Routen. Denn man hat wirklich nicht genügend Zeit, um sich richtig zu akklimatisieren und wird die Auswirkungen der Höhe beim Gipfelaufstieg spüren. Das scheint die meisten Leute, mich eingeschlossen, jedoch nicht abzuschrecken. Wenn ich es noch einmal machen würde, würde ich höchstwahrscheinlich die Machame Route nehmen, die einem zwei Tage mehr Zeit zum Akklimatisieren gibt und einen weniger intensiven Gipfelaufstieg hat.

Insgesamt brauchten wir 7 unerträgliche Stunden, um den Gipfel zu erreichen. Ich hatte Glück und hatte mich etwas auf die Herausforderung vorbereitet. Mit konstanter tiefer Atmung, Zucker (in Form von Snickers) und viel Wasser konnte ich die 5.750 Meter Marke (Gilman's Point) ohne wirklich starke Auswirkungen der Höhenkrankheit erreichen. Die letzten 150 Meter haben jedoch ihren Preis gefordert. Ich war erschöpft und fing an, die Auswirkungen schnell zu spüren. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich über 24 Stunden nicht geschlafen und war in diesem Zeitraum 17 km mit einem Höhenunterschied von 2.000 m gewandert. Meine Muskeln wurden schwächer, besonders meine Beine. Ich musste mich ausruhen. Es dauerte anderthalb Stunden, um die 1 km vom Gilman's Point zum Uhuru Peak und zum Gipfel zu bewältigen. Mein Kopf hämmerte und alle zehn Schritte hielt ich an, um Luft zu holen, dann ging ich weiter, hielt an, ging weiter. Es war eine unglaubliche Herausforderung, um eine so kurze Strecke zurückzulegen. Eine, auf die man sich nicht vorbereiten kann, sondern die man einfach nur durchstehen muss.

Unsere Gruppe war fantastisch und wir hatten großartige Guides. Wir teilten Gelächter, Tränen, Schweigen und Übelkeit miteinander, sowie die Entschlossenheit, ein gemeinsames Ziel zu erreichen, den Kilimandscharo zu besteigen und das Dach des afrikanischen Kontinents zu erreichen.

Ich glaube, dass Ausdauer der Schlüssel zu jeder physischen Herausforderung ist. So kitschig es auch klingt, der Trick ist, sich selbst zu zwingen, weiterzumachen und die anstehende Herausforderung anzugehen, egal wie sehr der Körper auch schreit, dass man aufhören soll. Spart eure Energie und geht langsam. Es ist kein Rennen, und selbst wenn es das wäre, besiegt die Schildkröte immer den Hasen. Das Bergsteigen in großer Höhe stellt eine andere Herausforderung dar als das technische Klettern. Beim Kilimandscharo denke ich, dass der beste Weg, den Gipfel zu erreichen, darin besteht, die Route entsprechend zu wählen und die Schwierigkeiten beim Gehen auf 5.895 Metern über dem Meeresspiegel nicht zu unterschätzen.

„Fast da, Mann, einen Schritt nach dem anderen, tief durchatmen.“

Ein Reisebericht von Greg Snell

Montag, 14. August 2023

5 Tipps für die Kilimandscharo - Besteigung

Eine Kilimandscharo - Besteigung steht auf den To - do - Listen vieler Reisender. Wir haben es getan und bis auf den Uhuru Peak geschafft.

Kilimandscharo. Der Name allein klingt nach Abenteuer und Exotik. Kein Wunder, dass den Kilimandscharo zu besteigen ganz oben auf der To - do - Liste vieler Reisender steht.

Wir haben seit über 10 Jahren davon geträumt.

Wir haben es dann endlich getan und es bis auf den Uhuru Peak hinauf geschafft. Nach elf Jahren konnten wir die „Kilimandscharo - Besteigung“ endlich von unserer To - do - Liste streichen. Aber der Aufstieg und die Befriedigung, es geschafft zu haben, war mehr als nur eine Sache, die wir endlich erledigt haben. Es war ein Erlebnis für sich.

Wenn du schon länger von einer Kilimandscharo - Besteigung träumst, haben wir hier ein paar Tipps für dich, wie es dir gelingen kann.

Wähle deine Route

Egal, für welche Route du dich bei deiner Kilimandscharo - Besteigung entscheidest, wir empfehlen dir, es mit einer Gruppe zu machen. Es macht einfach mehr Spaß, mit anderen unterwegs zu sein und die aufregende Reise gemeinsam zu erleben. Außerdem kannst du auf die Unterstützung deiner Mitwandernden zählen, wenn es zum Gipfel hin anstrengender wird. Bei der Wahl deiner Route denke daran, dass alle Wege auf den 5.895 Meter hohen Uhuru Peak führen. Mach dir also die Entscheidung nicht zu schwer. Sieh dir den Routenvergleich an, um für deine Interessen, bevorzugte Unterbringung (Hütte oder Zelt), dein Budget, die zur Verfügung stehende Zeit und deine Fitness die beste Route zu finden.

Wir haben uns für die Marangu - Route entschieden, die liebevoll auch „Coca - Cola - Route“ genannt wird, da du auf ihr in Hütten übernachtest. Manche sagen, diese Route würde durch weniger interessante Landschaften führen, doch wir können bezeugen, dass die gesamte Route verblüffend schön war. Sieh dir unsere Kilimandscharo - Fotos an und überzeuge dich selbst davon.

Die richtige Ausrüstung

Um den Kilimandscharo zu besteigen, brauchst du keine besonders spezielle Bergsteigerausrüstung. Du musst also kein Vermögen für Ausrüstung ausgeben, aber einige wichtige Dinge solltest du auf jeden Fall dabeihaben. Träger können 15 Kilo pro Person tragen – inklusive Schlafsack.

Was du mitnehmen musst:

• Bequeme Hose, Shirts, Unterwäsche

• Fleecejacke

• Wanderschuhe, die den Knöchel stützen

• Stirnlampe

• Lange Unterhosen oder Seidenunterwäsche (am Tag der Gipfelbesteigung solltest du viele Schichten tragen)

• 2 Kopfbedeckungen (eine als Sonnenschutz und eine, um den Kopf zu wärmen)

Wenn du die folgende Ausrüstung noch nicht besitzt, kannst du sie auch in Moshi ausleihen anstatt zu kaufen. So erleichterst du auch dein Gepäck auf Flügen und beim Herumreisen.

• Schlafsack – besorge dir den wärmsten, den du bekommen kannst (-20 bis -30 °C)

• Wasserdichte Hose und Jacke

• Wanderstöcke – werden vor allem beim Abstieg benötigt, können dir aber auch beim Aufstieg zusätzlichen Halt geben

• Gamaschen (Gaiter) – besonders, falls am und rund um den Gipfel mit Schnee zu rechnen ist (bei einer Besteigung in der Trockenzeit brauchst du sie möglicherweise nicht)

Die Höhenluft

Egal, für welche Route du dich entscheidest, du wirst in kurzer Zeit eine Menge Höhenmeter machen. Auf der Maranga - Route wanderten wir beispielsweise in 66 Stunden von 1.800 m auf 5.895 m.

Das ist schnell, aber absolut schaffbar.

Jeder Mensch reagiert anders auf die Höhe und manche sind für die Höhenkrankheit anfälliger als andere. Hier sind einige Tipps, wie du deinem Körper helfen kannst, mit der Höhenlage klarzukommen. Wenn du sie befolgst, wirst du auch mit mehr Selbstvertrauen und weniger Besorgnis wegen deiner Reaktion auf die Höhenluft an die Sache rangehen können.

• Reichlich Wasser trinken. Trink Wasser – viel Wasser. Du solltest mindestens 3 Liter pro Tag trinken. Die Guides und Träger werden es dir bestätigen: Wasser zu trinken ist die beste Prävention gegen die Höhenkrankheit.

• Pole Pole (Eile mit Weile). Das ist hier das Mantra für alle Gipfelstürmer und die Guides und Träger werden dich immer wieder daran erinnern. Warum? Wenn du langsam gehst, sparst du Kräfte und gibst deinem Körper genug Zeit, um sich an die Höhenlage zu gewöhnen.

• Schlafen und essen. Beides wird immer schwieriger werden, je höher du kommst, also versuche, vorzuschlafen und dich vollzustopfen, solange du noch weiter unten bist. Besonders in niedrigen Lagen solltest du dich zwingen, zu essen. Was das Schlafen betrifft, können dir gute Ohrstöpsel helfen, die Geräusche von draußen (wenn du im Zelt schläfst) und die Toilettenbesuche deiner Bergkameraden (wenn du in Hütten schläfst) auszublenden.

Und schließlich solltest du daran denken, dass dein Guide und die Assistenten immer ein Auge auf dich haben und darauf achten, ob du Symptome der Höhenkrankheit zeigst. Folge stets ihren Ratschlägen – schließlich haben sie jede Menge Erfahrung in diesen Dingen – und deine Erfahrung am Kilimandscharo wird entsprechend angenehmer sein.

Die größte Herausforderung am Kilimandscharo ist mental, nicht körperlich

Eine Kilimandscharo - Besteigung ist körperlich ganz schön anstrengend und der Tag am Gipfel kann besonders brutal sein. Doch ebenso sehr ist es eine mentale Herausforderung.

Wenn du Zweifel bekommst oder dir die Höhenluft zu schaffen macht, versuche, dich auf die vor dir liegende Aufgabe zu konzentrieren und lass dir von deinem Team helfen. Gehe in dich und finde die Kraft und Ausdauer, um weiterzumachen. Eile mit Weile.

Genieße das Erlebnis

Natürlich will jeder auf den Gipfel, den Uhuru Peak. Doch eine Kilimandscharo - Besteigung hat viel mehr zu bieten als nur den Moment am Gipfel. Sieh dich um, während du den Berg besteigst. Mach mal Pause und reflektiere, wie weit du schon gekommen bist. Du bist über den Wolken unterwegs und das solltest du genießen.

Den Kilimandscharo zu besteigen bietet dir wunderschöne Natur, eine den Kopf freimachende Wanderung, ein Gefühl der Kameradschaft mit den Menschen um dich herum, abwechslungsreiche Landschaften, die Unterstützung deines Trekking - Teams und die Befriedigung, eine Herausforderung gemeistert zu haben.

Eine Kilimandscharo - Besteigung ist ein absolut einmaliges Erlebnis im Leben.

Ein Reisebericht von Daniel Noll und Audrey Scott

Freitag, 11. August 2023

Florida - Mehr als nur Sonne und Strände!

Florida ist ein vielseitiger Bundesstaat an der Südostküste der Vereinigten Staaten. Bei Florida denken die meisten direkt an Sommer, Sonne, Strand und Meer. Dass der US - Staat aber noch viel mehr zu bieten hat, konnte ich nun selbst erleben. Es ging mit Delta Airlines von Stuttgart über Atlanta nach Miami.

Miami Beach 

Die erste Nacht verbrachten wir in Miami Beach. Am nächsten Morgen zog es uns sofort zum fast 15 Kilometer langen, breiten Sandstrand mit seinen bunten Lifeguard Häuschen und dem warmen, türkisfarbenen Wasser. 

Nach einer kurzen Fahrt durch das berühmte Art Deco Viertel mit seinen auffälligen Farben, Pastelltönen und markanter Architektur haben wir Miami Beach auch direkt schon wieder verlassen und uns auf den gut 260 Kilometer langen Weg nach Key West gemacht.

Key West

Vom Festland bis nach Key West reiht sich eine Insel („Key“) an die andere und man überquert 42 Brücken, bis man schließlich am südlichsten Punkt der kontinentalen USA ankommt.

Die nördlichste, und zugleich größte Insel der Keys, ist Key Largo, vor deren Küste der John Pennekamp Coral Reef State Park liegt, das erste Unterwasser - Naturschutzgebiet der USA. Hier kann man viele verschiedene Schnorchel -, Tauch -, Kajak -, Kanu - oder Glasbodenbootsausflüge unternehmen.

Wer seine Zeit über Wasser verbringen möchte, kann das Laura Quinn Wild Bird Sanctuary besuchen, eine Auffangstation für verletzte Wildvögel. Der Eintritt ist kostenfrei und man kann über Holzstege durch die Mangroven spazieren.

Key West ist ca. 6 × 2 Kilometer groß und die einzige Insel der Keys mit Stadtcharakter. Im westlichen Teil befindet sich die Altstadt, die gleichzeitig auch das Zentrum ist. Man braucht in Key West nicht zwingend ein Auto, man kann das meiste auch zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichen. Hier werden verschiedene Tagestouren angeboten, in denen dir Key West von einem Reiseleiter gezeigt wird. 

Wer nicht zu viel zu Fuß unterwegs sein möchte, kann mit dem Conch Tour Train fahren, der in ca. 2 Stunden ganz Key West abdeckt oder mit dem Old Town Trolley, der sich auf die Altstadt begrenzt.

Für einen schönen Ausblick über ganz Key West kann man entweder den ca. 22 Meter hohen und im Jahr 1847 erbauten Leuchtturm von Key West besteigen, oder man besucht das Key West Shipwrecking Museum. Dort erkundet man zuerst das urige Museum, in dem man erfährt, was Key West einst zur reichsten Stadt der USA machte, und kann anschließend auf den museumseigenen Holzturm steigen und einen 360° Blick über die Altstadt genießen.

Ein absolutes Muss ist der Besuch des Southernmost Points, der den südlichsten Punkt der kontinentalen USA darstellt. An dieser Stelle ist man nur 90 Meilen (ca. 145 km) von Kuba entfernt. Wer dort für ein Bild posieren will, sollte das am besten am frühen Morgen oder späteren Abend machen, da die Schlange sonst relativ lang sein kann.

Naples

Nach der Rückkehr aufs Festland, war unser nächstes Ziel Naples. Wenn man von den Keys kommt und in Richtung Naples fährt, durchquert man automatisch die Everglades auf dem Tamiami Highway.

Da wir den Nationalpark unbedingt auch zu Fuß erkunden wollten, haben wir einen Zwischenstopp am Bobcat Boardwalk Trail gemacht. Es gibt auch eine kleine Tram, mit der man eine geführte Tour machen kann, wir haben uns aber dafür entschieden, die Gegend selbst zu Fuß zu erkunden. Wir wurden nicht enttäuscht! Zuerst sind wir über Holzstege durch die Natur spaziert und danach haben wir uns an einem kleinen Fluss auf die Suche nach Alligatoren gemacht. Oft muss man sehr genau hinschauen, um die gut getarnten Reptilien im Wasser und unter Pflanzen zu entdecken. Neben einigen größeren Exemplaren haben uns vor allem die kleinen Jungtiere und verschiedenen Schildkröten und Vögel sehr begeistert.

In Naples angekommen, sind wir abends noch etwas in der Innenstadt auf der 5th Avenue mit all ihren Restaurants und Geschäften flaniert, bevor wir einen weiteren spektakulären Sonnenuntergang am Naples Pier erleben durften. Dort hatten wir sogar das Glück, Delfine direkt vom Strand aus zu sehen!

Am nächsten Tag zog es uns wieder in die Natur und wir haben eine Airboat Tour durch die Mangroven der Everglades gemacht. Auch wenn wir dort nicht allzu viele Alligatoren gesehen haben, ist es das Erlebnis, durch die Mangrovenwälder zu gleiten, allemal wert.

HP Williams Roadside Park

Auf dem Rückweg nach Naples haben wir am HP Williams Roadside Park angehalten. Auf den ersten Blick wirkt der Ort sehr unspektakulär. Bei genauem Hinsehen hat sich das Ganze als kleiner Geheimtipp entpuppt. Wir konnten unzählige Alligatoren im Wasser, beim Sonnen, am Ufer und auf Baumstämmen schlafend erspähen!

Wer das kleinste Post - Office der USA besuchen will, hat dafür unterwegs zurück in die Stadt auch noch die Gelegenheit.

Zum Abschluss in Naples waren wir noch in Tin City. Dort gibt es einige Restaurants direkt am Wasser und viele kleine Läden aller Art. Was man dort nicht findet: Kettengeschäfte. Das meiste ist handgemacht und aus der Region.

Sanibel und Captiva

Unser nächster Übernachtungsstopp war Siesta Key. Auf dem Weg dorthin haben wir noch einen Abstecher nach Sanibel und Captiva gemacht, wo man unglaubliche lange und breite Sandstrände mit Millionen von Muscheln findet.

Beim Mittagessen im English Pub „The Mucky Duck“ auf Captiva, in traumhafter Lage direkt am weißen, feinen Sandstrand, hatten wir sogar das Glück, zwei brütende Fischadler im Baum direkt neben dem Restaurant zu beobachten! 

Wer auf der Suche nach einem weißen, unglaublich feinen Sandstrand direkt am türkisfarbenen, glasklaren Wasser ist, der ist auf Siesta Key genau richtig. Noch nie zuvor habe ich so feinen Sand gesehen. Es fühlt sich an, als ob man durch Mehl läuft. Absolut traumhaft!

Myakka River State Park

Allen Naturliebhaber kann ich den Myakka River State Park nur wärmsten ans Herz legen. Man sieht unzählige Alligatoren, Schildkröten und Vögel und kann direkt am Fluss entlang durch den Wald spazieren. Ab und an taucht neben einem plötzlich ein paar Augen oder ein ganzer Kopf aus dem Wasser auf. Auch wenn man manchmal nur wenige Meter von den Alligatoren entfernt ist (ohne jeglichen Zaun oder Absperrung versteht sich), haben wir uns zu keinem Zeitpunkt bedroht oder gefährdet gefühlt. Das absolute Highlight war ein Nest mit mehreren süßen kleinen Babyalligatoren. Im Park gibt es auch einen riesigen See, einen Aussichtsturm und verschiedene Wanderwege. Man kann ohne Probleme einen halben Tag oder länger im Park verbringen.

Treasure Island

Wir haben die letzten beiden Nächte auf Treasure Island verbracht und die Gegend erkundet. Auf der Insel gibt es zahlreiche charmante Orte und atemberaubende Strände wie Madeira Beach, St. Pete Beach oder Indian Rocks Beach. Ein absoluter Traum ist auch der Strand in Clearwater Beach. Allerdings liegt der Strand direkt im Ort und nicht, wie die meisten anderen Strände, idyllischer durch kleine Dünen oder Bäume von der Straße abgetrennt.

Natürlich haben wir auch St. Petersburg besucht. Wir haben uns den riesigen St. Pete Pier angesehen und waren von den beeindruckenden Glaskunstwerken der Chihuly Collection fasziniert.

Anschließend waren wir noch auf Honeymoon Island, wo wir uns auf dem Osprey Trail auf die Suche nach Fischadlern und deren Nester machten. Während unserer kleinen Wanderung konnten wir einige der großen Raubvögel beobachten und hören. Gegen Ende des Spaziergangs hatten wir sogar noch das Glück, ein Jungtier im Nest mit einem Elternteil zu erspähen.

Besonders lustig fanden wir auch die Bodenbewohner des Waldes. Wir haben unzählig viele Schildkröten gesehen, die erstaunlich schnell über den Waldboden flitzten.

Ein ganz besonderes Erlebnis erwartete uns in Crystal River. Der Ort wird nicht umsonst „Manatee Capital of the world“ genannt. Manatees sind Rundschwanzseekühe, die trotz ihrer Größe, unglaublich entspannte und friedliche Tiere sind. Sie habenkeine natürlichen Feinde und kennen kein Konkurrenzverhalten untereinander. Sie lieben das warme Wasser in Crystal Rivers Quellen. Im Winter (November bis Ende März) ist „Manatee Season“ und es versammeln sich tausende Tiere in den Wasserwegen rund um die Stadt, um dem kälteren Wasser der Küstengebiete zu entkommen.

Aber auch in der Nebensaison kann man die Säuger in Crystal River antreffen, da einige Tiere das ganze Jahr dort leben. Und nur dort, in Crystal River, ist es gestattet, mit diesen beeindruckenden Tieren zu schwimmen.

Nach einer kurzen Einweisung startete unsere Tour morgens um 06:30 Uhr. Mit dicken Neoprenanzügen ausgestattet, ging es mit dem Boot auf die Suche nach den riesigen Tieren.

Wir wurden nicht enttäuscht und konnten mit mehreren Manatees schwimmen und sie beim Fressen beobachten. Darunter waren eine hochschwangere Kuh, ein großer Bulle und auch mehrere Jungtiere. Es war ein unglaubliches Erlebnis, das wir mit Sicherheit nicht wieder vergessen werden!

Am Abend machten wir noch einen Ausflug nach Pine Island, um den letzten Sonnenuntergang unserer Reise am Strand zu genießen, weil es am nächsten Tag in Richtung Osten, zu unserem letzten Ziel Orlando ging.

Orlando

Nachdem wir am frühen Nachmittag in Orlando angekommen sind, sind wir direkt los zu den Universal Parks. Universal in Orlando besteht aus drei Parks. Es gibt den Wasserpark Volcanoe Bay und die beiden Themenparks Universal Studios und Universal Islands of Adventure.

In den Universal Studios kann man unter anderem die Simpsons in Springfield besuchen, kann ein Abenteuer mit den Minions erleben, mit Jimmy Fallon durch New York City rasen und sich mit den Transformers, den Men in Black und den Charakteren von The Fast & Furios ins Abenteuer stürzen.

Als große Harry Potter Fans war unser Highlight die Winkelgasse und alles, was man dort erleben kann. Wir haben die verschiedenen Läden aus der Harry Potter Welt besucht, sind in Loren durch Gringotts gejagt und haben sogar einen kleinen Abstecher in die Nokturngasse gemacht.

Wer ein Park to Park Ticket hat, kann sogar mit dem Hogwarts Express von der Kings Cross Station in London vom Gleis 9 ¾ bis nach Hogsmeade fahren und ist somit in Universal Islands of Adventure.

In Hogsmeade kann man noch tiefer in die Welt von Harry Potter eintauchen. Wir haben ein Butterbier probiert, sind mit Hagrids magischem Motorrad gefahren und sind zusammen mit Harry, Ron und Hermine auf Besen durch ganz Hogwarts geflogen.

Besonders beeindruckend waren am Abend die Lichtprojektionen auf das riesige Hogwarts Schloss.

Wer auf der Suche nach Achterbahnen und Thrill Rides ist, ist im Islands of Adventure genau richtig.

Damit man die beiden Parks voll ausnutzen kann, würde ich immer ein Park to Park Ticket und einen Fast Pass empfehlen, da man damit an den längsten Schlangen vorbeigehen kann und seine kostbare Zeit nicht mit stundenlangem Anstehen verbringt.

Den nächsten Tag verbrachten wir im Kennedy Space Center, wo wir viel über die Geschichte der amerikanischen Raumfahrt und das Universum lernen konnten. Man sollte auf jeden Fall morgens zur Parköffnung schon da sein und den ganzen Tag ausnutzen, wenn man alles sehen und entdecken will. 

Am Abend konnten wir dann sogar noch den Start einer SpaceX Rakete von Weitem miterleben!

Zum Abschluss unserer tollen Reise haben wir den letzten Tag in Disneys Animal Kingdom verbracht.

Neben dem Animal Kingdom gibt es in Orlando noch das Magic Kingdom, Epcot, Disneys Hollywood Studios und zwei Wasserparks. Jeder Park bietet einzigartige Erlebnisse und Attraktionen.

Im Animal Kingdom konnten wir auf Safari in Afrika gehen, mit der Achterbahn rund um den Mount Everest rasen und die Welt von Avatar bestaunen. Die beste Attraktion war unserer Meinung nach „Avatar Flight of Passage“, bei der man auf einem Banshee durch die Landschaften von Pandora fliegt. Das ganze Erlebnis ist so realistisch gestaltet, dass man wirklich das Gefühl hat, man ist in Pandora. Sehr, sehr beeindruckend.

Und so endete unsere traumhafte Reise am Flughafen in Orlando, von wo es wieder mit der Delta über Atlanta zurück nach Stuttgart ging.

Ein Reisebericht von Franziska Teply

Donnerstag, 10. August 2023

Arizona - Der perfekte Tag in Scottsdale

Scottsdale befindet sich am Ostrand der Metropolregion Phoenix im US - Bundesstaat Arizona. Neben unendlich vielen Spa's, einer renommierten örtlichen Kulturszene, zahlreichen Resorts mit großzügigen Poollandschaften im Grünen, mehreren Golfplätzen, über 100 Lokalitäten in der Western - geprägten Innenstadt Old Town sowie dem Shopping - Paradies Fashion Square bietet Scottsdale die besten Voraussetzungen für einen ausgewogenen Aufenthalt, der keine Wünsche offen lässt.

Etwa ein Drittel des Stadtgebietes umfasst einen Teil der Sonora - Wüste, was Scottsdale zum idealen Ausgangspunkt für Outdoor - Erlebnisse aller Art macht. Touren mit dem Heißluftballon, dem Wüstenfahrzeug oder Rafting auf dem Salt River, sind nur Beispiele für die Vielfalt dessen, was Sie in Scottsdale erleben können. 

Wie Sie den perfekten Tag in Scottsdale verbringen, verrate Ich Ihnen jetzt!

Sonora - Wüste am Morgen

In den frühen Morgenstunden wartet die Sonora - Wüste darauf, auf vielfältigste Weise erkundet zu werden. Vor allem in den Morgenstunden ist es noch angenehm kühl und ideal, um die einzigartige Natur rund um die Stadt zu erleben. Die Sonora - Wüste gehört zu den grünsten Wüsten weltweit und hat noch viel mehr zu bieten, als die berühmten Saguaro - Kakteen, die – wie der Name Name „Carnegiea gigantea“ vermuten lässt - eine gigantischen Größe erreichen können. Teils bis zu 20 Meter!

Starten Sie den Tag mit einer Wanderung auf einem der vielen Wanderwege mit einer Gesamtlänge von über 350 Kilometern. Ob einfacher Spaziergang oder anspruchsvoller Gipfelaufstieg tief in den McDowell Mountains - überall erwarten Sie Mesquite Bäume, Geckos und die beeindruckende Flora und Fauna der Wüste. Das McDowell Sonoran Preserve in Scottsdale bietet hunderte Kilometer frei zugänglicher Wander - und Radwege und ist das größte städtische Naturschutzgebiet Nordamerikas - zum Vergleich: Es ist 36 Mal größer als der Central Park!

Mehr Action erwartet Sie bei geführten Off - Road Touren außerhalb des Naturschutzgebietes. Oder fordern Sie Ihren inneren Cowboy/Cowgirl heraus und nehmen an einem geführten Reitausflug durch die Sonora - Wüste teil. Panoramaausblicke auf die Sonora - Wüste erleben Sie bei einer morgendlichen Heißluftballonfahrt. Treiben Sie in der frischen Brise, während Ihr Pilot den Ballon in höhere Ebenen lenkt. Genießen Sie den Blick auf die Tierwelt und die einheimischen Vegetation. Um Ihre Fahrt abzurunden, erwartet Sie ein abschließender Champagner - Toast zur Erinnerung an Ihren Flug. Für welche geführte Tour Sie sich auch entscheiden, so erhalten Sie stets faszinierende Informationen über das empfindliche, wenn auch widerstandsfähige Ökosystem der Sonora - Wüste sowie ihrer Geologie und kulturgeschichtlichen Bedeutung.

Entspannung am Pool am Mittag

Nach einem aufregenden Morgen in der Sonora - Wüste, wartet eine anschließende Erfrischung zur Mittagszeit am Pool und an der Bar Ihres Resorts, während die warme Sonne Arizonas von oben herunterlacht. Gerade während der Sommermonate, wenn Sie die trockene Hitze und der strahlend blaue Himmel nach Arizona ziehen, locken Scottsdales schönste Resorts mit attraktiven Preisen. Anders als in anderen Destinationen, in denen es tagsüber während des Sommers bis zu 40°C werden, sind derartige Temperaturen in Scottsdale, dank der geringen Luftfeuchtigkeit, sehr erträglich. In Scottsdale erwarten Sie viele tolle Unterkünfte. Ich kann Ihnen insbesondere das Saguaro Scottsdale und das Andaz Scottsdale Resort & Bungalow wärmstens empfehlen.

Das hippe Saguaro Scottsdale liegt mitten in Old Town Scottsdale und ist der ideale Ausgangspunkt für Erkundungen in der Stadt. Das Resort versprüht auch Dank seiner farbenfrohen Dekoration eine lebendig - erfrischende Atmosphäre. Die gelben Liegen und Sonnenschirme am türkisen Pool, laden geradezu zum relaxen, bräunen und entspannen ein. Für frische Getränke sorgt die Bar und wen es an schattigere Plätze zieht, kann auch den Mittag in der Lounge oder auf dem Zimmer verbringen. Perfekte Urlaubsbilder lassen sich übrigens in fast jeder Ecke des Resorts aufnehmen.

Einen ruhigen Aufenthalt können Sie im Andaz Scottsdale verbringen, das sich nur 10 Minuten von Old Town Scottsdale befindet. Übernachten Sie in einem der Bungalows, welche mit Kunst von lokalen Künstlern dekoriert sind. Relaxen Sie am Pool mit Blick auf den Camelback Mountain, schlürfen Sie ein kühles Getränk von der Poolbar, genießen Sie eine Spa - Behandlung und lassen Sie sich in der "Weft & Warp Art Bar and Kitchen" mit heimischen Gerichten versorgen. Besonderes Highlight ist der Tesla, der Sie vom Resort aus im Umkreis von 5 Meilen (ca. 8 Kilometer) überall hinfährt.

Old Town Scottsdale am Nachmittag

Der späte Nachmittag hält viele Optionen in Old Town bereit: Die überwältigende Anzahl an Geschäften und Boutiquen innerhalb des Scottsdale Fashion Squares und an der 5th Avenue lässt jedes Shopping - Herz höher schlagen, wobei Kunst - und Kulturinteressierte ihren geistigen Hunger in den unterschiedlichsten Galerien und Museen stillen können. Nicht nur die Architektur von Scottsdale, sondern die gesamte Architektur der USA des 20. Jahrhunderts, hat maßgeblich der Stararchitekt Frank Lloyd Wright geprägt und beeinflusst. In Scottsdale befindet sich das seit 2019 zum UNESCO Weltkulturerbe gehörende Taliesin West. Nehmen Sie an einer Führung durch das in den 1930er Jahren gebauten Gebäude teil und entdecken Sie die faszinierende Verschmelzung der Innen - und Außenbereiche mit der Umgebung. Bis Juni 2022 bietet das Taliesin West zudem Sonderführungen zu den ausgestellten Glaskunstwerken von Dale Chihuly an. 

Kunst mit allen Sinnen können Sie im Wonderspaces Arizona erleben. Falls Sie sich mehr mit dem Thema rund um die Pioniere, Cowboys und Native Americans beschäftigen wollen, können Sie Kunst, seltene historische Artefakte und kulturelle Schätze im Western Spirit: Scottsdale´s Museum of the West entdecken. Eine ganz besondere Sammlung ist hier die der Abe Hays Family Spirit of the West. In Wild - Western - Atmosphäre erfahren Sie mehr über Wild West Shows, Saloons, Cowboys, Banditen und Gesetzeshüter. Auch Musikliebhaber können in Scottsdale auf ihre Kosten kommen, denn hier befindet sich das Musical Instrument Museum, welches einzigartige Musikinstrumente aus aller Welt ausstellt. Egal für welche Variante man sich auch entscheidet, ein gutes Restaurant für ein gelungenes Abendessen ist nie weit.

Warme Sommerabende in Scottsdale

Die warmen Sommerabende laden anschließend dazu ein, durch Scottsdale zu flanieren und einem der verschiedenen Wine & Ale Trails entlang verschiedener Lokale zu folgen, um hiesige Biere und Weine aus Arizona zu verkosten. Um die Füße zu schonen, können alternativ die verfügbaren Golfwagen genutzt werden - eine Mischung aus Taxi und Stadtführung - bevor die Nacht in den zahlreichen Clubs zum Tag gemacht werden kann. Kunstliebende sollten zudem nicht den über das ganze Jahr an jedem Donnerstagabend stattfindenden ArtWalk verpassen, an dem sämtliche Museen und Galerien im Arts District von Old Town kostenlos besucht werden können.

Ich empfehle mindestens zwei aufeinanderfolgende Nächte in Scottsdale zu verbringen, um den Ort in Ruhe kennenlernen zu können. Viele Resorts bieten jedoch auch attraktive Specials an, die einen längeren Aufenthalt schmackhaft machen. Mit einer Fahrtzeit von lediglich 20 Minuten zum internationalen Flughafen von Phoenix ist ein Aufenthalt in Scottsdale insbesondere zu Beginn oder zum Schluss einer Arizona - Rundreise ideal. Aber auch auf einer Rundreise durch den Westen der USA ist Scottsdale ein vielseitiger Zwischenstopp.

Ein Reisebericht von ?

Mittwoch, 9. August 2023

Cape Cod Tipp - Tagesausflug nach Martha's Vineyard

Ich habe einen freien Tag genutzt, um mir Martha’s Vineyard in einem kurzen Tagesausflug anzuschauen. Interessant ist dieser Ausflug besonders für diejenigen, die einen mehrtägigen Aufenthalt auf Cape Cod, z. B. in Hyannis, planen. Auch ab Boston lässt sich dieser Ausflug - mit einer deutlich längeren Anreise - realisieren.

Am besten fährt man mit dem Auto bis zum Fährparkplatz (286 Palmer Ave) in Falmouth / Massachusetts (Kosten circa 10 USD für einen Tag) und nutzt den kostenlosen Shuttlebus ab dem Parkplatz bis zum Fähranleger in Woods Hole. Wenn man sein eigenes Auto mitnehmen möchte, müsste man die Überfahrt bereits ein paar Tage im Voraus buchen (in der Hochsaison sogar schon Monate im Voraus) und benötigt dafür nicht nur die Fahrzeuggröße sondern auch das KFZ - Kennzeichen. Aus diesem Grund kann ich nur empfehlen, als Fußgänger sich am Fähranleger eine Hin -  und Rückfahrkarte zu besorgen (oder vorab über die Homepage der Steamship Authority - hier findet man auch die Fahrpläne von Woods Hole nach Vineyard Haven oder Oak Bluffs) und sich den Stress mit dem Mietwagen zu sparen. 

Auf Martha's Vineyard angekommen, ist ein kurzer Spaziergang durch Vineyard Haven ganz nett, aber die schöneren Orte an der Ostküste sind Oak Bluffs oder Edgartown. Man kann sich in den Sommermonaten entweder ein Fahrrad ausleihen oder nutzt den Bus (ganzjährig), welcher in verschiedenen Linien über die komplette Insel fährt. Schön für einen Tagesausflug ist die Linie 13, welche direkt von Vineyard Haven (Fährstation) über Oak Bluffs nach Edgartown fährt. Ein Tagesticket kostet circa 5 USD und kann in bar im Bus gekauft werden. Am besten steigt man in Oak Bluffs aus und schaut sich den idyllischen Ortskern mit vielen Geschäften und Restaurants an. Ein toller Stopp für ein gelungenes Mittagessen (z. B. Fish & Chips) ist das Pub „Offshore Ale“, welches auch sein eigenes Bier braut. Gut gestärkt habe ich wieder den Bus Nummer 13 genommen und bin in Richtung Edgartown weiter gefahren. Die Strecke ist atemberaubend, da man recht lang am Meer entlang fährt und immer einen tollen Blick auf den Ozean und den Strand hat. Auch kann man auf der Strecke an verschiedenen Punkten aus - und wieder aussteigen, je nachdem wie viel Zeit man mitbringt. An der Jaws Bridge, auf halber Strecke, sieht man im Sommer immer wieder Leute ins Wasser springen. Hier wurden auch Teile des Films „Der Weiße Hai“ gedreht, woher die Brücke heutzutage ihren Namen hat.

Angekommen in Edgartown, Church Street (letzte Haltestelle), sollte man sich seinen Weg über die Old Whaling Church entlang der Main Street zum Edgartown Memorial Wharf bahnen. Auch hier gibt es wieder jede Menge Souvenierläden und Cafés entlang des Weges. Am Memorial Wharf verkehrt regelmäßig eine kleine Fähre nach Chappaquiddick Island, für den, der noch nicht genug hat. Oder man macht einen Spaziergang zum Lighthouse Beach, östlich des kleinen Ortes.

Für die Rückfahrt kann man entweder wieder den Bus Nummer 13 über Oak Bluffs wählen oder den Bus Nummer 1, welcher etwas mehr im Inselinneren den Weg zurück nach Vineyard Haven / Tisbury nimmt.

Ich fand es einen wirklich tollen Tagesausflug, abseits der gewohnten Wege und ohne Auto, mit pittoresken kleinen Holzhäusern und weißen kilometerlangen Sandstränden, welche zum Spazierengehen einladen. Die Fährfahrt ist auch entspannend und mit 45 Minuten sehr überschaubar. Außerdem war trotz des sehr windigen Wetters, kaum Seegang auf dem Schiff zu spüren.

The Vineyard hat mich wohl nicht zum letzten Mal gesehen, das nächste Mal wird es hoffentlich etwas länger sein.

Ein Reisebericht von ?

Dienstag, 8. August 2023

New York - Insider Tipps

Schon seit meiner Kindheit war es immer ein Traum von mir, einige Zeit in den USA zu leben. Nach dem Abitur ging dieser Traum endlich in Erfüllung und ich verbrachte knapp zwei Jahre als Au Pair in einer Gastfamilie in New Jersey, in einem Vorort von New York City. Da mich nur eine halbe Stunde Busfahrt von der Stadt trennte, konnte ich New York ganz entspannt und ausgiebig erkunden.

Hier möchte ich meine persönlichen touristischen Highlights mit allen New York Interessierten teilen.

Roosevelt Island

Auf Platz 1 meiner Lieblingsorte in New York steht ganz klar Roosevelt Island. Egal, wie oft ich dort schon war, es ist jedes Mal wieder beeindruckend. Es handelt sich hierbei um eine schmale Insel im East River. Schon die Fahrt auf die Insel ist etwas Besonderes: man fährt mit einer kleinen Seilbahn, der Roosevelt Island Tram, in Manhattan (Ecke 2nd Avenue / 60th St.) los, zuerst durch Manhattans Häuserschluchten und dann über den Fluss, bis man ein paar Minuten später auf Roosevelt Island ankommt.

Da es sich bei der Seilbahn um ein normales öffentliches Verkehrsmittel für die Bewohner der Insel handelt, bezahlt man hierfür lediglich den Preis für eine Subway - Fahrt, und das ganz bequem mit der MetroCard. Wenn man mit der U - Bahn aus Richtung Süden kommt und direkt in die Seilbahn umsteigt, muss man sogar nicht noch einmal bezahlen, da es sich hierbei quasi um eine Fahrt handelt.

Auf der Insel angekommen, sind es nur wenige Schritte in Richtung Fluss. Hier befindet sich ein von Bäumen gesäumter Weg, auf dem man an der Skyline von Midtown entlang Richtung Süden zum „Franklin D. Roosevelt Four Freedoms Park“ gelangen. Der Ausblick, vor allem vom Park aus, ist gigantisch, da man die gesamte Skyline Midtowns auf einen Blick sehen kann. So eine Aussicht findet man direkt in Manhattan an keinem anderen Ort.

Brooklyn Heights

Wenn man eher an der Skyline Downtowns mit dem One World Trade Center interessiert ist, empfehle ich, zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Subway über die Brooklyn Bridge zu gehen bzw. fahren und entlang der Brooklyn Heights Promenade zu spazieren. Hier kann man eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt genießen.

High Line

Was auch immer ein schöner Ausflug ist, ist ein Besuch der High Line. Hierbei handelt es sich um eine stillgelegte Bahntrasse in Manhattans West Side. Hier kann man im gut 2,3 Kilometer langen Park über New York Citys Straßen spazieren und viele verschiedene Aussichten in verschiedene Stadtteile Manhattans genießen.

Die High Line ist gut mit der Subway zu erreichen und bietet viele verschiedene Eingänge zum Park. Wenn man ganz im Süden beginnen möchte, startet man am besten an der Ecke Washington St. / Gansevoort St., dann kann man bis zur 34th St. nach Norden spazieren.

Spaziergang durch die Stadt - eine der schönsten Routen

New York ist eine wenigen Großstädte dieser Welt, in der man fast alles (zumindest innerhalb Manhattans) zu Fuß erkunden kann. Auf diese Weise kann man die Stadt einfach am besten kennenlernen. Daher empfehle ich auch jedem, so viel wie möglich zu Fuß zu machen.

Ein besonders toller Spaziergang durch die Stadt, den ich gerne empfehle, führt an vielen Highlights vorbei:

Von der Süd - Ost - Ecke des Central Parks geht man die berühmte 5th Avenue mit all ihren Läden vorbei am Rockefeller Center und der St. Patrick’s Cathedral, dem Bryant Park und der New York Public Library. Mit einem kleinen Umweg kann man sogar am Grand Central Terminal, dem Empire State Building und dem berühmten Macy‘s Department Store, das einen kompletten Häuserblock auf mehreren Etagen einnimmt, bis zum Madison Square Park gehen. Dort befindet sich das bekannte „Flatiron Building“, das, wie der Name schon sagt, die Form eines Bügeleisens hat und nach vorne spitz zuläuft. Nicht zu vergessen: Ab und zu auch einfach mal umdrehen, denn man kann immer wieder auf dem Weg einen super Blick auf das Empire State Building erhaschen. Von dort aus würde ich empfehlen, den Broadway weiter in Richtung Süden zu gehen. So kommt man am Union Square Park vorbei und in direkter Linie nach Süden landet man am Washington Square Park. Dort findet man immer Straßenkünstler und - musiker und es ist immer viel los.

Anschließend lohnt es sich, durch SoHo, vorbei an Dominique Ansel’s Bakery und Lower Manhattan bis zum One World Trade Center, 9/11 Memorial und 9/11 Museum gehen. Alle sind definitiv einen Besuch wert.

1WTC, 9/11 Memorial & 9/11 Museum

Von der Aussichtsplattform des One World Trade Center genießt man einen gigantischen Blick, vor allem auf den südlichen Teil der Stadt. In Richtung Norden lässt sich auch das Empire State Building erspähen, allerdings sieht es aus dieser Entfernung winzig klein aus. Das 1WTC, auch „Freedom Tower“ genannt, ist mit seinen 546 Metern das höchste Gebäude Nordamerikas. Allein die Aufzugfahrten auf den Turm sind ein Erlebnis. Die Aufzüge sind rundum mit Bildschirmen ausgekleidet und auf dem Weg nach oben können Sie die Entwicklung des gesamten Areals nachvollziehen. Wenn Sie wieder nach unten fahren, „fliegen“ Sie mit dem Aufzug über die Stadt.

Das 9/11 Memorial besteht aus zwei riesigen Pools in den „Fußabdrücken“ des ehemaligen World Trade Centers auf dessen Ränder die Namen aller Opfer des Terroranschlags von 2011 eingraviert sind. Ein bedrückender und gleichzeitig beeindruckender und wunderschöner Ort.

Für das 9/11 Museum sollte man genügend Zeit einplanen, da es sehr umfangreich ist. Das Museum ist grob in zwei Teile geteilt. Zuerst werden Sie durch die Geschehnisse des 11. September auf geschichtlicher Ebene geführt. Der zweite Teil ist den Opfer und Rettungskräften gewidmet. Ein sehr bewegendes und gleichzeitig spannendes Museum.

Staten Island Ferry 

Vom 9/11 Museum kann man an die Südspitze Manhattans spazieren und dort mit der kostenlose Staten Island Ferry fahren. Die Fähre fährt im 30 - Minuten - Takt von Manhattan nach Staten Island, einem weiteren Stadtteil New York Citys. Während der etwa 20 - minütigen Fahrt kann man einen super Blick auf die Downtown Skyline und die Freiheitsstatue genießen.

Aussichtsplattformen in New York City

Was zu jedem New York - Besuch dazugehören sollte, ist ein Besuch einer Aussichtsplattform auf einem der Hochhäuser. Drei verschiedene Möglichkeiten stehen zur Auswahl:

Top of the Rock ist die Aussichtsplattform des Rockefeller Centers. Es ist zwar nicht das höchste oder das schönste Gebäude in New York, aber es bietet aufgrund seiner Lage zwischen dem Central Park und dem Empire State Building eine gigantische Sicht auf beides. Auch wenn der Blick auf die beleuchteten Hochhäuser in der Nacht wunderschön ist, würde ich empfehlen, vor der Dämmerung nach oben zu fahren. Dann kann man die Aussicht bei Tageslicht genießen (der Central Park ist nachts nur sehr schlecht beleuchtet und im Dunkeln sehen Sie so nur ein „schwarzes Loch“), den Sonnenuntergang beobachten und nach Sonnenuntergang die Stadt beleuchtet im Dunkeln bestaunen. Das Empire State Building wird jede Nacht beleuchtet. Je nach Anlass oder Feiertagen ändert sich die Farbe des Lichts und vom Top of the Rock hat man die perfekte Sicht.

Möglichkeit Nummer zwei ist natürlich das Empire State Building selbst. Das bekannteste Gebäude New Yorks und wahrscheinlich eines der bekanntesten Gebäuden weltweit. Nach seiner Fertigstellung war es sogar eine Zeit lang das höchste Gebäude der Welt. Vom Empire State Building genießt man einen besseren Blick auf Downtown Manhattan mit dem One World Trade Center, da es ein Stückchen weiter südlich liegt. Hier stehen zwei Optionen zur Auswahl: Die Hauptaussichtsplattform auf dem 86. Stock oder, gegen Aufpreis, das Top Deck im 102. Stock.

Die dritte Möglichkeit ist das bereits oben erwähnte One World Trade Center.

Restaurant - Tipp: Ellen’s Stardust Diner

Ein sehr unterhaltsamer Ort für eine Mahlzeit ist Ellen’s Stardust Diner, ein paar Schritte nördlich des Times Squares, an der Ecke Broadway/51st St. Dort wird das klassische amerikanische Diner Essen aufgetischt. Es gibt Frühstück, Mittagessen und auch Abendessen. Serviert werden zum Beispiel Burger, Chicken Wings, Salate, Waffeln, French Toast, Milkshakes und vieles mehr. Die Preise sind zwar nicht ganz günstig und der Andrang ist oft so groß, dass Sie sogar vor dem Diner Schlange stehen müssen, aber ich finde, das Erlebnis lohnt sich allemal.

Das Besondere am Stardust Diner ist, dass die Bedienungen während ihrer Arbeit alle abwechselnd singen. Es kann also sein, dass Ihre Kellnerin bei Ihnen kassiert und gleichzeitig einen Song zum Besten gibt. Wie die Damen und Herren sich gleichzeitig auf das Singen und auf die Kellner - Tätigkeiten konzentrieren können, ist mir ein Rätsel. Gesungen wird alles von Popsongs bis Broadway- und Musicalnummer. So bekommt man Essen und Unterhaltung in einem.

Strände in New York

Wenn man nach dem ganzen Trubel der Stadt eine kleine Auszeit braucht, lohnt sich es sich, auch für einen Tag oder Nachmittag an den Strand zu fahren.

Die erste Möglichkeit dafür ist zum Beispiel der Rockaway Beach in Queens, der längste städtische Strand der USA. Dorthin gelangt man mit der Subway. In Midtown Manhattan einfach in die Blaue A - Linie einsteigen und am Strand in Queens wieder aussteigen. Die Fahrt dauert eine gute Stunde.

Eine weitere Möglichkeit ist Coney Island. Wobei hier in der Regel deutlich mehr los ist. Coney Island befindet sich an der südlichsten Spitze Brooklyns. Auch dorthin fährt man gut eine Stunde mit der Subway aus Midtown. Hier bietet sich allerdings der Vorteil, dass es nicht „nur“ einen Strand gibt, sondern ein ganzes Vergnügungsviertel mit Fahrgeschäften, Essensständen und Entertainment zur Verfügung steht. Das Ganze lässt sich wie eine Art Jahrmarkt am Strand vorstellen.

Mein Fazit: Was auch immer Sie in New York machen, ich bin mir sicher, Sie werden eine tolle Zeit haben, da die Stadt so viel Sehenswertes zu bieten hat, wie kaum eine andere.

Ein Reisebericht von Franziska Teply

Sonntag, 6. August 2023

South Dakota

Als eingefleischter USA - Fan stand nun South Dakota auf meinem Reiseplan. Von Denver kommend fuhr ich auf kerzengeraden Strecken durch das Weide - und Farmland Nebraska, mit Stopps am Scotts Bluff National Monument sowie am Chimney Rock. Zu beiden Sehenswürdigkeiten führten die legendären Oregon und California Trails. Sehr informative Visitor Center und Ausstellungsstücke geben Einblicke in die spannende Geschichte dieser Siedlertrecks.

Spät abends kam ich dann in Hot Springs, South Dakota, an. Dieses Städtchen im südwestlichen Teil des Bundesstaates ist bekannt für seine heißen Quellen und wird auch als das Tor zu den Black Hills bezeichnet. Am nächsten Tag besuchte ich aber zuerst einmal die Ausgrabungsstätte "Mammoth Site of Hot Springs". Obwohl ich eigentlich nicht der absolute Dinosaurier - Fan bin, immerhin gibt es in Deutschland auch genügend Ausgrabungen und Museen, hat mich dieser Ort sehr fasziniert. Es ist kein Museum im herkömmlichen Stil, sondern die Besucher werden durch die überdachte  Fundstätte von ca. 60 Mammuts geführt. Zum Teil liegen die Schädel und Knochen noch an derselben Stelle, wo sie gefunden wurden und man kann dem Ausgrabungspersonal bei der Arbeit zuschauen. Alles sehr informativ und gut aufgezogen!

Bei strahlendem Sonnenschein fuhr ich dann weiter zum Wind Cave National Park, im südöstlichen Teil der Black Hills. Die Black Hills Region ist ein Mittelgebirge mit vielen Seen, Wäldern und Wiesen. Es war und ist noch das Heilige Land der Lakota – Sioux. Allerdings teilten auch sie das Schicksal vieler anderer Stämme und wurden in Reservate fern ihrer Heimat verbannt. Der Wind Cave National Park ist neben dem berühmten Mount Rushmore National Memorial, Crazy Horse Memorial, Jewel Cave National  Monument und dem Custer State Park eine der Hauptattraktionen in den Black Hills. Die Wind Cave Höhle zählt zu den längsten Höhlen der USA. Es gibt dort keine Stalagmiten oder Stalaktiten, aber wabenförmige Gebilde in den Decken, die Boxwork genannt werden. Die Höhle kann man nur im Rahmen einer ca. 75 minütigen Tour besichtigen.

Da ich ein passionierter Camper (Mietwagen und Zelt) bin, suchte ich mir nun einen Campingplatz. Ich bevorzuge immer Plätze in der Natur, also in State Parks oder Nationalparks. Obwohl ich mich in der Vorsaison befand, waren alle Campingplätze im Custer State Park voll. Dank der Hilfe einer sehr freundlichen Rangerin erfuhr ich von vereinzelten Plätzen und siehe da, am Central Lake bekam ich noch ein nettes Plätzchen direkt an einem Bach. Wie so oft verfügen diese Campgrounds meist nur über Plumpsklos; aber immerhin gab es am See Duschen. Welch Luxus! Mittags fuhr ich dann zum berühmten Mount Rushmore.

Auf dem Weg dorthin wurde ich von einer großen Schlange mit einer sehr schönen Zeichnung ausgebremst. Sie lag mitten auf der kleinen Straße. Und es war nicht die letzte Schlange während meines Urlaubes. Aber da ich diese Tiere faszinierend finde, fragte ich bei der nächstbesten Möglichkeit die Ranger nach dessen Art. Es war eine ungiftige Bullsnake, auf Deutsch wohl eine „Bullenschlange“. Wunderschöne Tiere, und das meine ich Ernst!

Weiter folgte ich einer serpentinenreichen Straße tief in die Black Hills. Die Straße wand sich in Schleifen, Brücken und einspurigen Tunnels in die Höhe (für Campmobile nicht geeignet; hierfür gibt es alternative Strecken). Landschaftlich eine Mischung aus schwäbischer Alb und Schwarzwald (man merkt, ich komme aus dem Süden Deutschlands). Auf dem Pass angekommen gab es einen sehr schönen Aussichtspunkt. Mein Ziel an diesem Nachmittag, Mount Rushmore, ist eine Pilgerstätte für jeden amerikanischen Staatsbürger. Dort sind die Porträtköpfe der früheren Präsidenten George Washington, Thomas Jefferson, Theodore Roosevelt und Abraham Lincoln im Felsen verewigt. Von der Ruhe der Natur kommend, fand ich mich dann plötzlich wieder in einem Pulk von vielen, vielen Menschen. Aber wie ich immer sage: wir sind ja alle Touristen. Das Monument ist hübsch aufbereitet. Mit einer sehr langen Allee gesäumt von den Flaggen der US - Bundesstaaten. Die Felsköpfe der Präsidenten sind ca. 20 Meter hoch. Es gibt einen netten "Presidential Trail", den ich auch gelaufen bin und der die Besucher sehr nah an die Skulpturen bringt. Natürlich gibt es auf dem Gelände auch noch viele weiter Informationen zur Entstehung und Geschichte von Mount Rushmore.

Weiter ging es dann durch eine wunderschöne Wald - und Wiesenlandschaft. Da ich im Juni unterwegs war, stand alles im satten Grün, dazu der klare, blaue Himmel und kleinere Büffelherden, die weideten und unzählige putzige Präriehunde! Einfach genial! Die Black Hills, vor allem Custer State Park ist reich an Tieren, vor allem Bisons / Büffel sind hier beheimatet.

Es muss jedoch nicht explizit erwähnt werden, dass die Lakota - Sioux alles andere als Begeistert von diesem Monument sind. Über das kleine Touristenörtchen Keystone bin ich dann zu meinem Campground zurückgefahren.

Am nächsten Morgen gönnte ich mir ein Frühstück in Custer, ein weiteres nettes Städtchen der Region. Gestärkt mit Eggs & Bacon besuchte ich dann das zweite große Höhlensystem in den Black Hills: die Jewel Cave. Diese Höhle ist scheinbar die drittgrößte Höhle der Welt. Ich nahm wieder an einer Tour teil, die mit einer Fahrt mit dem Fahrstuhl in die Tiefen der Höhle begann. Jewel Cave und Wind Cave besitzen einen sehr unterschiedlichen Charakter und bis heute ist dies ein Rätsel, da beide Höhlen wohl zur gleichen Zeit und auf dieselbe Weise entstanden sind. Außerdem wird vermutet, dass es eine Verbindung zwischen diesen beiden Höhlen gibt. In der Jewel Cave ist die Luftfeuchtigkeit wesentlich höher und daher trifft man nun auch auf Stalaktiten und Stalagmiten.

Mein nächstes Ziel war das Crazy Horse Memorial. Eine weiteres kolossales Monument; ein Pendant zu Mount Rushmore, aber noch viel größer! Crazy Horse war ein berühmter Oglala - Lakota - Häuptling. Obwohl dieses Projekt von einem Sioux - Häuptling ins Leben gerufen wurde und nur aus Spenden und einer Foundation finanziert wird, stehen viele Lakota - Sioux dem Projekt kritisch gegenüber, da auch dieses eine Entweihung der Black Hills bedeutet. Das Monument soll einmal Crazy Horse mit ausgestrecktem Arm auf seinem Pferd sitzend darstellen. Bislang ist nur das Gesicht fertig gestellt und es wird mindestens noch 100 Jahre dauern, bis alles fertig ist. Übrigens wird allein der Pferdekopf so groß sein wie die vier Präsidentenköpfe von Mount Rushmore zusammen. Erneut musste ich über den Eifer, Hingabe und Hartnäckigkeit des Erbauers staunen. Ein Pionier hat mit diesem Mammutprojekt angefangen und seine Familie führt nun das gewaltige Projekt weiter. Es soll einmal 195 Meter lang und 172 Meter hoch werden. Zurück im Custer State Park fuhr ich dann den 18 Meilen langen Wildlife Loop. Große Büffelherden, Antilopen, Rotwild und wilde Esel kreuzten meinen Weg. Auch ansonsten traf man auf den Straßen im Park immer wieder auf am Straßenrand grasende Büffel, Rehe und Dickhornschafe und natürlich auch auf die flinken Streifenhörnchen.

Für den nächsten Tag plante ich einen Ausflug zum Badlands National Park (das Ben Reifel Visitor Center liegt ca. 90 Fahrminuten vom Custer State Park entfernt).

Obwohl ich bei strahlendem Sonnenschein losgefahren bin, begrüßte mich in den Badlands eine rabenschwarze Wolkendecke. Es windete stark, regnete zum Glück aber nicht. Dennoch herrschte eine etwas unheimliche Atmosphäre, passend zum Park. Eine Mondlandschaft mit von Wasser und Wind geformten Canyons und Skulpturen, umgeben von saftigen Grasflächen. Ich lief die kurzen Cliff Shelf Nature Trail, Window Trail und Door Trail ab und fuhr dann zum Loop, der mich zur berühmten Wall führte. Die Sonne kam zurück und ich fuhr alle View Points an. Ich fand das Zusammenspiel der bizarren Felslandschaft und der saftigen grünen Graslandschaft faszinierend. Auch hier fanden sich wieder Büffel, Prairiehunde, Dickhornschafe und auch wieder eine Bull Snake.

Zurück fuhr ich dann über das Dörfchen Wall, wo es wohl den größten und kuriosesten Drug Store der USA gibt - in The Wall findet man Restaurants, Saloons, Läden und unzählige Souvenirshops. Nach einer Nacht mit Gewitter packte ich nun mein Zelt zusammen und verabschiedete mich langsam von dieser wunderschönen Ecke.

Ich fuhr den Needles Highway, eine wirklich pittoreske und serpentinenreiche Parkstraße, wieder tiefer hinein in die Wälder und Berge der Black Hills, vorbei an bizarren Felsformationen. Auch für eine kleine Wanderung zu einigen Granitfelsen blieb noch Zeit. Am Sylvan Lake vorbei ging es dann nach Deadwood, eine Goldrausch - und Minenstadt im Western - Look. In der Historic Main Street mit den alten Fassaden gibt es noch genügend Saloons und Spielkasinos. Berühmte Bürger dieser Stadt waren der Revolverheld Wild Bill (nicht mit Buffalo Bill zu verwechseln), Calamity Jane und Sheriff Seth Bullock.

Dem landschaftlich wunderschönen Spearfish Canyon folgend, fuhr ich in Richtung des gleichnamigen Örtchens und von dort dann auf die I90 West, die mich dann nach Wyoming zum Devils Tower führte.

Fazit: Ich war und bin von South Dakota begeistert! Ich konnte leider nicht alles erkunden und entdecken, aber was ich sah, war faszinierend. Ein Muss für jeden Outdoorfan und Tierliebhaber und zudem mit viel Geschichte verbunden.

Ein Reisebericht von Gaby Sautter

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