Mein unvergesslicher Montenegro-Urlaub – eine Reise voller Magie, Natur und kultureller Schätze
Schon beim Anflug auf Montenegro fühlte ich das Kribbeln der Vorfreude. Der Blick aus dem Flugzeugfenster zeigte eine atemberaubende Kulisse: grüne Berge, funkelnde Seen und das tiefblaue Meer, das im Sonnenlicht schimmerte. Nach der Landung in Podgorica und dem Transfer ins Landesinnere nach Kolašin begann meine Entdeckungsreise durch dieses versteckte Juwel des Balkans.
Das erste Highlight war der Biogradsko jezero, ein malerischer See im Herzen des Nationalparks Biogradska Gora. Das Wasser war so klar, dass ich die grün schimmernden Felsen und das lebendige Wasserpflanzenbett am Grund erkennen konnte. Ich wanderte entlang des Sees, umgeben von unberührten Wäldern, deren Duft nach frischem Moos und Kiefern die Sinne verzauberte. Über mir thronen die über 2.000 Meter hohen Berggipfel, majestätisch und erhaben. Die frische Bergluft und das Zwitschern der Vögel ließen mich den Alltag vergessen. Nachmittags fuhr ich zurück nach Kolašin, wo ich die ruhige Atmosphäre des Ortes genoss.
Der nächste Tag führte mich in die Berge der Bjelasica. Die Fahrt war bereits ein Erlebnis für sich: sanfte Hügel, wildromantische Täler und kleine Dörfer, in denen das Leben noch traditionell lebt. Am Gipfel Zekova Glava angekommen, wurde ich mit einem atemberaubenden Panorama belohnt. Die Sicht auf die umliegenden Berge und Täler war einfach überwältigend. Das Mittagessen auf der Alm Vranjak war ein echtes Geschmackserlebnis: hausgemachte Spezialitäten, die den Geist der montenegrinischen Gastfreundschaft widerspiegeln. Die frische Bergluft, die Weite und die Ruhe ließen mich tief durchatmen.
Weiter zog es mich an die adriatische Küste, nach Budva – eine lebendige Stadt mit mediterranem Flair. Hier konnte ich nach Herzenslust schlendern, das bunte Treiben am Hafen beobachten und die engen Gassen erkunden. Der Nachmittag war frei, um die Sonne an der klaren Adria zu genießen, im Meer zu baden oder einfach durch die charmanten Straßen zu schlendern.
Ein absolutes Highlight war die Wanderung zur Bucht von Kotor. Von einer österreichischen Festungsruine aus bot sich mir ein spektakulärer Blick auf die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Bucht. Der Weg führte mich durch historische Wegetrassen über den Vrmac-Hügel, immer begleitet von Panoramaansichten auf das glitzernde Wasser und die umliegenden Berge. Am Ende erreichte ich das pittoreske Dorf Gornja Lastva, das mit seinen steinernen Häusern und dem ruhigen Charme verzauberte. Ein Boot brachte mich zur Insel Gospa od Škrpjela, wo die kleine Kirche auf einem künstlich aufgeschütteten Felsen ein faszinierendes Fotomotiv war. Später schlenderte ich durch die Altstadt von Kotor, deren enge Gassen, alten Mauern und lebendiger Markt mich in eine andere Zeit versetzten.
Der Tag im Lovćen-Nationalpark war eine Reise in die Vergangenheit. Auf gut ausgebauten alten Militärwegen wanderte ich durch das einsame Karstgebirge, das eine einzigartige Kulisse bietet. Der Aufstieg zum Aussichtspunkt Babina Glava auf 1.474 Meter war eine kleine Herausforderung, doch die Blicke auf die Küste zwischen Budva und Kotor sowie auf die imposanten Berge waren die Mühe wert. Das Besuch des Mausoleums von Petar II. Petrović Njegoš, dem großen montenegrinischen Fürstbischof und Dichter, war eine tiefgehende Erfahrung – ein Ort voller Geschichte und Spirit.
Am nächsten Tag stand der Skutarisee auf dem Programm. Das größte Binnengewässer des Balkans beeindruckte mit seiner Ruhe und Weite. Das Fischerdorf Rijeka Crnojevića, mit seiner alten Steinbrücke, war wie aus einer anderen Zeit. Die Wanderung entlang schmaler Bergpfade durch das versteckte Flusstal führte mich zu einer beeindruckenden Karsthöhle, deren dunkle Tiefe und geheimnisvolle Atmosphäre mich faszinierten. Mit dem Boot schipperte ich über den See, die spiegelglatte Wasseroberfläche reflektierte die umliegenden Berge und Wolken – ein Naturbild, das sich ins Herz einprägte.
Der letzte volle Tag war ein Genuss. Ich nutzte die Gelegenheit, an einem fakultativen Ausflug teilzunehmen, doch auch das Baden in der glasklaren Adria war verlockend. Das Meer war erfrischend und einladend, und ich genoss die letzten Stunden mit Blick auf das azurblaue Wasser.
Schweren Herzens hieß es am Ende Abschied nehmen. Doch die Erinnerungen an Montenegro – an seine majestätischen Berge, versteckten Buchten, historischen Städte und die herzliche Gastfreundschaft – werden mich noch lange begleiten. Dieses Land ist ein echtes Paradies für Naturliebhaber, Kulturinteressierte und alle, die das Unvergessliche suchen. Montenegro, du hast mein Herz erobert!
Ein Reisebericht von Nina
